Neues Tragkraftspritzenfahrzeug übergeben / Reinhold Nienaber ausgezeichnet

Süstedter Feuerwehr bekommt knallrotes „Baby“

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Ortsbrandmeister Rolf Schweers (rechts) und Gemeindebrandmeister Michael Ullmann (Zweiter von rechts) gratulierten dem Geehrten Reinhold Nienaber.

Süstedt - Von Dieter Niederheide. Das neue „Baby“ der Ortsfeuerwehr Süstedt heißt Tragkraftspritzenfahrzeug (TSF), es ist knallrot, 163 PS stark und wiegt um die fünf Tonnen. Gestern Vormittag übergab Samtgemeindebürgermeister Bernd Bormann den Wagen an die Ortsfeuerwehr. Zahlreiche Bürger waren bei der Veranstaltung am Gerätehaus anwesend.

Bormann verglich in seiner Ansprache die Zeit bis zur Beschaffung des Fahrzeugs mit einer Schwangerschaft. Jetzt sei man froh, dass der neue „Erdenbürger“ angekommen sei. Bei der Diskussion um den Kauf des neuen Fahrzeugs habe die Ortsfeuerwehr einen maßvollen Blick gehabt. Das Tragkraftspritzenfahrzeug mit dem Mercedesstern kostete 75000 Euro.

Besonders stolz zeigte sich Gerätewart Jens Clausen, der allen Interessierten gerne die Technik des TSF erklärte. Es ist unter anderem mit einer Hochdrucklöschanlage, einem 100-Liter-Wassertank und einem Kanister mit Schaummittel ausgestattet. Neu ist für die Einsatzkräfte, dass sie fortan mit einem anderen Wagen zum Einsatzort fahren als das Material. Im Gegensatz zum bisherigen Süstedter TSF, das immerhin 31 Jahre lang im Einsatz war, bietet das neue Fahrzeug laut Clausen die modernste Technik.

Im Beisein von Hartmut Specht, stellvertretender Kreisbrandmeister und Abschnittsleiter Nord, sowie von Süstedts Bürgermeister Reinhard Thöle überreichte Bernd Bormann symbolisch einen großen roten Fahrzeugschlüssel an Gemeindebrandmeister Michael Ullmann. Der wiederum reichte diesen an Ortsbrandmeister Rolf Schweers weiter, und als letzter bekam Gerätewart Clausen den Schlüssel.

Gemeindebrandmeister Ullmann dankte Rat und Verwaltung für den neuen Wagen. Und Rolf Schweers versicherte: „Wir sind mächtig stolz auf unser neues Baby.“ Seine Anerkennung galt nicht zuletzt dem Hersteller Mercedes, vertreten durch Marc Tönjes und Heinz Meyer. Das Fahrzeug entspreche vollkommen den Vorstellungen der Ortsfeuerwehr, sagte Schweers. In Anlehnung an die Worte des Samtgemeindebürgermeisters betonte er: „Diese Schwangerschaft hatte nur schöne Seiten.“

Hartmut Specht ging in seinem Grußwort auf die erhöhte Sicherheit ein, die das neue Fahrzeug für die Einsatzkräfte bedeute.

Übrigens: Das alte Tragkraftspritzenfahrzeug ist nach Angaben von Rathaus-Mitarbeiter Ralf Rohlfing in Berlin gelandet. Bei einer Versteigerung im Internet habe ein Berliner Oldtimer-Sammler es erworben und am Bauhof in Bruchhausen-Vilsen abgeholt.

Auch eine Ehrung stand gestern auf dem Programm: Hartmut Specht zeichnete Reinhold Nienaber mit dem Niedersächsischen Ehrenzeichen für Verdienste im Feuerwehrwesen für 40-jährige Mitgliedschaft aus. Der 1. Hauptfeuerwehrmann begann seine Laufbahn im Januar 1975 in der Ortsfeuerwehr Jardinghausen und kam 1991 nach Süstedt, er war in der Vergangenheit unter anderem Gruppenführer der Kreiswettkampfgruppe sowie von 1992 bis 2013 Sicherheitsbeauftragter. Nach wie vor ist er in der Alterswettkampfgruppe aktiv.

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