Martfelder dank „Feuerwehr-Pfand“ für Preis nominiert

„Helfende Hand“: Der Titel lockt

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In diese Box müssen die Pfandbons: Heiner Rahlmann (links) zeigt, wie die Kunden von Kööp-In die Feuerwehr unterstützen können. Laden-Betreiberin Renate Klausen und ihr Ehemann Klaus-Peter haben von der Feuerwehr auch schon eine Urkunde als Dank für die Unterstützung bekommen.

Martfeld - Eine gute Idee mit einem einprägsamen Namen, mehr braucht man nicht, um nach Berlin zu fahren. So hat das jedenfalls die Feuerwehr Martfeld geschafft. „Helfende Hand“ heißt der Förderpreis, bei dem sich die Martfelder mit ihrem Projekt „Feuerwehr-Pfand“ beworben haben. Ihre Idee, die Kunden im örtlichen Supermarkt „Kööp-In“ um eine Spende in Form ihrer Pfandbons zu bitten, kam gut an. Die Freiwilligen um den Ortsbrandmeister Heiner Rahlmann wurden für die Endrunde ausgewählt.

Vergeben wird der Preis am 1. Dezember in Berlin, denn das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe, das den Preis ausgelobt hat, gehört zum Innenministerium. Dass sie zur Verleihung eingeladen wurden, bedeutet auf alle Fälle, dass die Martfelder ausgezeichnet werden. Auf welchem Platz sie gelandet sind, erfahren sie aber erst am 1. Dezember.

Im vergangenen Jahr sammelten die Martfelder etwa 2000 Euro für die Anschaffung eines Busses, in diesem Jahr bitten sie um Unterstützung bei der Anschaffung von Funkmeldeempfängern. Etwa 15 von diesen Empfängern bekommt jede Gemeindefeuerwehr, Ortsbrandmeister Rahlmann würde gerne auf eigene Kosten zusätzliche anschaffen, um besser versorgt zu sein. Das Geld sammeln die Einsatzkräfte bereits jetzt, um sich an die Sammelbestellung anschließen zu können.

Neben dem Förderpreis wird am 1. Dezember noch eine weitere Auszeichnung vergeben: der Publikumspreis. Dessen Sieger bestimmen die Besucher der Internetseite www.helfende-hand-foerderpreis.de, indem sie online abstimmen. Auch dafür hoffen die Feuerwehrleute auf viel Unterstützung. „Wir brauchen die Hilfe aller Zeitungsleser“, erklärt Heiner Rahlmann. Einige der anderen Gruppen kommen aus Städten wie Berlin und Münster. Deren große Einwohnerzahl kann man nur mit vereinten Kräften schlagen.

Um zu zeigen, dass das „Feuerwehr-Pfand“ als Konzept Zukunft hat, haben die Martfelder Feuerwehrleute bereits ihr Spendenziel formuliert. Gemeinsam mit der Ortsgruppe Bruchhausen-Vilsen der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) wollen die Einsatzkräfte ein gebrauchtes Rettungsboot anschaffen. „Wir haben zwei große Seen hier in der Gegend, und eine Personensuche ist vom Wasser aus einfach sinniger“, sagt Heiner Rahlmann. Mehrere Mitglieder der Feuerwehr haben einen Bootsführerschein, die Ausstattung könnten die Einsatzkräfte also auch direkt sinnvoll nutzen.

ike

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