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Gymnasium Bruchhausen-Vilsen führt Lernplattform IServ ein

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Von: Lisa Hustedt

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Erwachsener besucht Klasse, die an Laptops arbeitet
Samtgemeindebürgermeister Bernd Bormann in der 11. Klasse am Gymnasium, die im Herbst 2020 mit dem Piltoprojekt Tabletklasse begann. © Regine Suling-Williges

Br.-Vilsen – Einen Bericht über den aktuellen Stand der Einführung der digitalen Lernplattform „IServ“ gab Daniel Heymann, stellvertretender Schulleiter des Gymnasiums Bruchhausen-Vilsen, auf der jüngsten Sitzung des Schulausschusses. „Anfang November 2021 konnte der Server erfolgreich im Keller installiert werden“, begann Heymann seinen Vortrag.

Gut eine Woche später seien dann erste Schulungen erfolgt. „Erst vor Kurzem wurde schließlich das gesamte Kollegium geschult, wobei auf jeden individuell eingegangen wurde“, berichtete Heymann dem Fachausschuss. Das sei auch gut, da die Altersunterschiede bei den Lehrkräften teilweise doch recht groß seien. Die Umstellung auf IServ solle ab dem 1. Februar planmäßig schrittweise erfolgen.

„IServ ist sowohl ein offline- als auch ein online-Arbeitsplatz, auf den man jederzeit zugreifen kann. Er bietet einen sicheren Speicherplatz für die Materialien der Lehrer, eine Kalenderfunktion, geschützte E-Mail-Accounts sowie einen Messenger, eine App und eine Plattform für Videokonferenzen“, zählt das Mitglied der Schulleitung nur eine Handvoll Vorteile auf. Gerade die Möglichkeit für Videokonferenzen sei von großem Vorteil, da man aufgrund der weiter andauernden Corona-Krise nie wisse, wann und ob die Schüler vielleicht ins Homeschooling zurückkehren müssen. „Es ist quasi alles für den Distanzunterricht dabei.“ Zuvor sei für diese Art von Unterricht die Plattform „Teams“ genutzt worden, die allerdings zum Sommer hin abgestellt werden soll.

Ein weiterer großer Vorteil sei, dass die in der Schule vorhandenen Geräte nicht mehr von Hand mit den neuesten Updates versorgt werden müssen. „Das funktioniert dann automatisch.“ Zusätzlich sei ein Abiturmodus vorhanden: „So könnte dann ein IPad, das über IServ läuft, den Taschenrechner während der Prüfung ersetzen“, so Heymann.

Durch eine direkte Anbindung an die niedersächsische „Bildungscloud“ könnte sogar schulübergreifend gearbeitet werden. „Ebenfalls ganz nett ist die Tatsache, das ich als Lehrer bestimmen kann, ob die Schüler mit dem Gerät, dass sie gerade nutzen, aufs Internet zugreifen können oder nicht“, schmunzelt er. Mal eben bei der Gruppenarbeit in der Caféteria nach einer Gedichtanalyse online suchen, funktioniere dann nicht mehr.

Der Schule stehe allerdings noch eine lange Einarbeitungsphase bevor. „Uns fehlen ja auch noch teilweise die nötigen Geräte“, schildert Heymann. So seien die IPads für Lehrer bereits da, die für den elften Jahrgang beispielsweise aber noch nicht.

„Es ist schön, dass auch das Gymnasium nun endlich zu IServ findet und nun professionell mit einer Plattform arbeiten kann, die für die Schule gemacht ist“, merkte Martina Claes (SPD) an. Hermann Schröder (UWG) kritisierte, dass die Eltern die Kosten für die benötigten Geräte selber stemmen müssen. „Immerhin ist so ein IPad ja nicht billig.“ „Für Eltern, die sich das Gerät nicht leisten können, gibt es die Möglichkeit, einen Antrag zu stellen an den Schulfond, damit auch ihr Kind mitarbeiten kann“, lautete Heymanns direkte Antwort.

„Es ist schön, dass das Gymnasium Bruchhausen-Vilsen weiter auf dem Weg ist, sich zukunftsfähiger zu machen. Ich würde mich freuen, wenn sie in diesem Ausschuss weiter regelmäßig über den aktuellen Stand berichten“, formulierte Ausschussvorsitzender Michael Albers abschließend und lobte zusätzlich das Engagement des Leitungsteams des Gymnasiums.

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