Zum Nachdenken und Amüsieren

Neue Ausstellung von Nadya Hauswald eröffnet

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Nadya Hauswald vor ihrem Bild „Que Sera 1“, das zurzeit in der Klostermühle Heiligenberg zu sehen ist.

Heiligenberg - Von Karin Neukirchen-Stratmann. Nadya Hauswald ist in der Klostermühle Heiligenberg keine Unbekannte. „Vor 15 Jahren hast du hier das erste Mal ausgestellt“, erinnerte sich der Vorsitzende des Kunstvereins Art-Projekt, Andreas Achberger, am Sonntagnachmittag bei der Vernissage von Hauswalds neuer Ausstellung „Que Sera“. Ein Blick ins Archiv zeigt, dass die erste Schau der Walsroderin in der Klostermühle sogar noch etwas länger zurückliegt: 2001 war es. Einige weitere folgten.

Damals wie heute präsentiert die in Moskau geborene Künstlerin farbintensive, leuchtende Großformate in Öl oder Acryl, aber auch kleinformatige Aquarelle.

Bei sanften Saxofonklängen von Roman Rösner hatten die fast 50 Besucher der Ausstellungseröffnung viel Gelegenheit, die gezeigten Bilder in Ruhe zu betrachten. Die Künstlerin stand dabei für Gespräche zur Verfügung.

Zum Inhalt sprach Gert Schröder vom Art-Projekt-Verein, der die Ausstellung organisiert hatte, einige einleitende Worte. „,Que Sera‘, so lautet der Titel, und viele hier Anwesende kennen vielleicht das Lied von Doris Day noch“, sagte er. Nadya Hauswald habe vielleicht – wie die Sängerin in ihrem Song – als Mädchen einmal die Mutter gefragt, was aus ihr werden könnte. Schröder: „Das Bild ,Moskauer Mädchen‘ ist eine in Deutschland gemalte Erinnerung an Nadya Hauswalds Kindheit in Moskau. Dort könnte sie ihre Mutter befragt haben: ,Was wird aus mir? Werde ich eine schöne Frau? Werde ich glücklich?‘“

Bilder zum Schmunzeln 

„Que Sera“ – so hat Hauswald auch zwei Bilder in der Ausstellung genannt. „Eines zeigt eine Frau mit fragendem Blick“, erläuterte Schröder. Auf dem zweiten Bild sind eine Frau und eine männliche Figur im Hintergrund zu sehen. „,Könnte das vielleicht ein glücksbringender Schornsteinfeger sein oder ein Sinnbild einer Bedrohung?‘ – Fragen der Künstlerin an die Zukunft“, sagte Schröder.

Im Gastraum der Klostermühle hängen neun gerahmte Aquarelle, die fast Karikaturen gleichkommen. „Zum Schmunzeln sind nicht nur die Bilder, sondern auch die Titel“, meinte Schröder und erklärte beispielhaft: „,Keine Angst vor dem Bernhardiner‘ zeigt eine elegante Dame mit einem winzigen Schoßhündchen an der Leine.“ Mit den Aquarellen zeigt Nadya Hauswald, dass sie neben Kunst auch Modedesign studiert hat. Prächtige Roben, Anzüge und Hüte hat sie fantasievoll aufs Papier gezaubert.

Die Ausstellung „Que Sera“ in der Klostermühle Heiligenberg in Bruchhausen-Vilsen (Heiligenberg 2) ist bis zum 1. Mai täglich außer montags ab 11.30 Uhr zu sehen.

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