Martfelder Theatergruppe übt neues Stück ein / Premiere am 22. Februar

Kreuzfahrt im Schweinestall

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Marcel Lackmann (links) spielt den Lehrjungen Jan, der auf dem Hof von Familie Speckmann (von links: Jana True, Susanne Asendorf und Rolf Bröer) arbeitet.

Von Philipp Schockenhoff. MARTFELD

Jan übernimmt täglich die anfallenden Aufgaben, während sein Chef dem Schnaps fröhnt. Vielleicht wäre Jan längst abgehauen und hätte sich einen anderen Ausbildungsplatz gesucht – wäre da nicht Jupps Tochter Anna. Leider ist Jupp gar nicht begeistert von den Gefühlen zwischen seiner Tochter und dem Lehrling. Und da er es sowieso viel besser weiß, verbittet er sich jede Nähe zwischen den beiden.

So beginnt das Stück „Krüüzfohrt in Schwienestall“ von Autor Carsten Lögering aus Lingen (Ems), das die Theatergruppe des Heimat- und Verschönerungsvereins (HVV) Martfeld in der neuen Saison auf die Bühne bringt. Die Vorbereitungen laufen bereits, die Proben sind im vollen Gang. Dabei zeigen die Akteure Torsten Tobeck, Jana True, Marcel Lackmann, Änne Soller, Rolf Bröer, Susanne Asendorf und Marion Hoffmann zusammen mit ihren Unterstützern Silke Meyer, Dörte Soller, Torsten Bomhoff, Enno Siebs (Bühnenbau), Claudia Schwaberg (Maske) und Sabine Schröder (Souffleuse) volles Engagement: Sie üben mit dicken Winterjacken im unbeheizten Probenraum im Gasthaus Soller – und haben viel Spaß.

Das liegt auch an dem unterhaltsamen Stück: Um doch mal ein bisschen Zeit zu zweit zu haben, sorgen Anna und Jan dafür, dass Jupp den ersten Preis in der Dorftombola, eine Kreuzfahrt auf dem Mittelmeer, gewinnt. Leider fürchtet sich Jupp nicht nur vor dem Wasser, sondern auch vor dem Spott der Dorfbewohner. Und so schickt er einen Freund auf die Kreuzfahrt, um sich selbst auf seinem Hof zu verstecken.

Der niederdeutsche Dreiakter „Krüüzfohrt in Schwienestall“ ist laut Regisseur und Darsteller Torsten Tobeck eine „reine Komödie, die hier und da mit Lokalkolorit angereichert wird“. Und so können Anna und Jan wohl nicht ohne Weiteres ihre Zweisamkeit genießen, während Jupp sich im Schrank versteckt. Auf welcher Seite Jupps Frau Gerda steht, wird noch nicht verraten.

Seit 22 Jahren spielt die Theatergruppe des HVV mit wechselnder Besetzung im Gasthaus Soller, die aktuelle Truppe arbeitet seit zwei Jahren zusammen. Dabei entscheiden sich die Akteure bewusst immer wieder für Stücke op Platt: „Das Plattdeutsche macht es doch gerade aus“, meint Tobeck. Vor der Entscheidung für „Krüüzfohrt in Schwienestall“ haben sich die Martfelder Textbücher von einigen Verlagen schicken lassen. „Manche Sachen sortiert man aus, weil die Besetzung nicht passt, andere wegen des Humors.“

Dank der finanziellen Unterstützung durch die Gemeinde Martfeld konnte die Gruppe dieses Jahr das Bühnenbild überarbeiten. Ein neuer Teppich ist bereits gelegt, die Beleuchtung will sie noch verbessern.

Die Aufführungen:

Die Premiere von „Krüüzfohrt in Schwienestall“ beginnt am Sonntag, 22. Februar, um 11 Uhr in Sollers Gasthaus, schon um 9.30 Uhr können die Besucher dort frühstücken. Weitere Aufführungen folgen am Samstag, 28. Februar, um 20 Uhr (Abendessen um 18.30 Uhr), am Sonntag, 1. März, um 15.30 Uhr (Kaffeenachmittag um 14.30 Uhr) und am Samstag, 7. März, um 19 Uhr (mit anschließender Disco). Der „Kordenvörverkoop“ startet am Samstag, 13. Dezember, zwischen 9 und 12 Uhr beim „Kööp In“-Markt in Martfeld. Ab Dienstag, 16. Dezember, sind die Tickets bei Schreibwaren Hollen erhältlich.

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