Teilnehmergemeinschaft wählt Vorstand / Joachim Masemann sitzt diesem vor

Nächster Schritt für Flurbereinigung Hustedt

Sie bilden den Vorstand der Teilnehmergemeinschaft (von links): Dirk Bröer, Joachim Masemann, Hermann Meyer-Schierenbeck, Rennig Söffker, Hilmer Grieme und Jürgen Lemke. Foto: Vivian Krause
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Sie bilden den Vorstand der Teilnehmergemeinschaft (von links): Dirk Bröer, Joachim Masemann, Hermann Meyer-Schierenbeck, Rennig Söffker, Hilmer Grieme und Jürgen Lemke.

Hustedt – Der Vorstand der Teilnehmergemeinschaft des Flurbereinigungsverfahrens Hustedt ist am Donnerstagabend im Dorfgemeinschaftshaus Hustedt gewählt worden. Das Gremium besteht aus drei Mitgliedern sowie drei Stellvertretern – darunter jeweils zwei Personen aus Hustedt sowie je eine Person aus dem übrigen Bereich. Zum Hintergrund: Das Flurbereinigungsverfahren Hustedt umfasst eine Fläche von insgesamt rund 750 Hektar. Davon liegen 460 Hektar im Bereich Hustedt, 240 Hektar in Martfeld sowie 50 Hektar in Eitzendorf, erläuterte Heinrich Dammeier, Projektleiter bei der Flurbereinigunsbehörde, dem Amt für regionale Landesentwicklung (ArL) Leine Weser, Geschäftsstelle Sulingen. Insgesamt gibt es in dem Verfahren 175 Teilnehmer.

Dem Vorstand gehören an Joachim Masemann, Jürgen Lemke und Rennig Söffker. Zu Stellvertretern wählten die anwesenden Flächeneigentümer Dirk Bröer, Hilmer Grieme und Hermann Meyer-Schierenbeck. Der Vorstand bestimmte Joachim Masemann als Vorsitzenden und Rennig Söffker als Stellvertreter.

Mit der Wahl des Vorstands ist die Teilnehmergemeinschaft nun handlungsfähig. Der Vorstand führt in erster Linie die Geldgeschäfte der Teilnehmergemeinschaft. Er wirkt mit bei der Wertermittlung – verantwortlich dafür ist die Flurbereinigungsbehörde –, bei der Aufstellung des Maßnahmenplans sowie bei der Festlegung des jährlichen Ausbauprogramms. Zudem beruft er Teilnehmerversammlungen ein. „Er wirkt nicht mit bei der Verhandlung über Landabfindungen des einzelnen Teilnehmers“, verdeutlichte Heinrich Dammeier. „Immer, wenn es um Flächen und Eigentum geht, hat der Vorstand da nichts mit zu tun.“

Von der Einleitung bis zu Wahl

Das Flurbereinigungsverfahren ist im Frühjahr 2019 zur Einleitung freigegeben worden. Das ArL fasste am 20. Juni einen Beschluss und ordnete damit die Flurbereinigung Hustedt an. Dieser sei – wie vom Gesetz vorgesehen – öffentlich bekannt gemacht worden im Amtsblatt der Landkreise Diepholz und Verden sowie in der Kreiszeitung. Mit dem Beschluss war gleichzeitig zur Teilnehmerversammlung im Dorfgemeinschafthaus geladen worden.

Nicht persönlich informiert worden zu sein, monierten zwei anwesende Flächeneigentümer aus Bremen. Das Minimum sei, in solch einer Sache, jeden Eigentümer anzuschreiben. „Wir haben so geladen, wie es gesetzlich gefordert ist. Durch öffentliche Bekanntmachung“, sagte Christian Schönfelder, Dezernatsleiter beim ArL. Das mache es der Behörde leicht, sei aber der sichere Weg. Die Flächeneigentümer hätten das ArL in einem Schreiben darum gebeten, sie zu informieren, bevor Maßnahmen in dem Verfahren ergriffen würden. Dies sei bewusst unterlassen worden. „Das ist hier nicht die Stelle, an der man das rügen kann“, sagte Schönfelder am Donnerstagabend. Über Inhaltliches könne gesprochen werden. Zu dem erlassenen Beschluss gebe es laut dem Dezernatsleiter Widersprüche. Diese würden selbstverständlich abgearbeitet werden.

Die nächsten Schritte und die Kosten

Mit der Vorstandswahl ist nun die Einleitungsphase des Flurbereinigungsverfahrens beendet. Nun gehe es zunächst darum, den Maßnahmenplan zu konkretisieren, erläuterte Heinrich Dammeier. Teil dieser Maßnahmen seien vorrangig Wege. Die aktuelle Planung hatte ein Arbeitskreis in den vergangenen eineinhalb Jahren in mehreren Sitzungen ausgearbeitet. Einsehbar sind Protokolle dieser Sitzungen und ein Maßnahmenkonzept auf der Webseite der Gemeinde Martfeld.

Die entstehenden Kosten belaufen sind laut Christa Gluschak, Leiterin der Stabstelle für regionale Entwicklung, Förderprogramme und Tourismus bei der Verwaltung, insgesamt auf rund 1,8 Millionen Euro. Etwa 1,5 Millionen Euro seien für den Wegebau vorgesehen, die restliche Summe von rund 300 000 Euro für allgemeine Ausführungskosten wie Vermessungskosten. Die Kosten werden zu 75 Prozent vom Land Niedersachsen, dem Bund und der Europäischen Union getragen. Die restlichen 25 Prozent entfallen auf die Teilnehmer und die Gemeinde. Die Gemeinde Martfeld hat im September 2018 beschlossen, sich mit einem Prozentsatz von 14 Prozent zu beteiligen. Somit tragen 11 Prozent die Grundstückseigentümer. Diese müssen nach derzeitigem Stand 300 Euro pro Hektar zur Flurbereinigung beitragen. Das sagte Schönfelder am Donnerstagabend auf Nachfrage eines Flächeneigentümers. „Wenn wir etwas ändern wollen, laden wir öffentlich ein“, sagte er.

Weitere Infos sowie Protokolle unter:

www.martfeld.de

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