DKMS-Typisierungsaktion

133 Menschen werden zu potenziellen Lebensrettern

Bei der Typisierungsaktion: (v. l.) Asendorfs Bürgermeister Heinfried Kabbert (einer der ersten, die sich typisieren ließen), Nicolin Niebuhr und Dorothee Benjes vom Lions Club Syke-Hunte-Weser, Ortsbrandmeister Frank Ahlers, Andrea Rüter von der DKMS und Ralf Stührmann vom Lions Club Grafschaft Hoya.

Asendorf - Ziel erreicht: 133 Personen haben bei der Typisierungsaktion der Deutschen Knochenmarkspenderdatei (DKMS) im Feuerwehrhaus Asendorf mitgemacht. Die Lions Clubs Syke-Hunte-Weser und Grafschaft Hoya hatten die Aktion anlässlich des 125-jährigen Jubiläums der Asendorfer Ortsfeuerwehr organisiert. Ihr Wunsch war es, mindestens 125 potenzielle Stammzellen- und Knochenmarkspender für die DKMS-Kartei zu gewinnen.

Die Lions steckten nicht nur viel Arbeit und Herzblut in die Organisation, sondern kümmerten sich auch um die Finanzierung. Immerhin kostet die Typisierung pro Person 35 Euro. „Bereits Wochen vorher wurde über Patenschaften – ein Unternehmen oder eine Privatperson übernimmt die Kosten für eine oder mehrere Typisierungen – versucht, die benötigten Mittel zu akquirieren“, erklärt Stefan Meyer, Pressebeauftragter der Lions aus der Grafschaft Hoya. „Weitere Einnahmen sollten durch Direktspenden während der Jubiläumsveranstaltung und durch ein Kuchenbüfett generiert werden.“

Als sich am Tag der Typisierung morgens die Türen des Feuerwehrgebäudes öffneten, war der Andrang von spendewilligen Menschen jeden Alters sofort groß: „Die sechs an den Schreibplätzen eingeteilten Lionsfreunde hatten alle Hände voll zu tun, um Wartezeiten zu verhindern“, freut sich Meyer. Auch viele auswärtige Feuerwehrkameraden, die an den Wettkämpfen (siehe Bericht oben) teilgenommen hatten, gaben ihre Speichelprobe ab und füllten die Spendensammeldose.

„Besonders ist zu erwähnen, dass junge Menschen zwischen 17 und 25 Jahren verhältnismäßig stark von der Möglichkeit Gebrauch machten, sich in der DKMS-Spenderdatei registrieren zu lassen“, fährt Meyer fort. „Der Andrang war auch am Nachmittag noch stark, weshalb die Öffnungszeiten entgegen der Planung kurzerhand verlängert wurden.“

4 655 Euro werden benötigt, um die Daten aller 133 Neuspender auszuwerten und in die Kartei aufzunehmen. Insgesamt kamen durch Geldspenden und Patenschaften rund 3 250 Euro zusammen. Den Differenzbetrag übernahmen die Lions.

„Ein großer Erfolg, der einmal mehr zeigt, dass man gemeinsam stark ist“, bilanziert Meyer die Typisierungsaktion und weist auf die Mottos der Feuerwehr („Wir helfen“) und der Lions („Wir dienen“) hin. Er dankt allen Beteiligten: „Hier wollten hilfsbereite Menschen für andere etwas erreichen und haben das einfach gemacht – wir sind stolz!“

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