Tourismusservice verspricht Fortsetzung

Mitreißendes Retrokonzert von „Lady Sunshine & The Candy Kisses“ in Engeln

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Sweet as Candy: Sängerin „Lady Sunshine“ alias Annika Völlering trug natürlich einen Petticoat unterm Kleid.

Engeln - Von Ulf Kaack. Es war ein Retrotrip zurück in die wilden 50er und 60er, auf den die Gruppe „Lady Sunshine & The Candy Kisses“ ihr Publikum am Freitagabend mitnahm. 150 Zuschauer, überwiegend der Generation „Silver Ager“ angehörend, füllten den Saal im Landhaus Wachendorf bis auf den letzten Platz und genossen einen perfekten Abend ganz im Sinne von Trude Herr, Conny Froboess und Peter Kraus.

Nein, das war kein Hauch, sondern eine frische, kräftige Brise des hausbackenen Spirits der Wirtschaftswunder-Epoche, den die fünf Musiker aus Celle und Hannover eindrucksvoll entfesselten. Könnte man einen Nierentisch vertonen, so würde er klingen. „Lady Sunshine & The Candy Kisses“ intonierten perfekt die angesagte Populärmusik der Nachkriegsära – Kompositionen, die verhalten den biederen Schlager mit der damaligen Aufbruchsstimmung in den zügellosen Rock ’n’ Roll verbanden.

Frontfrau „Lady Sunshine“ alias Annika Völlering setzte sich stilecht im gepunkteten, taillenbetonten Kleid in Szene. Klar, mit ‘nem Petticoat darunter. Doch vor allem stimmlich konnte das junge Fräulein von Beginn an überzeugen, was es gleich beim ersten Song „Komm ein bisschen mit nach Italien“ unter Beweis stellte.

Retrotrip mit „Lady Sunshine & The Candy Kisses“ in Engeln

Retrotrip mit „Lady Sunshine & The Candy Kisses“ in Engeln
Retrotrip mit „Lady Sunshine & The Candy Kisses“ in Engeln © Mediengruppe Kreiszeitung/Ulf Kaack
Retrotrip mit „Lady Sunshine & The Candy Kisses“ in Engeln
Retrotrip mit „Lady Sunshine & The Candy Kisses“ in Engeln © Mediengruppe Kreiszeitung/Ulf Kaack
Retrotrip mit „Lady Sunshine & The Candy Kisses“ in Engeln
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Retrotrip mit „Lady Sunshine & The Candy Kisses“ in Engeln
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Retrotrip mit „Lady Sunshine & The Candy Kisses“ in Engeln
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Retrotrip mit „Lady Sunshine & The Candy Kisses“ in Engeln
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Retrotrip mit „Lady Sunshine & The Candy Kisses“ in Engeln
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Retrotrip mit „Lady Sunshine & The Candy Kisses“ in Engeln
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Retrotrip mit „Lady Sunshine & The Candy Kisses“ in Engeln
Retrotrip mit „Lady Sunshine & The Candy Kisses“ in Engeln © Mediengruppe Kreiszeitung/Ulf Kaack

Der Sound der Combo war derart blank geputzt, dass man bei aller Authentizität beinah das Rauschen eines Nordmende Rigoletto 59 Rundfunkempfängers vermisste. Genreklassiker wie „Schöner fremder Mann“, „Schuld war nur der Bossanova“ oder „Tango d’Amore“ kamen ebenso makellos daher, wie die lässigen Anzüge der Musiker. Doch auch Englischsprachiges war zu hören: „It’s my Party“, „Da doo ron ron“ oder Paul Ankas „Diana“.

Souverän agierte Gitarrist Uwe Tack. Er steuerte an seiner abgewetzten Fender Telecaster das eine oder andere Solo bei. Soli waren aber vor allem das Revier von Jan Hupe, der am Saxofon und an der Querflöte bei jedem Titel virtuos Akzente setzte. Im Hintergrund sorgten Schlagzeuger Christian Stallknecht und Johnny Groffmann am Bass für einen grundsoliden Rhythmus. Die Musiker einte die Tatsache, dass jeder ein Mikrofon vor der Nase hatte – gesanglich ging es fünfstimmig zu.

Eigentlich fehlten nur ein paar kaugummikauende GIs der US-Army im Saal, um das Klischee der Fifties zu bedienen. Und auf dem Parkplatz draußen Ami-Schlitten zwischen Käfern, Knutschkugeln und Schneewittchensärgen.

Doch der Funke sprang auch so über. Das euphorisierte Publikum sog den Spirit geradezu auf, einige Pärchen tanzten auf den engen Gängen des Saals. Ein postpubertärer Input aus längst vergangenen Zeiten. Passend verabschiedeten sich „Lady Sunshine & The Candy Kisses“ nach deutlich über zweistündigem, höchst unterhaltsamem Programm mit der Zugabe „Wir wollen niemals auseinandergehen“.

Stimmen und Meinungen waren hinterher zu vernehmen wie: „Das war ja ganz so wie früher“, „Weißt du noch, damals …“ oder „In den 50ern war nicht alles schöner, auf jeden Fall aber die Musik“.

Das war auch der Gedanke, der den Tourismusservice Bruchhausen-Vilsen dazu motiviert hatte, dieses Konzert auf die Beine zu stellen. Patrick Gehrke, der verantwortliche Manager aus dem Rathaus: „Wir wollten mal was völlig anderes machen. Raus aus dem Flecken und ein Programm abseits des Üblichen für die ältere Generation anbieten. Das hat geklappt. Hier in Engeln passt das Programm der Band hervorragend zum Ambiente des Saals. Schon im Vorverkauf hätten wir die doppelte Anzahl an Karten unters Volk bringen können und auch an der Abendkasse musste ich Leute wieder wegschicken. Diese Schiene werden wir weiter bedienen.“

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