Neue Grenzen stehen fest

Flurbereinigung Ochtmannien-Weseloh: Arbeiten für Besitzeinweisung beginnen

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Joachim Meyberg und Peter Hische (beide Katasteramt Syke), Thomas Baalmann (ArL in Sulingen) sowie Ehler Meierhans (Vorstandsvorsitzender der Teilnehmergemeinschaft, von links) freuen sich über die Fortschritte im Flurbereinigungsverfahren Ochtmannien-Weseloh.

Ochtmannien/Weseloh - Im Flurbereinigungsverfahren Ochtmannien-Weseloh stehen die nächsten Schritte an: Damit zum 1. Oktober die sogenannte vorläufige Besitzeinweisung erfolgen kann, werden jetzt die neuen Grundstücksgrenzen abgesteckt. Das Katasteramt Syke, das zur Regionaldirektion Sulingen-Verden des Landesamts für Geoinformation und Landesvermessung Niedersachsen (LGLN) gehört, beginnt in diesen Tagen mit den Arbeiten vor Ort.

Verantwortlich für die Flurbereinigung ist das Amt für regionale Landesentwicklung (ArL) Leine-Weser mit Sitz in Sulingen. Diese Behörde hat die Verhandlungen mit den Grundeigentümern geführt und will allen betroffenen Teilnehmern in Kürze detaillierte Unterlagen zur vorläufigen Besitzeinweisung zukommen lassen. „Jeder Teilnehmer erhält unter anderem den Nachweis über seine alten und neuen Flächen und die Anspruchsberechnung“, sagt ArL-Mitarbeiter Thomas Baalmann. „Die Neuordnung erfolgte auf der Grundlage von Planwunschverhandlungen und weiterführenden Gesprächen, wobei eine wertgleiche Landabfindung oberstes Gebot war.“

Im Bereich des Flurbereinigungsverfahrens Ochtmannien-Weseloh werden die Grenzpunkte der veränderten Flächen nun mit Holzpflöcken gekennzeichnet. Die Pflöcke enthalten die Ordnungsnummern der Neubesitzer. Das ArL bittet alle Bürger, die Bolzen nicht zu beschädigen, zu entfernen oder zu verändern.

Bei ihren örtlichen Arbeiten müssen Mitarbeiter des Katasteramts Grundstücke und Hofräume betreten. Die Messtrupps sind nach eigenen Angaben bemüht, Beeinträchtigungen und Flurschäden zu vermeiden, bitten bei unvermeidlichen Störungen jedoch um Verständnis.

Das sogenannte Vereinfachte Flurbereinigungsverfahren Ochtmannien-Weseloh wurde im Jahr 2013 eingeleitet und umfasst circa 1 600 Hektar. „Für die Landwirtschaft konnten umfangreiche Verbesserungen durch Flächenzusammenlegungen sowie Optimierung der Grundstückszuschnitte und der Erschließung erzielt werden“, sagt Baalmann. „Des Weiteren schafft die Besitzeinweisung die Voraussetzungen für eine Vielzahl von landschaftspflegerischen Vorhaben. So konnten zum Beispiel die Flächen für rund sechs Kilometer Baumreihen, zwei Kilometer Gehölz- und Blühstreifen, vier Kilometer Gewässerrandstreifen und sechs Feldgehölze bereitgestellt werden.“

Als besonderes Highlight des Verfahrens bezeichnet Baalmann die Ausweisung einer Fläche für ein großes Schlatt in Ochtmannien und die Flächenbereitstellung für eine große Biotopvernetzungsmaßnahme am Retzer Bach nördlich der Sulinger Straße auf circa 2,5 Hektar. Einen Großteil der landschaftpflegerischen Maßnahmen werde die Teilnehmergemeinschaft bereits in diesem Herbst umsetzen.

Im August sollen zudem die Arbeiten im Rahmen des diesjährigen Wegebauprogramms beginnen. „Hierbei werden noch mal Wirtschaftswege in einer Gesamtlänge von rund acht Kilometern ausgebaut“, erklärt Baalmann.

Er ist bei Fragen erreichbar unter Telefon 04271/801162 oder E-Mail thomas.baalmann@arl-lw.niedersachsen.de. 

mah

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