Coronafälle an der Oberschule Bruchhausen-Vilsen

OBS und Gymnasium behalten Hygienekonzepte bei / Präsenzunterricht ist nicht verpflichtend

Die Pausenbereiche der Schülergruppen auf dem Gelände sind mit neongelben Schildchen gekennzeichnet. Der Präsenzunterricht an der OBS und am Gymnasium Bruchhausen-Vilsen ist trotz der sechs bestätigten Coronafälle in der Samtgemeinde weiterhin möglich. 
Foto: Jannick Ripking
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Die Pausenbereiche der Schülergruppen auf dem Gelände sind mit neongelben Schildchen gekennzeichnet. Der Präsenzunterricht an der OBS und am Gymnasium Bruchhausen-Vilsen ist trotz der sechs bestätigten Coronafälle in der Samtgemeinde weiterhin möglich. Foto: Jannick Ripking
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Br.-Vilsen – Acht Neuinfektionen auf einen Schlag. Das hat die Samtgemeinde Bruchhausen-Vilsen zu beklagen. Ein Familienvater, seine Ehefrau und sechs Kinder sind positiv auf das Coronavirus getestet worden. Zwei davon nahmen am Präsenzunterricht der Oberschule (OBS) Bruchhausen-Vilsen teil. Das Gesundheitsamt bewertet die Übertragung der Krankheit an der Schule als „unwahrscheinlich“ (wir berichteten). Natascha Rogge, Schulleterin der OBS, macht das am „guten Coronakonzept der OBS fest und sieht die Schule gewappnet für die neue Situation.

„Unser Hygienekonzept funktioniert“, sagt Rogge auf Nachfrage der Kreiszeitung. Die Klassen seien in je zwei Gruppen von zehn bis zwölf Schülern eingeteilt. Wöchentlich wechseln sie sich im Präsenzunterricht ab. Während eine Gruppe also in der Schule ist, befinde sich die andere im Unterricht zu Hause. Es ist also immer nur ungefähr die Hälfte der etwa 450-köpfigen Schülerschaft im Gebäude. Darüber hinaus seien die Gruppen strikt voneinander getrennt. „Jede Gruppe ist eine feste und wird nicht durchmischt“, erklärt die Schulleiterin. Die Schüler würden von Ankunft bis zur Abfahrt vom Kollegium betreut werden. „Das ist auch für die Lehrer ein intensiver, aber notwendiger Aufwand“, sagt Rogge.

Hygienekonzepte funktionieren

Um die Kontakte weiter zu minimieren und zu entzerren, seien die Jahrgänge sieben bis neun von der ersten bis zur vierten Stunde in der Schule, die Klassen fünf und sechs von der dritten bis zur sechsten. In den öffentlichen Bereichen der Schule, wie den Fluren und dem Verwaltungstrakt, müsse darüber hinaus ein Mund-Nase-Schutz getragen werden. An den getrennten Ein- und Ausgängen sei Desinfektionsmittel platziert und immer eine Aufsichtsperson anwesend. Auch in den Pausen gebe es für jede Schülergruppe einen festen Bereich, der nicht verlassen werden dürfe.

Für die Kinder und Jugendlichen spricht die Schulleiterin ein Lob aus: „Die Schüler setzen unser Konzept sehr vorbildlich um.“ Sie merkt aber an, dass die OBS keinen Einfluss auf die Verbreitung des Virus in privaten Kreisen nehmen könne. „Wie die Abstandsregeln in der Freizeit umgesetzt werden, das weiß ich nicht.“

Auch Gymnasium hält am Hygieneplan fest

Auch das Kollegium des Gymnasiums, das zum Schulzentrum Bruchhausen-Vilsen dazugehört, plant vorerst keine Änderung ihres Hygienekonzepts. „Wir sind der Überzeugung, dass unser Hygieneplan gut ist“, sagt Jenny Döhl, Koordinatorin der Sekundarstufe 1 und Teil des Hygieneteams. Auch die Klassen des Gymnasiums seien aufgeteilt. Der Präsenzunterricht wechsele aber nicht wie bei der OBS wochenweise, sondern täglich. Auch dort gehe immer nur die Hälfte der etwa 700 Schülerinnen und Schüler zum Präsenzunterricht. Die Pausen seien gestaffelt, sodass maximal 80 Personen gleichzeitig auf dem Schulgelände seien. Auf Abstände werde jederzeit geachtet.

Es sei zunächst wichtig, die Entwicklung der nächsten Tage in Bezug auf die coronaerkrankten Schüler an der OBS abzuwarten, bevor Maßnahmen ergriffen werden. „Uns ist eine offene und transparente Kommunikation wichtig“, erklärt Döhl. Deswegen stehe das Gymnasium in engem Austausch mit der OBS und den zuständigen Behörden, um bei neuen Erkenntnissen schnell reagieren zu können.

Stetiger Kontakt zu den zustädnigen Behörden

Auch die OBS habe derzeit stetigen Kontakt zum Gesundheitsamt, um strengere Maßgaben so früh wie möglich umzusetzen, sofern sie denn notwendig werden. „Das Gesundheitsamt entscheidet“, sagt Natascha Rogge. „Ich hoffe zwar, dass es keine weiteren Maßnahmen für uns gibt, aber wenn, dann gehen wir da natürlich mit.“

Die Kinder seien froh, wieder in die Schule zu dürfen, erklärt Rogge. „Ich bin ein positiver Mensch und hoffe fest, dass wir das Schuljahr gut beenden können.“ Sie betont, dass der Präsenzunterricht an der Schule nicht verpflichtend, aber weiterhin möglich ist.

Nachdem die bestätigten Fälle an der Schule öffentlich geworden waren, seien einige Eltern auf die Schule zugekommen, um genauere Infos zum Unterricht während der Corona-Krise zu erhalten. „Ich denke, dass wir auch diese Situation meistern werden“, sagt die Schulleiterin voller Zuversicht.

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