Das neue Konzept des Martfelder Erntefests ist aufgegangen

Die Mühle fährt durchs Dorf

Die HVV-Crew kam am Sonntag ganz in Weiß daher – als Müller und samt Fehsenfeldscher Mühle im Kleinformat. - Foto: Regine Suling

Martfeld - Von Regine Suling. Ein neues Zelt mit Außenterrasse, drei Tage lang Party für alle Generationen: Das neue Konzept des Martfelder Erntefests kam an und ist aufgegangen. Bewusst hatten die Organisatoren diesmal darauf verzichtet, Eintritt für die Abendveranstaltungen zu nehmen. Mit Erfolg: Allein am Freitag, der im Zeichen der Bayern-Gaudi mit „Stegis Happy Polka“ stand, waren alle kostenlosen Eintrittskarten im Vorfeld vergeben worden und rund 250 Plätze besetzt.

Das Kindererntefest am Sonnabend glänzte durch prachtvoll geschmückte Wagen beim Ernteumzug, aber auch durch mehrere Auftritte von Kindergarten- und Schulkindern, die im voll besetzten Festzelt ihr musikalisches Können bewiesen. Der Grundschul-Förderverein Glücksklee hatte zudem ein buntes Spieleprogramm zusammengestellt: Langeweile kam dabei nicht auf. Am Abend füllte sich das Zelt zusehends, als DJ Patrick Klein auflegte. Wesentlich mehr Besucher als in der Vergangenheit trafen sich dort – dennoch: In den nächsten Jahren hat auch dieser Abend noch mehr Gäste verdient.

Rappelvoll war es dafür am Sonntag: Mittags startete der Ernteumzug durch Martfeld. Genau wie beim Kinderumzug am Vortag gab es auf der Route zuvor festgelegte Bonbon-Wurfpunkte: eine gute Idee, die sich bewährt hat, um mit Bonbonpapier verklebte Straßen zu verhindern. Bei bestem Wetter fuhren die Wagen durch Martfeld. Besonders tat sich der Heimat- und Verschönerungsverein (HVV) dabei hervor: Schmied Albert Till hatte eine Woche Zeit darauf verwendet, die Fehsenfeldsche Mühle so akribisch nachzubauen, dass sie auf einem Anhänger Platz fand. Die HVV-Crew kam ganz in Weiß daher – als Müller.

Party machten dagegen viele andere Teilnehmer des Umzugs. Zum Beispiel eine Hustedter Gruppe mit ihrem Gefährt „Helene F. – der bezauberndste Miststreuer aus ganz Hustedt“. Die „Hütte 54“ war genauso dabei wie die Gymnastikgruppe „Mach mit, bleib fit“. Die Mittwochsradler hingen sich ein Rad an Wagen, die Erste-Herren-Truppe des TSV Martfeld machte ihren Anhänger zum lautstarken Partymobil. Für die Musik während des Umzugs war der Spielmannszug Albringhausen-Schorlingborstel zuständig.

Erntefest in Martfeld

Ein weiteres Novum erwartete die Gäste auf dem Festplatz am Echterkamp: Viele hatten sich gewünscht, dass das Erntegebet wieder unter den alten Eichen gesprochen wird. Ein Wunsch, dem die Feuerwehr als Hauptorganisator gerne entsprach. Ronja Sudmeyer sprach dort Teil zwei des Erntegebets, den ersten Part hatte Philipp Witschke bereits beim Abholen der Erntekrone präsentiert. Ronja Sudmeyer dankte für die Ernte, erinnerte an die Vergangenheit, als noch das ganze Dorf daran beteiligt war, die Ernte einzubringen, und mahnte dazu, Traditionen wie das gemeinsame Erntefest auch in Zukunft zu bewahren.

Bürgermeisterin Marlies Plate freute sich ebenso über die Ernte und das dazugehörige Fest und erinnerte angesichts vieler Konflikte und Kriege weltweit zugleich daran, wie dankbar man sein müsse, hierzulande zu leben.

DJ Toddy brachte anschließend das Festzelt zum Kochen – und das bis in den späten Abend hinein. Das neue Konzept für das Erntefest ist aufgegangen. Gerne weiter so!

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