Molkerei Grafschaft Hoya: Wechsel in Vorstand und Aufsichtsrat / Positiver Jahresrückblick

Steigende Milchmengen, fallende Preise

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Die neuen Mitglieder in Vorstand und Aufsichtsrat.

Asendorf - Der Blick zurück fiel überaus positiv aus: Durchschnittlich habe die Molkerei Grafschaft Hoya 2013 einen Milchpreis von 38,3 Cent pro Kilogramm an die Lieferanten gezahlt. Dieser Trend habe sich auch 2014 zunächst fortgesetzt. „Jetzt erleben wir die Kehrtwende, im Oktober 2014 ist der Milchpreis auf 32 Cent gefallen“, sagte Heinrich Steinbeck. Auf der Generalversammlung der Molkerei Grafschaft Hoya zog der Geschäftsführer jetzt Bilanz.

40 Genossenschaftsmitglieder waren im Gasthaus Uhlhorn in Asendorf dabei, als er das Engagement der Landwirte lobte: „Der Grundstein für die Herstellung hochwertiger Produkte wird bei ihnen gelegt.“ Derzeit zählt die Genossenschaft 129 Mitglieder, 75 Milcherzeuger liefern die Milch. Auch wenn die Zahl der Lieferanten abnehme, sei eines ganz deutlich: „Die Gesamtanlieferung wird steigen“, sagte Steinbeck. „Denn die Betriebe werden weniger, die Kühe jedoch nicht.“ Während die Molkerei Grafschaft Hoya 2013 noch 48 Millionen Kilogramm Milch verarbeitet habe, erwarte sie in diesem Jahr 51 Millionen: „Das ist eine erhebliche Steigerung.“

Einige Veränderungen gab es in den Gremien der Genossenschaft: Frisch in den Vorstand wählte die Versammlung Joachim Brümmer (Uenzen) und Ernst Wohlers (Asendorf). Die Neulinge im Aufsichtsrat sind Heinrich Troue (Ochtmannien), Achim Kehlbeck (Oerdinghausen) und Martin Drunagel (Scholen). Aus dem Vorstand schieden Hermann Bartels (Dienstborstel) und Hermann Struß (Ochtmannien) aus. Den Aufsichtsrat verließen Jan Ehlers (Freidorf), Hermann Grimmelmann (Eiße) und Joachim Brümmer (Uenzen).

Spannend war der Blick über den Tellerrand, den Sönke Voss den Teilnehmern der Versammlung bot. Der Vorstand der Firma DMK Deutschen Milchkontor, das größte deutsche Molkereiunternehmen, vermittelte einen Einblick in das aktuelle Marktgeschehen. Dabei wurde deutlich: Auch die Milch verarbeitende Industrie in Deutschland hat mit dem Exportstopp nach Russland zu kämpfen. So drängten Käsepartien, die eigentlich dorthin geliefert werden sollten, auch auf den deutschen Markt.

Generell sei auch bei der DMK eine steigende Milchablieferung zu erwarten. „Darauf haben wir uns einzustellen“, sagte Voss und erläuterte den Anwesenden die Exportbestrebungen der DMK. Auch sie habe die Milchpreise senken müssen: Während im ersten Halbjahr noch 39 Cent pro Kilogramm gezahlt worden seien, liege der Preis im November bei 31 Cent. Die Ursache: „Wenn alle Gas geben, geht das nur bis zu einem bestimmten Maß gut“, befand Voss und konstatierte: „2014 war die Produktion in allen Regionen der Welt gut.“

ine

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