Grünen-Antrag abgelehnt

Niemannsbruch bleibt im Flurbereinigungsverfahren

Die Straße Niemannsbruch soll aus der Flurbereinigung verschwinden, wenn es nach der Grünen-Fraktion im Asendorfer Rat geht.  
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Die Straße Niemannsbruch soll aus der Flurbereinigung verschwinden, wenn es nach der Grünen-Fraktion im Asendorfer Rat geht. Foto: Jannick Ripking
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Asendorf – Die Straße Niemannsbruch bleibt im Flurbereinigungsverfahren der zuständigen Flurbereinigungsbehörde enthalten. Den Antrag der Grünen-Fraktion, die Straße aus dem Programm zu entfernen, lehnte der Rat der Gemeinde Asendorf ab. Zuvor hatte es eine fast einstündige Diskussion im Landhotel Steimke über den Antrag gegeben, bei der auch die zehn anwesenden Einwohner zu Wort gekommen waren.

Hermes Lemke (Grüne) erklärte: „Der Niemannsbruch hat eine besondere Bedeutung für die Naherholung in Asendorf, diese muss erhalten bleiben.“ Darüber hinaus befürchtete er, dass der Weg von einem Landwirt aufgekauft und entfernt wird, um aus zwei kleineren Ackerflächen links und rechts neben dem Niemannsbruch eine große zu machen. „Als Gemeinde sollten wir den Weg nicht verkaufen“, sagte er, „um eine Agrarwüste zu verhindern.“

Jens Grimpe (SPD) warf ein: „Ich finde, die Verknüpfung ist unglücklich.“ Die Straße nicht zu verkaufen, das sei eine Option. Er sei aber dagegen, sie aus der Flurbereinigung herauszunehmen. Wilken Meyer (CDU) ergänzte: „Wir dürfen die Gestaltungshoheit der Flurbereinigung nicht aus den Händen geben.“ Nur so blieben der Gemeinde Gestaltungsmöglichkeiten des Weges. Zumal weder der Verkauf noch eine Verlegung des Weges zum derzeitigen Stand beschlossene Sache seien.

Joachim Dornbusch (Grüne) beschrieb den Weg als einen schönen Teil von Asendorf. „Als Rat müssen wir vorausschauen und den Weg erhalten.“ Hermes Lemke betonte ebenso die Artenvielfalt an Tieren und Planzen, die verloren gehen würde, wenn die Ackerflächen um den Niemannsbruch vergrößert werden würden, weswegen eine Herausnahme aus dem Flurbereinigungsverfahren für ihn die sicherste Alternative darstelle.

Eyck Steimke (CDU) sah ein ganz anderes Problem: „Wenn wir den Niemannsbruch ausschließen, dann werden immer wieder Wege diskutiert, die auch ausgeschlossen werden sollen.“ Ihm sei lediglich wichtig, dass der Rundweg zur Naherholung bestehen bleibt. Wo der Weg letztlich entlangführe, sei für ihn nicht so wichtig.

Die insgesamt zehn Einwohner – was die maximale Auslastung an Zuhörern bedeutete – äußerten wie die Grünen-Fraktion Bedenken, sollte der Niemannsbruch wegfallen. Wolfgang Stelter meinte: „Ich sehe keinen entscheidenden Mehrwert, wenn die zwei Ackerflächen zusammengelegt werden.“ Dabei verwies er auf den ökologischen Nutzen, den eine Flurbereinigung mit sich bringen soll. „Es tut niemandem weh, wenn der Weg dort bleibt, wo er ist.“

Thomas Fuhrmann, wohnhaft am Niemannsbruch, sagte: „Der Weg wird auch von der Müllabfuhr genutzt. Wir brauchen den Weg.“ Er trat mit einer Bitte an den Rat heran: „Diejenigen, die da wohnen, wissen wie der Weg genutzt wird. Die Gemeinde hat das zu prüfen. Ich hoffe, dass die Anwohner gehört werden, sollte das Verfahren losgehen.“  jr

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