Motorsportclub Schwarme betreibt Stand auf der Classic Motorshow / Mehrere Anmeldungen für Probetraining / Jugendarbeit hat hohen Stellenwert

Benzingespräche in Bremen

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Machten auf der Bremen Classic Motorshow Werbung für ihren Speedway- und Grasbahnsport: Nachwuchstalent Domenik Otto, Standleiterin Christine Harries und Sportleiter Hans-Georg Göbel (von links) vom MSC Schwarme – hier hinter einem 1954 gebauten Rennmotorrad mit 500-Kubikzentimeter-Motor aus dem Besitz der 2015 verstorbenen Rennlegende Hans von Weyhe.

Schwarme/Bremen - Zum 14. Mal markierte am Wochenende die Bremen Classic Motorshow den Start in die neue Oldtimer-Saison der klassischen Automobile und Motorräder. Mit dabei: der Motorsportclub (MSC) Schwarme mit seinem informativen Messestand.

Die Schwarmer Motorsportler zeigten in der Messe-Halle moderne Hochleistung-Rennmaschinen ebenso wie betagte Oldtimer aus dem Bahnsport. Kein Wunder, existiert der MSC doch bereits seit 1950, und die Enthusiasten pflegen auch ihre „Veteranen der Arena“ mit Liebe und technischer Akribie.

„Uns besuchen hier auf der Messe praktisch im Minutentakt Fans und aktive Sportler aus der Speedway- und Grasbahnszene“, freute sich am Freitagnachmittag MSC-Sportleiter Hans-Georg Göbel über die hohe Frequenz am Stand. „Nationale und internationale Kontakte werden geknüpft und vertieft, technische und auch sportrechtliche Fragen diskutiert und natürlich reichlich Benzingespräche geführt. Wir Motorsportler sind eine große Familie.“

Während sich Grasbahnrennen bis in die 1980er-Jahre hinein einer großen Publikumsbeliebtheit erfreuten, ist diese Form des Motorsports mittlerweile zu einer Randsportart verkommen. Die Zuschauerzahlen bei den Rennen sinken seit Jahrzehnten kontinuierlich. Dem wollen die Schwarmer mit aller Kraft entgegenwirken. Es gelang ihnen auf der Classic Motorshow, mehrere Interessenten für den aktiven Rennsport zu gewinnen, die sich für ein Probetraining im Frühjahr angemeldet haben.

Einen hohen Stellenwert im MSC genießt die Jugendarbeit. Bereits im Alter von sechs Jahren dürfen die Junioren mit 50-Kubik-Maschinen an den Start gehen und werden anschließend schrittweise an die höheren Leistungsklassen herangeführt. Auch das gemeinsame Schrauben im Team gehört selbstverständlich dazu.

Besonders am Herzen liegt es den MSC-Mitgliedern auch, die Umweltverträglichkeit und Sicherheit ihres Motorsports in der Öffentlichkeit publik zu machen. Hans-Georg Göbel: „Die Motoren laufen mit Methanol, das rückstandslos zu Wasser verbrannt wird. Eine Umlaufschmierung stellt sicher, dass kein Öl aus dem Triebwerk in die Umwelt gelangt. Trotzdem stehen die Maschinen im Fahrerlager zur Sicherheit in einer Auffangwanne aus Kunststoff“, sagte der 62-jährige Kfz-Mechaniker.

Die Ausrüstung der Fahrer unterliegt strengsten Sicherheitsanforderungen, die vor jedem Start von unabhängigen Gutachtern kontrolliert werden. Die Rennpisten selbst verfügen über vorgeschriebene Auslaufzonen sowie Luftpolster für den Fall eines Sturzes.

„Klar, dass wir hier auf der Messe auch kräftig die Werbetrommel für das diesjährige Schwarmer Grasbahnrennen gerührt haben“, erklärte Hans-Georg Göbel. „Es findet am 23. und 24. April auf unserem 700 Meter langen Niedersachsenring in verschiedenen Alters- und Leistungsklassen statt.“

ufa

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