Märchen, Romanauszüge und szenische Lesung

„Martfelder Literaturtage“: Die Vorleser von nebenan

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Sie freuen sich auf viele Zuhörer bei den Martfelder Literaturtagen (von links) Lukas Langstädtler, Heinrich Gräpel, Axel Hillmann, Algeth Weerts, Wilfried Nordbruch, Regina Nordbruch und Barbara Hache.

Martfeld - Romane, Märchen und Satire – für jeden Geschmack ist etwas bei den neunten „Martfelder Literaturtagen“ dabei.

Erneut haben Literaturliebhaber und Lesebegeisterte aus der Region diese Veranstaltung auf die Beine gestellt. Sie laden alle Interessierten zu insgesamt acht Lesungen in öffentliche oder private Räume ein. Der Besuch der einzelnen Darbietungen ist kostenfrei und – mit einer Ausnahme – ohne Anmeldung möglich.

Freitag, 2. November

17 Uhr, Fehsenfeldsche Mühle, Kirchstraße 14, Martfeld

Lukas Langstädtler liest unter dem Titel „Rapunzel & Hans“ deutsche Märchen für Erwachsene und Kinder. Die Werke aus der Sammlung der Gebrüder Grimm handeln von „Rapunzel“, „Hans im Glück“, „König Drosselbart“ und „Von einem, der auszog, das Fürchten zu lernen“. „Märchen eignen sich wunderbar dazu, die eigene Fantasie zu benutzen und zu erweitern, Lebensweisheiten zu formulieren und anzubieten und wirken somit wie ein Jungbrunnen“, sagt Lukas Langstädtler.

19.30 Uhr, Fehsenfeldsche Mühle, Kirchstraße 14, Martfeld

Barbara Hache und Axel Hillmann interpretieren das Hörspiel „Die Panne“ von Friedrich Dürrenmatt als szenische Lesung. In dem Werk geht es um Vertreter Alfredo Traps, der eine Autopanne hat. Weil kein Hotelzimmer im Dorf mehr frei ist, muss Traps in der Villa des ehemaligen Richters Werge übernachten. Er trifft auf eine Herrenrunde pensionierter Juristen. Diese spielen Gericht. Traps wirkt als Angeklagter mit. Neun Rollen, verteilt auf zwei Vortragende – so wird die Justizkomödie an diesem Abend in der Mühle lebendig. Dass dabei das Lachen mitunter im Halse stecken bleibt, wird in Kauf genommen.

20 Uhr, bei Irena Hilbig, ehemalige katholische Kirche, In der Heide 7, Martfeld

Literatursofa unter dem Motto „Selbst vorlesen oder sich vorlesen lassen“. Dazu gibt es Musik von „Landbardel“ und „Bardelino“.

Samstag, 3. November

17 Uhr, privates Wohnzimmer. Alte Bremer Straße 18, Martfeld

Dorothea Küttner liest aus dem Buch „Noch eine Runde auf dem Karussell: Vom Leben und Sterben“ von Tiziano Terzani. Anmeldung sind erbeten unter Telefon 0176/20831478.

19.30 Uhr, Fehsenfeldsche Mühle, Kirchstraße 14, Martfeld

Kurze Erzählungen des Altmeisters Heinrich Böll präsentiert Axel Hillmann unter den Titel „Heinrich der Satiriker, Böll der Humorist“. Heinrich Böll ist 1972 für seine Romane, Satiren, Hörspiele, politischen Essays und Kurzgeschichten mit dem Literaturnobelpreis ausgezeichnet worden. Seine zentralen Themen waren die Erfahrungen des Kriegs, die Nachkriegszeit in Deutschland, die gesellschaftlichen Entwicklungen der Bundesrepublik bis zum Deutschen Herbst. An dem Abend stehen Bölls schelmische Perspektiven und satirischen Fähigkeiten im Vordergrund. Die Organisatoren versprechen einen kurzweiligen Abend aus dem Fundus umfangreicher humorvoller Erzählungen von Heinrich Böll.

Sonntag, 4. November

15 Uhr, Biohof Meyer-Toms, Kiebitzheideweg 6, Schwarme

Hermann Meyer-Toms liest unter dem Titel „Theodor Storm – Zwei Brüder, eine Mauer und andere Reisen“.

16 Uhr, Steinmetzwerkstatt Robert Söffker, Kleinenborstel 53, Kleinenborstel

Algeth Weerts liest aus zwei Romanen zum Thema „Was passierte auf dem ,Floß der Medusa‘?“, und zwar aus „Ozeano Mare. Das Märchen vom Wesen des Meeres“ von Alessandro Baricco und „Das Floß der Medusa“ von Franzobel. Darum geht es: Das Segelschiff „Medusa“ läuft auf ein Riff. Die Rettungsboote reichen nur für die Hälfte der Besatzung. Ein Floß wird notdürftig zusammengebaut. Es soll von den Rettungsbooten gezogen werden. Doch die Taue werden gekappt. 15 schwer Traumatisierte werden gerettet, die Geschehnisse um das Floß vertuscht. Es geht um Moral und um die Bedeutung der Zivilisation.

18 Uhr, Hof Homfeld (Söffker), Kleinenborstel Nummer 53, Kleinenborstel

Regina und Wilfried Nordbruch sowie Heinrich Gräpel lesen aus „Jürnjakob Swehn der Amerikafahrer“ von Johannes Gillhoff. Jürnjakob Swehn, der Sohn eines Tagelöhners aus Mecklenburg, wandert 1868 nach Amerika aus. Er schildert seinem ehemaligen Lehrer in der alten Heimat sein Schicksal in Briefen.

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