Sechs Junggesellen messen sich im Musikladen-Zelt / Höchstes Gebot liegt bei 40 Euro

Nilpferd im Tutu am begehrtesten

Nicht immer ganz freiwillig gaben die Damen ihr Gebot ab. - Fotos: Jantje Ehlers

Br.-VIlsen - Das höchste Gebot bekam ein Nilpferd im Tutu. In dem Kostüm steckte Junggeselle Stanley, der gestern von einem der kreischenden Mädels im Musikladen-Zelt ersteigert wurde. 40 Euro legte es für den Junggesellen, der tatsächlich seinen Junggesellenabschied feierte, hin. Und verbrachte dann einige Stunden mit ihm auf dem Brokser Heiratsmarkt.

Gemeinsam mit weiteren fünf Männern, die anderen standen ohne Verkleidung auf der Bühne im Zelt, maß Stanley sich am Vormittag bei der Junggesellenversteigerung. Die Sechs bewältigten mehrere Aufgaben. Die Moderatoren Bernhard Helmke, Wirt des Musikladen-Zelts, sowie DJ Hendrik Treuse heizten dabei der Menge ein.

Bei einem Spiel hielten die Männer ein Papierschild hoch, auf dessen Vorderseite ein Begriff notiert war, beispielsweise „Brille“. Diesen konnte lediglich das Publikum sehen. „Jetzt heben alle die Hand, auf die das zutrifft“, erklärte Treuse die Spielregeln. Anhand der Meldungen rieten die Junggesellen dann, um welchen Begriff es sich handeln könnte.

Bevor es ans Bieten ging, gab es ein Bierkisten-Rennen durch das Zelt. Es galt, ausgestattet mit zwei leeren Bierkisten, ohne den Boden zu berühren, eine gewisse Strecke zurücklegen. Dabei stand der Kandidat auf einer Kiste und setzte die andere immer ein Stück weiter nach vorne, um dann auf diese zu steigen. Wer am schnellsten den Weg zurücklegte, bekam das erste Bier – nicht das erste an diesem Vormittag. Aber auch die Nachzügler gingen nicht leer aus.

Mit den Worten „So Mädels, ihr kennt jetzt die Behinderungen“ läutete der DJ schließlich die Versteigerung selbst ein.

Ob nun tätowiert, mit viel oder wenig Haar, blond oder braun – letztlich fanden alle Junggesellen eine Abnehmerin. Das jedoch nicht immer ganz freiwillig. Ein Zucken mit der Schulter, ein kurzes Kratzen am Hinterkopf oder ein Winken in eine andere Ecke des Festzelts – die Moderatoren deuteten alle Zeichen als Gebot. Zwischen fünf und 40 Euro zahlten die Frauen für einen Junggesellen.

Danach hieß es für die Paare, Aufgaben zu erfüllen. Rund zwei Stunden Zeit blieben ihnen, um beispielsweise eine Rose zu schießen oder eine Spaßtrauung mitzumachen. Als Belohnung winkte den Paaren auf Zeit ein Preisgeld.  J vik

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