Gründung eines unabhängigen Landesverbands

„Paul“ will Pflegeeltern helfen

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Eine erfüllende Aufgabe, für die bundesweit immer wieder Mütter und Väter gesucht werden: Einem Pflegekind ein Zuhause zu geben, „macht das Leben bunter“, heißt es auf diesem Plakat. 

Landkreis Diepholz - Ein Zuhause, aber nicht bei ihren eigenen Eltern – das haben im Landkreis Diepholz 288 Kinder. Diese Jungen und Mädchen leben in 175 Pflegefamilien. Für Pflegeeltern ist es eine erfüllende Aufgabe, ein Kind beim Start in das Leben zu unterstützen. Doch das kann auch eine Herausforderung sein. Deshalb ist vielen Pflegemüttern und -vätern der Austausch wichtig.

Genau den will Jörg Picker in einem neuen, unabhängigen Landesverband für Pflege- und Adoptivfamilien ermöglichen. Der Verband soll den Namen „Pflege- und Adoptivfamilien – Unabhängiger Landesverband Niedersachsen“ tragen – kurz „Paul“.

Die Gründung ist für Samstag, 27. Januar, um 11 Uhr im Forsthaus Heiligenberg in Bruchhausen-Vilsen geplant. „Zu dieser Gründungsversammlung sind alle Pflege- und Adoptiveltern aus Niedersachsen, ob Bereitschaftspflege, Kurzzeitpflege oder Dauerpflege, herzlich eingeladen“, so Jörg Picker.

Zu den wichtigsten Aufgaben und Zielen des neuen Landesverbandes gehören seiner Auskunft nach die Unterstützung und Information der Pflege- und Adoptiveltern in allen Themenbereichen, ihre landesweite und auch bundesweite Vernetzung sowie ein regelmäßiger Austausch untereinander.

So sei zum Beispiel für März eine Fortbildung in Oldenburg zum Thema „Rechtliches im Pflegekinderwesen“ mit Rechtsanwalt Mathias Westerholt aus Bremen geplant.

Weitere Gruppengründungen erwünscht

Auch möchte der neue Landesverband die Gründung von weiteren Pflege- und Adoptivelterngruppen oder Vereinen in den verschiedenen Landkreisen Niedersachsens fördern und unterstützen. Vereine für Pflegeeltern in Celle, Oldenburg und der Wesermarsch hätten schon ihre Bereitschaft bekundet, sich „Paul“ anschließen zu wollen, hieß es.

„In Niedersachsen gibt es rund 7 500 Kinder und Jugendliche, die aus unterschiedlichen Gründen nicht in ihrer Herkunftsfamilie aufwachsen können und bei Pflege- beziehungsweise Adoptiveltern groß werden“, so Jörg Picker. Deshalb hofft er auf zahlreiche Interessierte bei der Gründungsveranstaltung. Bei Bedarf soll im Forsthaus Heiligenberg eine Kinderbetreuung organisiert werden. Aus diesem Grund sollten sich Interessierte an der Gründungsversammlung per E-Mail bei Picker anmelden (Picker@paul-niedersachsen.de). Auf der Tagesordnung der Zusammenkunft stehen neben der Beschlussfassung über die Satzung die Wahl eines Landesvorstandes und die Vorstellung des Konzeptes für diese neue Organisation. 

sdl

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