Die Band „Raoky“ begeistert das Publikum in der Nolteschen Scheune

Musiker erzeugen bei Gästen prickelnde Spannung

Die Mitglieder der Band „Raoky“ waren mit ganzem Herzen und voller Energie beim Konzert dabei und begeisterten so das Publikum. - Foto: Heide Wirtz-Naujoks

Süstedt - Von Heide Wirtz-Naujoks. Der Heimatverein Süster Kring veranstaltete jetzt im Rahmen der Scheunenkonzerte einen Abend mit der madagassischen Band „Raoky“. Die Zuschauer erlebten in der Nolteschen Scheune in Süstedt ein mitreißendes Folk-Pop-Konzert, das mit einem Mix aus westlichen und afrikanischen Rhythmen überraschte.

Der Bremer Sänger und Gitarrist Marvin Warnke lernte 2011 auf Madagaskar den Musiker Dada Bessa kennen. Die Leidenschaft und Musikalität des jungen Madagassen begeisterten den Bremer und fanden schließlich ihren Ausdruck in einer außergewöhnlichen musikalischen Kooperation. Die kulturellen Unterschiede wurden auf beiden Seiten als Inspiration für ihr ausgefallenes Repertoire genutzt. Seitdem musizieren sie gemeinsam und bilden zusammen mit dem Bassisten Arthur und dem Schlagzeuger Brunell die Band „Raoky“. Ins Deutsche übersetzt bedeutet der Name so viel wie „brüderlicher Freund“. Die musikalischen Freunde haben über die Grenzen vieler verschiedener Genres hinaus ihren eigenen musikalischen Stil gefunden, eine Kombination aus westlicher Popmusik und traditionellen madagassischen Rhythmen, die es in sich hat.

Frontmann Dada eröffnete den Abend mit einem Solo. Der Sänger erzeugte mit seiner facettenreichen Stimme eine prickelnde Spannung. Er begleitete sich selbst auf der akustischen Gitarre und stimmte das Publikum mit dem in seiner Muttersprache vorgetragenen Lied auf die musikalische Klangvielfalt seiner afrikanischen Heimat ein. Sein natürlicher Charme und sein einfühlsames Spiel zogen die Zuhörer in den Bann.

Eine tempogeladene Performance der Band schloss sich an und nahm das Publikum mit auf eine musikalische Reise nach Sainte Marie, das tropische Naturparadies an der madagassischen Ostküste. In der Musikszene ihrer Heimat ist die Band für ihr fantasievolles Spiel bereits bestens bekannt.

Die Inhalte der Lieder spiegeln das tägliche Leben, die Emotionen, Freude und auch Leid wider. Die beiden englischen Titel „Wherever you are“ und „Summer Love“ klingen geradezu hitverdächtig. Innerhalb einiger Stücke kam es hin und wieder zu unerwarteten Rhythmuswechseln, die von den Musikern zu einem imposanten Klangbild zusammengefügt wurden. Folk-Rock traff auf Reggae, Soul auf Jazz, von „Raoky“ mit großer Spielfreude und Leichtigkeit dargeboten. Der erst 19-jährige Drummer Brunell beeindruckte mit seinem rasanten Spiel, das die schnellen madagassischen Rhythmen erforderten. Mit ganzem Herzen und voller Energie dabei, das traf auf alle Bandmitglieder zu und ließ das Publikum begeistert mitgehen.

Nach zwei Zugaben belohnten die begeisterten Zuhörer den zweieinhalbstündigen Auftritt der vielversprechenden jungen Band mit tosendem Beifall.

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