Solo und doch nicht allein

„Ostern-Country-Festival“ in Asendorf ein voller Erfolg

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Steffen Gürlebeck (links) alias Yanemaokee, der auch Vereinsvorsitzender der gastgebenden„Maverick Line Dancers“ ist, mit dem Indianersoldat aus dem Bürgerkrieg, Uwe Klinge aus Garbsen.

Asendorf - Von Dieter Niederheide. Das durchwachsene Wetter trübte die Stimmung beim „Ostern-Country-Festival“ von Freitag bis zum gestrigen Ostermontag auf der „Maverick-Ranch“ an der Essener Straße in Asendorf nicht. Die Country- und Westernfreunde wie die Longhorns und die Dancing Cowboys aus Hamburg, die Eagles aus Berlin, Rudi aus München sowie Line-Dance-Gruppen aus Hannover oder Nienburg kamen an allen Tagen voll auf ihre Kosten.

Sie fuhren nicht wie einst in Planwagen vor, sondern rückten in Wohnmobilen mit reichlich Pferdestärken an. Das „Ostern-Country-Festival“ der „The Maverick Line Dancers Niedersachsen“ hat sich über die Grenzen des norddeutschen Raums hinweg in der Szene der Country- und Westernfreunde sowie der Line Dancer fest etabliert.

Die Atmosphäre auf dem Gelände der „Maverick-Ranch“ glich der eines riesigen Familientreffs. Wo man hinschaute, sah man Western-Flair. Es gab nur wenige Besucher, die auf dem Kopf nicht den Stetson trugen, den klassischen Cowboyhut. Unter den Western- und Countryfans waren auch Wilhelmine Janssen (60), von allen Doba genannt, und Manfred Hemme (62), Sam gerufen. Die Steckbriefe an der Seite der wirklich urigen Trapperunterkunft der beiden machten deutlich, dass Sam ein Kopfgeldjäger ist. Doba und Sam waren das erste Mal in Asendorf dabei und begeistert. Vier Monate im Jahr sind sie zu Country-Treffs auf Achse, nur zwischendurch steuern sie ihren Wohnort Norden in Ostfriesland an.

Wilhelmine Janssen alias Doba und Manfred Hemme alias Sam vor ihrem gemütlichen Wigwam.

Uwe Klinge (61) aus Garbsen fiel durch sein Outfit auf. „Ich bin Mitglied im historischen Westernverein in Hameln“, sagte er und erklärte gerne seine Uniform, die ihn mit den Federn an der Südstaatenmütze als Indianersoldat aus dem Bürgerkrieg kennzeichnete. Auch als Medizinmann verkleidet sich der Autobauer manchmal.

Für das passende Outfit sorgt bei den Treffs der Hamburger Thomas Heß mit seinem Store, in dem es unter anderem eine große Auswahl an Stetsons und Gürtelschnallen gibt.

Im Salon der „Maverick-Ranch“ fand sich die Bar. Unter den Gerichten fehlte die „Chuck-Wagon-Suppe“ mit Trapper-Brot ebenso wenig wie die „Maverick-Frikadelle“.

Eines vereinte die Country- und Westernfreunde an den Festivaltagen natürlich ganz besonders: der Tanz. Genauer gesagt der Line Dance, der in Linien neben- und hintereinander getanzt wird. Es werden festgelegte, sich wiederholende Figuren synchron von der Gruppe getanzt, wobei jeder solo, aber eben nicht alleine tanzt. Steffen Gürlebeck alias Yanemaokee, Vorsitzender der gastgebenden „Maverick Line Dancers Niedersachsen“, stellte im Gespräch fest: „Wir wollen Spaß haben und das, was wir machen, lieben wir“.

Auf der Tanzfläche zeigten die Line Dancer zu Countrymusik, was sie Können. 

Eines der Ziele des Festivals ist es laut Gürlebeck, die Familie der Western- und Countryfreunde noch enger zusammenzubringen. Und was ist da das beste Mittel? Der Line Dance. Die Tanzfläche füllte sich schlagartig, sobald die Musik erklang. Getanzt und ausgetauscht wurden bekannte und neue Choreografien.

Für die passende Musik sorgte schon am Freitag mit Songpoet Joshua ein Top-Musiker und Liedermacher aus der Szene. Ihm folgte am Samstag Sänger Dusty Woodfield. Der Niederländer aus Drenthe erinnerte unter anderem an Elvis und die Singing Cowboys. Der Samstagabend war „Take U.S.Music“ vorbehalten. Die Norderstedter begeisterte mit ihrem feinen musikalischen Countrysound. Mit Sonny B., in der Szene ebenfalls eine Größe, startete musikalisch der Ostersonntag. Den Abschluss machte in die Nacht hinein die Band „Heartland“.

Insgesamt kamen die Besucher, insbesondere aber die Line Dancer, musikalisch voll auf ihre Kosten. Die Interpreten boten vornehmlich Country, dazu mischten sich Rock ‘n’ Roll oder Westernklänge.

Ein Hauch von Nashville und Westernromantik durchzog die „Maverick-Ranch“ und an den Abenden mischten sich auch einige Asendorfer unter Cowboys, Cowgirls und Trapper.

„Ostern-Country-Festival“ in Asendorf

Schon jetzt sind „The Maverick Line Dancers“ mit der Vorbereitung des fünften „Ostern-Country-Festivals“ 2018 in Verbindung mit ihrem eigenen 20. Geburtstag beschäftigt. Steffen Gürlebeck ließ dazu wissen, dass es dann unter anderem darum gehen wird, sich an die Größen aus der Szene zu erinnern.

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