Musik hat eigene Sprache

Maksim Ermackov begeistert mit russischer Musik in der „Scheune“

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Maksim Ermachkov begleitete Tatjana Heuermann mit Gesang und Gitarre. - Fotos:

Br.-Vilsen - Russische Klänge gab es am Freitagabend im Kulturcafé „Die Scheune“ in Bruchhausen-Vilsen zu hören. Kurzfristig konnte der aus St. Petersburg stammende Dichter und Liedermacher Maksim Ermachkov für ein Gastspiel gewonnen werden.

Ein deutsch-russischer Freundeskreis aus dem Ort war auf ihn aufmerksam geworden und bot ihm spontan Gelegenheit, sich einem breiteren Publikum zu präsentieren.

Die Organisatoren stellten für den Konzertabend ein abwechslungsreiches Programm zusammen, an dem noch zwei weitere Akteurinnen mitwirkten: Vanessa Delekat und Tatjana Heuermann. Die Moderation der Veranstaltung und die Übersetzung der Beiträge in russischer Sprache übernahm Galina Maier.

Die Schülerin Vanessa Delekat spielte zur Begrüßung eindrucksvoll auf dem Saxofon das beliebte russische Liebeslied „Katjuscha“. Genau die richtige Einstimmung für den Gitarristen Maksim Ermachkov, der die Zuhörer mit seiner Musik in eine andere Welt entführte.

Vanessa Delekat spielte zu Beginn auf dem Saxofon.

Der Künstler gab sich bei seinem Auftritt erfrischend natürlich. Mit rasanter Spielweise interpretierte er Lieder des sowjetischen Poeten und Sängers Wladimir Wyssozki (1938-1980). In den meist sozialkritischen Liedern werden die Gefühle seiner Landsleute zum Ausdruck gebracht. Die ernsten geschichtlichen Themen aus der ehemaligen Sowjetunion wirkten von Ermachkov eigenwillig musikalisch interpretiert. 

Ständig war er während seines emotionalen Spiels in Bewegung. Durch rhythmisches Klopfen imitierte er mit seiner Gitarre Schlagzeuggeräusche, mit seiner Mimik und Gestik brachte er die teilweise dramatischen Inhalte der Lieder zum Ausdruck. Auch eigene Kompositionen, für die Ermachkov einige seiner Gedichte vertont hat, gehörten zum Repertoire.

Mit etwas leiseren Tönen wartete Tatjana Heuermann aus Bruchhausen-Vilsen auf. Sie entlockte ihrer Gitarre sanft-wehmütige Klänge und sang die Texte der stimmungsvollen Lieder abwechselnd in deutscher und russischer Sprache.

Die Zuhörer, die nicht alle der russischen Sprache mächtig waren, zeigten sich durchweg beeindruckt. Die Sprache der Musik ließ die Füße im Takt wippen und so mancher Gast ließ es sich nicht nehmen, die bekannten Weisen mitzusingen.

Von Heide Wirtz-Naujoks

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