Zum 35. Mal Oldtimer-Treffen mit Teilemarkt in Asendorf

Rollende Träume geben sich ein Stelldichein

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Sind noch mit dem Original-Lack auf ihrem DKW unterwegs: Luzia und Günter Eggers aus Kirchweyhe.

Asendorf - Von Regine Suling. „Das war immer mein Traum“, erzählte Günter Eggers und blickte zufrieden auf seinen DKW, Baujahr 1962. „Da ist immer noch der erste Lack drauf“, berichtete der Kirchweyher, der gestern zusammen mit seiner Frau Luzia nach Asendorf kam. Zum 35. Mal luden die Aktiven des Automuseums Asendorf zum Oldtimer-Treffen ein. Fast schon ein kleines Jubiläum also, das bei bestem Wetter Oldies aus dem ganzen Norden anlockte.

So wie Herbert Goldenstein und seine Frau Traute. „So ein Auto wie dieses war 1957 das erste Auto meines Mannes“, erzählte Traute Goldenstein, die es sich auf dem Beifahrersitz des feuerrot lackierten Fiat Topolino mit Sonnendach bequem gemacht hatte. Eigens aus Dollern bei Stade hatte sich das Paar auf den Weg nach Asendorf gemacht. Rund zweieinhalb Stunden hatte die Fahrt gedauert. Mit rund 60 bis 70 Stundenkilometern haben die Goldensteins sich ihrem Zielort genähert, die Verpflegung hatten sie hinten im Auto deponiert. „Früher sind wir auch zu viert mit einem Fiat Topolino unterwegs gewesen“, sagte Traute Goldenstein über das Auto mit den Notsitzen, das eigentlich nur zwei Personen eine angenehme Reise ermöglicht. Sich einen Wagen zu kaufen, wie den, den sie als junge Erwachsene gefahren sind: Diesen Traum haben sich nicht nur die Goldensteins im gesetzteren Alter erfüllt. So wie ihnen ging es vielen der Gäste des Oldtimer-Treffens, das im Laufe des Tages rund 600 bis 700 Oldtimer erwartete. „Um kurz nach elf war der Platz schon voll“, sagte Bärbel Rädisch vom Automuseum Asendorf. Auf den benachbarten Parkplatz wichen deshalb einige Oldtimer aus, um ihre Fahrzeuge zu zeigen. Fachsimpeln, auf dem Teilemarkt stöbern, mit anderen Oldie-Freunden ins Gespräch kommen und den staunenden Augen der Besucher die blitzblank polierten Autos zu präsentieren: Ein Anspruch, den alle Teilnehmer gemein hatten. Auch die Wiederholungstäter Günter Eggers und seine Frau mit ihrem DKW und Waltraud und Karl-Heinz Haferkamp mit ihrem Opel Olympia, die in der Sommersaison meistens gemeinsam unterwegs sind. Bei selbst gebackenem Butterkuchen ließen sie sich auf Campingstühlen zwischen ihren Autos nieder und beantworteten gerne Fragen zu den rollenden Seltenheiten. „Den Opel Olympia haben wir uns 1992 gekauft, das war unser Weihnachtsgeschenk“, freute sich Waltraud Haferkamp. „Wir waren aber auch schon vorher Oldtimerfreunde.“ Dann kreuzte der Opel Olympia, Baujahr 1951, ihren Weg – „wir haben ihn so gekauft wie er ist und nur ein paar Kleinigkeiten daran gemacht“, sagte Waltraud Haferkamp. Zwischen 2000 und 3000 Kilometer fahren Haferkamps und Eggers' pro Jahr, wenn sie an den Wochenende mit ihren Oldtimern unterwegs sind. „Unsere weiteste Tour führt bis zum Steinhuder Meer.“ Auf dem Weg nach Asendorf waren Haferkamps am Morgen in eine Polizeikontrolle geraten. Die Ordnungshüter kontrollierten die Erichshofer und freuten sich: „Sie haben aber ein schönes Auto.“ Ein Auto, das 64 Jahre unter der Haube hat, begegnet schließlich auch der Polizei nicht alle Tage.

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