Bis zu 1 700 Einsätze im Jahr

Neuer Rettungswagen an der B6: „Kleine Intensivstation für die Erstversorgung“

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Bei strahlendem Sonnenschein übergaben Fachdienstleiter Klaus Speckmann (links) und Landrat Cord Bockhop (Mitte) dem Leiter der Rettungswache Bruchhausen-Vilsen, Dirk Seifert, das neue Rettungsfahrzeug.

Br.-Vilsen - Von Heiner Büntemeyer. Die Rettungswache an der Bundesstraße 6 in Bruchhausen-Vilsen besteht zwar erst seit dem 1. Juli 2011, doch Anfang dieses Monats übergaben Klaus Speckmann, Fachbereichsleiter Sicherheit und Ordnung beim Landkreis Diepholz, und Landrat Cord Bockhop der Einrichtung bereits zum dritten Mal ein brandneues Rettungsfahrzeug.

Der Leiter der Rettungswache, Dirk Seifert, freute sich bei der Übergabe darüber, dass die Ausstattung des Wagens genau den Wünschen der Mitarbeiter entspricht. Den Bedarf hätten sie bei ihrer täglichen Arbeit ermittelt und sachlich und fachlich gegenüber dem Landkreis begründet. Seiferts Dank würden sie gerne an Verwaltung und Kreistag weitergeben, sagten Bockhop und Speckmann. „Wenn den Bürgern schneller, sicherer und besser geholfen werden kann, wird im Kreistag wirklich nicht um den letzten Euro gefeilscht“, erklärte Bockhop.

Es handelt sich bei dem neuen Fahrzeug um eine Ersatzbeschaffung, wobei der zu ersetzende Rettungswagen keineswegs ausgemustert wird. Er ist künftig an der Feuerwehrtechnischen Zentrale in Barrien stationiert und steht als vollwertiges Ersatzfahrzeug zur Verfügung.

Die kurze Lebensdauer der Rettungsfahrzeuge in Bruchhausen-Vilsen liegt nach Aussage von Seifert an der hohen Beanspruchung und Laufleistung. Rund um die Uhr steht ein Wagen an der Wache bereit, jährlich ist er bis zu 1700 Mal im Einsatz und legt dabei wegen der relativ langen Anfahrtswege zu den umliegenden Krankenhäusern rund 90.000 Kilometer zurück.

Rucksäcke anstatt Rollkoffer

Zur Ausstattung des neuen Fahrzeugs gehören neben der obligatorischen Patiententrage zahlreiche hochwertige und leistungsstarke Geräte. Dazu zählen neben einem Defibrillator mit diversen Zusatzfunktionen und einem Beatmungsgerät auch mehrere mit medizinischem Material und Geräten ausgestattete Rucksäcke. Diese Rucksäcke ersetzen die bisherigen Rollkoffer, weil sie leichter zu transportieren sind und den Rettungskräften freie Hände lassen. „Das Fahrzeug ist eine kleine Intensivstation für die Erstversorgung“, unterstrich Dirk Seifert.

Darüber hinaus verfügt der Wagen über eine hervorragende Funk- und Kommunikationstechnik. Alle wichtigen Einsatzdaten werden von der Rettungsleitstelle direkt in die Bordsysteme eingespeist, sodass bei der Suche nach der Einsatzstelle keine Zeit verloren geht.

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