Martfelder Literaturtage: Vielfältige Lesungen vom 5. bis 8. November

Wunderliche Reisen und Stress mit der Kunst

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Die Beteiligten freuen sich auf die sechsten Martfelder Literaturtage.

Martfeld - Von Max Brinkmann. Das Lesen rückt Mitte nächster Woche in den Mittelpunkt des kulturellen Lebens in Martfeld. „Seit einigen Jahren sind die Literaturtage zu einer festen Größe des Veranstaltungskalenders geworden“, freut sich Samtgemeindebürgermeister Bernd Bormann. „In diesem Herbst finden sie bereits zum sechsten Mal statt.“ Lesebegeisterte und Literaturliebhaber können in der Zeit vom 5. bis zum 8. November zwischen vielen Terminen in öffentlichen und in privaten Räumen wählen.

Der Startschuss fällt am Donnerstag, 5. November, um 19 Uhr mit „Selected Stories & Poems“. Heike Bomers-Wältring und Ulrike Brandstädter tragen irische Kurzgeschichten mit Einflüssen schottischer Dichtung in der Jurte am Feuer (La Bazoge 16, Martfeld) vor. Bei warmen Getränken und irischem Gebäck können die Zuhörer Werken der Dichter und Schriftsteller William Butler Yeats, Oscar Wilde, William Sydney Graham, John Glenday und John Burnside lauschen.

„Wer hat Angst vor Virginia Woolf?“, diese Frage stellen Barbara Hache und Axel Hillmann am Freitag, 6. November, ab 20 Uhr in der Fehsenfeldschen Mühle (Kirchstraße 14, Martfeld). Edward Albees gleichnamiges Beziehungsdrama in drei Akten dürfte vielen Bürgern durch die Verfilmung mit Richard Burton und Elizabeth Taylor bekannt sein. Hache und Hillmann stellen den zweiten Akt „Walpurgisnacht“ in einer szenischen Lesung vor und bekommen dabei Unterstützung von vier Handpuppen.

Zur selben Zeit veranstaltet Irina Hilbig ihr „Literatursofa“ mit mehreren Gästen an der Heide 7 in Martfeld. Das Publikum kann selbst aus mitgebrachten Büchern vorlesen. Musikalisch begleitet die Gruppe „Landbardel“ den Abend.

Am Samstag, 7. November, geht es um 15 Uhr im Café auf dem Biohof Meyer-Toms in Schwarme (Kiebitzheideweg 6) weiter. Dort lesen „Hermann Meyer-Toms & Friends“ unter dem Motto „Eine Geschichte – viele Sprachen“ die „Bremer Stadtmusikanten“ in sechs verschiedenen Sprachen.

In der Steinmetzwerkstatt von Robert Söffker in Kleinenborstel (Hausnummer 53) liest Algeth Weerts am 7. November ab 17 Uhr „Novecento – Die Legende vom Ozeanpianisten“ von Alessandro Baricco. „Erzählungen, die eine Spur von Melancholie hinterlassen, sind mir besonders lieb“, sagt Weerts über die Geschichte, in der ein Mann als Baby an Bord eines Ozeandampfers zurückgelassen wird.

Ab 19 Uhr dreht sich an der Schulstraße 16 in Martfeld alles um die Ruhmsucht der Künstler und den Kunsthunger des Publikums. Der Künstler und Kunstwissenschaftler Dieter Begemann liest unter der Überschrift „Stress mit der Kunst“.

Ab 20 Uhr trägt Axel Hillmann in der Fehsenfeldschen Mühle (Kirchstraße 14, Martfeld) aus „Decamerone“ von Boccaccio vor. Im Prolog des zwischen 1348 und 1353 entstandenen Werks heißt es: „So will ich denn den Liebenden zum Trost und Vergnügen hundert unterhaltsame Geschichten mitteilen, die sich sieben Damen und drei junge Herren, als sie vor der Pest geflohen, zur gegenseitigen Erbauung erzählten.“

Geschichten op Platt,

Musik und Kuchen

Der letzte Literaturtag, Sonntag, 8. November, startet um 15 Uhr mit einem plattdeutschen Nachmittag im Schützenhaus Loge (Hoyaer Straße 13). Die Veranstaltung mit dem Titel „Plattdütsche Vertellers“ verspricht Geschichten, Gedichte und Begebenheiten in Hochdeutsch und op Platt, vorgelesen von Wilfried Nordbruch, Algeth Weerts und Richard Klausen. Dazu spielt Margret Schwecke auf ihrem Akkordeon. Es gibt Kaffee und Kuchen satt. Um eine Spende von fünf Euro wird gebeten. Anmeldungen sind erforderlich bis zum 4. November unter Telefon 04255/ 204.

Um 18 Uhr geht es bei Edith Söffker in Kleinenborstel (Hausnummer 53) weiter. Regina Nordbruch, Heinrich Gräpel und Wilfried Nordbruch lesen Berichte, Gedichte und Erzählungen von Charlotte Homfeld. Der Titel lautet „Aus Tante Lottis Leben – up hoch und platt“. „Tante Lotti“ wurde auf dem Hof, auf dem die Lesung stattfindet, geboren und hat ihre Jugend dort verbracht. Margret Schwecke macht mit ihrem Akkordeon Musik.

Den Abschluss der sechsten Martfelder Literaturtage bildet um 20 Uhr eine Veranstaltung mit Thomas Denker im Wohnzimmer an der Verdener Straße 2 in Martfeld. Denker liest aus „Wolkenbruchs wunderliche Reise in die Arme einer Schickse“ von Thomas Meyer, einer witzigen Geschichte aus dem jüdischen Leben in Zürich.

Mit Ausnahme des plattdeutschen Nachmittags in Loge ist der Besuch aller Lesungen kostenlos, alle Interessierten sind willkommen.

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