INTERVIEW mit Comedian Matze Knop

„Scholen habe ich noch nie gehört“

Matze Knop freut sich, nach der langen Corona-Pause endlich wieder vor Publikum aufzutreten.
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Matze Knop freut sich, nach der langen Corona-Pause endlich wieder vor Publikum aufzutreten.

Scholen – Comedian Matze Knop stattet den Biergärten der Nation auch 2021 einen Besuch ab. Die Kreiszeitung hat vor seinem Auftritt in Scholen mit ihm gesprochen.

Dass Lachen, Bier und Fußball einfach zusammengehören, wie Sonne, Strand und Palmen, hat Matze Knop bereits im vergangenen Sommer bei seiner Tour bewiesen. Auch 2021 stattet er den Biergärten der Nation mit seinem „Biergarten Comedy Spezial 2.1“ einen Besuch ab. Am Samstag macht der Comedian beim „Hüttenwirt“ in Scholen halt. Die Kreiszeitung hat vorab mit ihm gesprochen.

Haben Sie je von Scholen oder der Samtgemeinde Bruchhausen-Vilsen gehört?

Also Bruchhausen-Vilsen sagt mir etwas, aber Scholen habe ich  noch nie gehört. Die grobe Himmelsrichtung des Ortes ist mir allerdings bekannt. Ich weiß, wie ich von Lippstadt nach Bremen komme. Das liegt ja schließlich in der Nähe (lacht).

Wie ist es für Sie, nach der Corona-Pause wieder vor Publikum zu stehen?

Während der Pandemie hatte ich auf Sky Sport News meine tägliche Sendung „Matze Knops Home Office“, aber der direkte Austausch zu den Menschen ist nicht zu ersetzen. Beispielsweise gehe ich während der Shows auch gerne mal von der Bühne runter und rede mit dem Publikum. Diesbezüglich müssen wir schauen, inwieweit das jetzt möglich ist. Grundsätzlich finde ich es aber toll, wieder in lachende Gesichter blicken zu können. Ich denke, das ist für beide Seiten eine Win-win-Situation. Deswegen freue ich mich schon sehr darauf. Wer weiß, wie lang das Wetter noch so gut bleibt, und wer weiß, was für Regeln im Herbst gelten werden. Deswegen wollte ich jetzt mit der Biergarten-Show durchstarten. Einfach mal wieder lachen und gute Laune haben. Dann ist der Akku auch wieder aufgeladen.

Die Gäste bekommen ein Best-of-Programm von Ihnen zu sehen, darunter einige Parodien. Wie sind Sie dazu gekommen?

Ich habe das schon in der Schule hin und wieder für einige Klassenkameraden gemacht. Aber eher auf der Rückbank, da ich mich zunächst nicht getraut habe. Nach der Schule bin ich zum Radio gegangen und habe mit den Imitationen ein wenig meine Moderation aufgepäppelt. Boris Becker habe ich damals beispielsweise nachgeahmt. Irgendwann stand ich schließlich mit Supa Richie, meiner ersten Figur, wieder auf der Bühne. Danach habe ich mit den Parodien weitergemacht.

Von Jürgen Klopp bis hin zu Dieter Bohlen und Jogi Löw – Sie haben schon viele Persönlichkeiten parodiert. Wie bereiten Sie sich auf diese Rollen vor?

Man schaut sich zunächst ganz viele Videos sowie Interviews von der Person an und muss herausfinden, wie derjenige überhaupt spricht. Dann ist natürlich das Aussehen wichtig. Was hat die Person beispielsweise für Haare? Ich frage dann meinen Maskenbildner, ob er möglicherweise noch eine passende Perücke dafür im Schrank hat, und wenn nicht, lasse ich eine anfertigen. Schlussendlich muss man dann alles noch zusammenbringen. Früher hätte man wahrscheinlich vorm Spiegel geübt. Ich und mein Bruder machen das mit Videos, da ja auch die Originale oftmals im Fernsehen zu sehen sind. Er filmt mich, und wir schauen dann, von welcher Seite die Figur am besten aussieht oder wo noch etwas verändert werden muss. Üben tue ich prinzipiell überall: Im Auto oder auch mal unter der Dusche. Das dauert alles eine Weile, kann aber auch schnell gehen. Wenn das Thema sehr aktuell ist, bringen wir die Parodie auch mal raus, wenn sie noch nicht hundertprozentig perfekt ist. Ansonsten brauchen wir so zwischen zwei und sechs Wochen.

Die meisten Ihrer Figuren stammen aus der Fußball-Branche. Woher kommt Ihre Vorliebe für diese Rollen?

Man sollte sich eine Person heraussuchen, auf die man auch Bock hat, da man sich ja viel mit ihr auseinandersetzen muss. Ein guter Schauspieler spielt die Figur schließlich nicht nur, er ist die Figur für den Moment. Deswegen sind es bei mir meist Sportler, da das in gewisser Weise mein Faible ist. Die Leidenschaft für Fußball kommt sicherlich von der familiären Seite meines Vaters. Er war Fußballtrainer, so lange ich denken kann. Genauso wie mein Onkel. Auch mein Bruder hat einen Trainerschein, und ich spiele ja auch.

In welche Rolle schlüpfen Sie denn am liebsten?

Das kann ich gar nicht sagen. Ich finde es gerade gut, viele verschiede Charaktere zu verkörpern. Es ist schön, heute mal Dieter Bohlen zu sein, und morgen Lothar Matthäus, weil die vom Typ her alle ganz anders sind. Angefangen habe ich mit nur einer Figur, Supa Richie. Das hat natürlich riesige Vorteile, denn man kennt den Charakter irgendwann in- und auswendig. Aber es gibt auch Grenzen. Einige Dinge könnte ich gar nicht machen, weil Supa Richie das einfach nicht tun würde. Falls man das dann aber doch durchzieht, würde man die Figur dadurch kaputt machen.

Ist bereits eine neue Parodie in Planung?

Ich bin gerade dabei, mir Bastian Schweinsteiger anzuschauen. Ich finde ihn jetzt im Vergleich zu seinen Aktivitäten als Spieler fast noch interessanter. Früher waren seine Stimme und sein bayrischer Akzent nicht so präsent, da er nicht viel geredet hat. Jetzt, wo er Experte ist, kommt das deutlicher zum Vorschein. Thomas Müller wäre auch eine Möglichkeit. Jüngere zu parodieren, ist oftmals schwieriger, da es ihnen noch an der Kontur, was Optik und Sprache betrifft, fehlt. Außerdem muss man ja auch etwas zu erzählen haben. Bei Mats Hummels kann ich beispielsweise viel über seine Geschichte in Dortmund und bei Bayern sowie über das Ehe-Aus mit Cathy erzählen. So was ist bei einem 20-Jährigen schwierig.

Weitere Infos und Tickets

www.der-huettenwirt.de www.matzeknop.de

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