Premiere ist geglückt 

Mathis Wohlers ist der erster FSJ-ler des SV Bruchhausen-Vilsen

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Mathis Wohlers ist der erste FSJ-ler des Sportvereins Bruchhausen-Vilsen und sehr zufrieden mit seiner Entscheidung für den Freiwilligendienst im Sport. 

Br.-Vilsen - Von Anika Bokelmann. Mathis Wohlers kommt mit dem Rad zur Arbeit. Er ist sportlich, trainiert und auch bei kalten Temperaturen nicht von seinem Bewegungsdrang abzuhalten. Der 19-Jährige ist der erste Absolvent eines Freiwilligen Sozialen Jahrs im Sportverein (SV) Bruchhausen-Vilsen. Jetzt sprach er über seine Motivation und Erfahrungen.

Eigentlich war es Zufall, dass sich Mathis Wohlers für das Freiwillige Soziale Jahr (FSJ) im Sport beworben hat. „Ich hatte mir den Knöchel gebrochen und konnte nicht zum Eignungstest der Uni“, blickt der junge Mann zurück. Vom Studium der Sportwissenschaften in Oldenburg musster er erstmal abrücken. Dass man beim örtlichen Turnverein (TV) ein FSJ machen kann, das war Wohlers bekannt. Er selber ist aber seit seinem fünften Lebensjahr beim SV, spielt aktiv Fußball – aktuell in der Offensive der ersten Herrenmannschaft. Außerdem betreut er dort seit drei Jahren die B-Jugend.

Fragen kostet nichts, und so sprach Mathis Wohlers den Vereinsvorstand auf einen möglichen Freiwilligendienst an. „Da ich der einzige Bewerber war, hat sich der Verein dann auch für mich entschieden“, sagt Wohlers. Dabei gestaltete sich der Start im September vergangenen Jahres Wohlers zufolge schwierig, weil der Fußballverein einige Regularien für seinen ersten FSJ-ler klären musste.

Wohlers hat sich im Sportlerheim kleines Büro eingerichtet

Für dieses Jahr liegen dem Vorstand aber schon mehrere Bewerbungen vor, weil sich die Arbeit von Mathis Wohlers herumgesprochen hat. Noch bis Ende Juni wird der 19-Jährige aus Bruchhausen-Vilsen den Verein unterstützen. Für verwaltungstechnische Arbeiten hat er sich im Sportlerheim am Marktplatz ein kleines Büro eingerichtet.

Bevor es nach den Sommerferien losging, hatte sich Mathis Wohlers im Internet über die Aufgaben eines FSJ-lers informiert. Seine Vorstellung von dem Jahr: Training leiten und den Verein generell unterstützen. Inzwischen weiß er, dass die Betreuung der Internetseite und allgemeine Verwaltungsaufgaben wie das Passwesen und die Mitgliedsverwaltung sowie die Pflege der Sportgeräte auch zu seinen Aufgaben gehören. In einer 39-Stunden-Woche geht es laut Wohlers mal mehr, mal weniger turbulent zu: „Jüngst bei der Jahreshauptversammlung und größeren Veranstaltungen bin ich stärker eingebunden. Allgemein ist im Sommer natürlich mehr zu tun.“

Dennoch kommt auch im Winter keine Langeweile auf: „Der Sportverein hat neue Tore bekommen, und die Netze müssen eingespannt werden“, blickt Wohlers auf anstehende Arbeiten. In Kürze kommt zudem die Betreuung einer Fußball-AG an der Grundschule in Bruchhausen-Vilsen dazu. Die Kooperation ist neu und für Wohlers „eine spannende Herausforderung“. Für den Verein bietet sich dadurch eine gute Möglichkeit der Nachwuchswerbung.

Ungewöhnliche Arbeitszeiten des FSJ-lers

Die Arbeitszeiten des FSJ-lers sind eher ungewöhnlich – vieles muss in den Abendstunden und an den Wochenenden erledigt werden, weil der Sportverein als Freizeitbeschäftigung dient. „Dafür habe ich vormittags Zeit“, sieht Wohlers einen Vorteil.

Zusätzlich zu der Arbeit vor Ort gehören Fortbildungen zum Programm des Freiwilligen Sozialen Jahrs. „Immerhin heißt es Bildungsjahr“, erklärt Wohlers. Vom Allgemeinen Sportclub Göttingen (ASC) als Träger des FSJ werden 15 Seminare angeboten, hinzu kommen Lehrgänge vom SV Bruchhausen-Vilsen. In diesem Zusammenhang hat Mathis Wohlers seine Trainer-C-Lizenz erworben und wird noch den Schiedsrichterschein machen.

„Das FSJ ist eine gute Sache. Ich würde es wieder machen“, zieht Mathis Wohlers eine Zwischenbilanz und rät jungen Menschen, sich für den Freiwilligendienst zu entscheiden. Er warnt jedoch: „Wenn man mit Sport nichts am Hut hat, ist dieser Bereich natürlich keine gute Idee.“ Ansonsten seien Interesse und Begeisterungsfähigkeit wichtige Faktoren.

Sport bedeutet dem jungen Mann alles, und so will Mathis Wohlers eine berufliche Karriere in diesem Bereich starten. „Jetzt steht ein neuer Versuch an der Uni an“, so Wohlers, der gerne ins Sportmanagement möchte.

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