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„Musical-Evergreens“: Die Mischung macht’s

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Von: Andree Wächter

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Das Ensemble unterhielt rund drei Stunden das Publikum in Bruchhausen-Vilsen. Fotos: Andree Wächter
Das Ensemble unterhielt rund drei Stunden das Publikum in Bruchhausen-Vilsen. © Andree Wächter

Br.-Vilsen – Wer die berühmten Lieder aus den großen Musicals live hören will, muss viel Reisen: Hamburg, London oder der Broadway in New York. Einen bunten Mix aus Musical-Ohrwürmern gab es jetzt aber auch in der Mensa Bruchhausen-Vilsen. Der bekannte Ruf „Nants ingnyama bagithi Baba“ aus dem Musical „König der Löwen“ eröffnete den Reigen der dreistündigen Show.

Unter dem Titel „Musical-Evergreens“ hörten die etwa 450 Besucher mehr als 30 bekannte Melodien aus rund 70 Jahren Musikgeschichte. Das Besondere an dem Event war die Zusammensetzung der Darsteller. Neben bekannten Sängern wie Ethan Freeman, der in Bremen jahrelang die Hauptrolle im Musical „Jekyll & Hyde“ übernommen hatte, und David E. Moore („Starlight Express“, Bochum) standen Nachwuchssänger auf der Bühne.

Zusammengestellt hatte Veranstalter Jörg Beese das Ensemble. Er fungierte auch als gelegentlicher Moderator. „Eine unserer Aufgaben ist, das Suchen und Finden von Talenten“, sagte er. Und fündig wurde er einige Orte weiter, in Weyhe. Hannah Willker gewann 2018 ein Casting. „Das ist schon cool, mit den Profis auf der Bühne zu stehen“, sagte die 14-Jährige. Weiterer Lokalkolorit: Die Backgroundsängerinnen stammten vom Musicalchor „On Stage“ aus Diepholz und die Lichttechnik übernahmen Schüler der Technik-AG des örtlichen Gymnasiums.

Top-Star Ethan Freemann, eingerahmt von Sarah Artley (links) und Hannah Willker.
Top-Star Ethan Freeman, eingerahmt von Sarah Artley (links) und Hannah Willker. © Andree Wächter

Dass die Mischung aus Profis und Talenten funktionieren kann, zeigen Einträge auf Homepages wie Musicalzentrale.de. Dort schreibt Ribana: „Die Lichttechnik bezauberte mich, es wirkte manchmal wie ein Wasserfall, der herauf- und herunterging. Die Auswahl der Lieder war gut gemischt, es gab ernste und lustige.“ Genau diese Mischung war das Erfolgsgeheimnis, aber auch der Schwachpunkt. Jeder Beitrag stand für sich, es fehlten verbindende Elemente, die beispielsweise ein Moderator hätte übernehmen können. Die Zusammenstellung lag nur bedingt in den Händen von Beese. Laut seiner Aussage hätte ein Voting des Magazins „Da Capo“ eine Reihenfolge der beliebtesten Musical-Titel festgelegt. Entsprechend war der Ablauf.

Für die Weyherin Hannah Willker war es fast ein Heimspiel.
Für die Weyherin Hannah Willker war es fast ein Heimspiel. © Andree Wächter

Nach „Musik der Nacht“ aus Phantom der Oper kam „Was sagt man über eine Frau“ (Lovestory). Im Anschluss hatte Hannah Willker gemeinsam mit Sarah Artley ihren großen Auftritt. Sie sangen „Ich wollte nie erwachsen sein“ aus dem Peter-Maffay-Musical „Tabaluga und Lilli“.

Vielen noch aus dem Musical „Jekyll und Hyde“ bekannt: Ethan Freemann.
Vielen noch aus dem Musical „Jekyll und Hyde“ bekannt: Ethan Freeman. © Andree Wächter

Nach den tragenden Melodien nahm die Veranstaltung Fahrt auf. Bei den flotteren Songs hielt es ein Großteil des Publikums nicht mehr auf den Stühlen. Spätestens bei Liedern aus dem Abba-Musical „Mamma Mia“ war Party angesagt. Und zum Feiern brauchten die Besucher nicht in die Weltmetropolen reisen.

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