Nur das Beste

„Oberkrainer aus Begunje“ begeistern mit Blasmusik vom Feinsten

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Alexsandra Krizan und Miran Merzdovnik haben wohlklingende Stimmen.

Scholen - Von Dieter Niederheide. Wer die „Oberkrainer aus Begunje“ am Freitag, Samstag oder gestern in der „Stadthalle von Scholen“ (so nannte der Moderator das Gasthaus Ehlers) erlebt hat, der weiß, dass ihr Name Programm ist. Ihre Musik kommt – ebenso wie das Ensemble selbst – tatsächlich aus dem slowenischen Ort Begunje. Und das ist allemal erwähnenswert, zeigt es doch, dass die Musiker echte Oberkrainer sind.

In erster Linie spielt die Gruppe die temperamentvollen und manchmal einschmeichelnden Lieder und Melodien des vor zwei Jahren verstorbenen Komponisten Slavko Avsenik, der ebenfalls aus eben jenem Ort stammt. Er ist der Begründer des außergewöhnlichen oberkrainischen Musikstils, der Oberkrainer Musik. Diese Blasmusik trat in den 1960er-Jahren ihren Weg in die Welt an.

Lieder aus der Heimat

Obwohl die „Oberkrainer“ von Begunje nach Scholen (Moderator Hubi: „Ein wunderschöner Ort, aber so schwer zu finden“) rund zwölf Stunden unterwegs gewesen waren, waren sie beim Auftakt des dreitägigen „Oberkrainerfests“ am Freitagabend gleich voll dabei. Das Duo Alexsandra Krizan und Miran Merzdovnik sang mit wohlklingenden Stimmen Lieder aus der Heimat – immer fein im Einklang mit dem Ensemble um den musikalischen Leiter und Trompeter Niki Legat.

„Zu jedem Feste wünschen wir das Beste“ trugen die „Oberkrainer“ einleitend vor und hielten bis zum Sonntag musikalisch und gesanglich Wort: Sie gaben ihr Bestes. Sie machten das von Wirt Hermann Heimbucher organisierte Fest zu einem klangvollen Erlebnis.

Das „Oberkrainerfest“ bescherte dem Gasthaus Ehlers ein volles Haus.

Einfach spitze war zum Beispiel Niki Legat, der das „Trompetenecho“ von Slavko Avsenik einfühlsam und klangstark zu Gehör brachte. Ein feines Solo, mit dem sich die „Oberkrainer“ auch verabschiedeten.

Gruppe feiert ihr zehnjähriges Bestehen

Man hörte, dass die Musiker aus Begunje, der Wiege der Oberkrainer Musik, kommen. Man glaubte ihnen bei „Es ist so schön, ein Musikant zu sein“ (ebenfalls von Slavko Avsenik) sofort, dass es ihnen Freude bereitet zu musizieren.

In diesem Jahr besteht die Gruppe zehn Jahre. Vielen der Besucher in Scholen war sie noch von ihrem Auftritt im Gasthaus Ehlers im Vorjahr bestens bekannt.

Harmonisch war das Zusammenspiel zwischen den Klarinetten, Akkordeon, Bariton, Bass, Gitarre und Trompete, stimmungsvoll dazu der Gesang. Aus dem Herzen kam der Gruß an die Heimat, die heimliche slowenische Nationalhymne, „Slowenia mein Heimatland“.

Ihr Gesang und ihre Musik waren voller Intensität, schwungvoll nahmen die „Oberkrainer aus Begunje“ ihre Gäste mit. Slowenische Volksweisen waren ebenfalls Bestandteil des ausgewogenen Programms.

Lederhosen in Scholen entdeckt

Für Lacher im Publikum sorgte mal charmant, mal deftig Moderator Hubi, an diesem Wochenende sozusagen der Gaststar. Er hatte einst auch mit dem legendären Slavko Avsenik zusammengearbeitet.

Wirt Hermann Heimbucher, selbst Vollblutmusiker und Leiter der „Wesertaler Musikanten“, hieß die Besucher willkommen. Ihm war anzumerken, wie sehr er sich auf das dreitägige Fest gefreut hatte. Kontakt zu Niki Legat hat er schon vor längerer Zeit geknüpft.

Passend schließlich auch das Angebot an bayrischen Speisen. Hier und da waren an den Festtagen sogar Männer in Lederhosen zu sehen.

Bis gestern, kurz vor ihrer Heimreise, ließen die „Oberkrainer aus Begunje“ Blasmusik vom Feinsten hören. Wie Hermann Heimbucher verriet, wird es auch im nächsten Jahr wieder ein Gastspiel der Gruppe in Scholen geben. Vorher, im Oktober, wollen Heimbucher und seine „Wesertaler Musikanten“ bei den „Scholer Wiesn“ wieder Gas geben. Auf beide Veranstaltungen darf man sich jetzt schon freuen.

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