Alexandra Herzberg kandidiert für die Grünen

Vom Mentee zur Politikerin

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Alexandra Herzberg

Br.-Vilsen - „Die Politik war für mich immer weit entfernt“, sagt Alexandra Herzberg. Das war so, bis sie vor einigen Jahren durch Zufall im Internet auf das Mentoring-Programm des Niedersächsischen Ministeriums für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung stieß. Heute ist Politik ganz nah: Bei der Kommunalwahl am 11. September kandidiert Herzberg auf der Liste der Grünen für den Fleckenrat Bruchhausen-Vilsen und den Samtgemeinderat.

Auf dem Brokser Heiratsmarkt 2014, als sie zusammen mit ihrem Mann Marten das„Brautpaar des Jahres“ bildete, sprach sie ein paar Lokalpolitiker auf das Programm an. Kurz darauf bekam sie ihre Mentorin Meina Fuchs (Grüne) zugeteilt. Von 2015 bis Anfang dieses Jahres nahm Alexandra Herzberg an dem Mentoring-Programm teil und besuchte immer wieder öffentliche Rats- und Ausschusssitzungen im Rathaus in Bruchhausen-Vilsen, um in die Lokalpolitik reinzuschnuppern. Was sie erlebte, gefiel ihr.

Nach ihrer Ausbildung zur Arzthelferin hat Alexandra Herzberg an der Universität Bremen Gesundheitswissenschaften studiert und ihr Studium mit dem Master abgeschlossen. Die 33-Jährige leitet derzeit das Projekt „Regio Save“ der Nienburger Ausbildungsstätten Rahn, das Schülern bei der Berufsorientierung und Firmen bei der Nachwuchsgewinnung helfen soll. Ferner arbeitet sie an einem Projekt der Universität Bremen mit, dessen Schwerpunkt auf der Versorgungsforschung liegt. „Es geht um die Zusammenarbeit von Zahnärzten und Hausärzten in Deutschland“, sagt die Mutter einer acht Monate alten Tochter. In ihrer wissenschaftlichen Arbeit gehe sie der Frage nach, wie durch eine intensivere Zusammenarbeit der Zahn- und Hausärzte die medizinische Versorgung der Patienten verbessert werden könnte.

Alexandra Herzberg kandidiert auf der Liste der Grünen, weil die Mitglieder der Fraktion ihr auf Anhieb sympathisch gewesen seien und sie sich gut vorstellen könne, mit ihnen verschiedene Themen zu bearbeiten. Ihre Schwerpunkte im Samtgemeinderat und im Fleckenrat sollen sein: Gesundheit, medizinische Versorgung, Sport, Bildung und Soziales. „Das sind Themenbereiche, in denen ich mich auskenne und in die ich mich einbringen kann“, sagt Herzberg, die in Bruchhausen-Vilsen aufgewachsen ist und durchgehend dort gelebt hat.

Laut Alexandra Herzberg sollten möglichst viele Menschen wählen gehen, weil auf politischer Ebene zahlreiche wichtige Entscheidungen getroffen werden. Die Politiker, die die Entschlüsse fällen, sollten vom Volk bestimmt seien. „Wer nicht wählen geht, darf sich nicht beschweren, wenn der Rat Sachen entscheidet, die er nicht gutheißt“, sagt Herzberg, die in ihrer Freizeit reitet. 

asc

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