Martfeld in 80 Minuten

Letzte Vorbereitungen für „Unser Dorf hat Zukunft“

+
Jürgen Lemke, Anja Hustedt und Anton Bartling (v.l.) vom Arbeitskreis freuen sich auf den Besuch der Bewertungskommission. Auf dem Bild fehlt das vierte Mitglied der Gruppe, Merle Hoffmann. 

Martfeld - Von Karin Neukirchen-Stratmann. Wie packt man das soziale Leben und die Zukunftspläne Martfelds in eine rund einstündige Busrundfahrt und einen 20-minütigen Aufenthalt in der Fehsenfeldschen Mühle? Mit dieser schwierigen Frage befasst sich seit einigen Wochen eine Arbeitsgruppe, die aus den Ratsvertretern Jürgen Lemke und Merle Hoffmann sowie aus Anton Bartling und Anja Hustedt vom Heimatverein besteht. Akribisch hat sie den Besuch der Bewertungskommission des Kreiswettbewerbs „Unser Dorf hat Zukunft“ vorbereitet. Am Freitag, 9. Juni, ist es so weit.

Am Montagabend stellte Anton Bartling im Gasthaus Dunekack in Kleinenborstel vor knapp 20 Vertretern von Gemeinderat und Vereinen die bisherigen Planungen vor. „Die Kommission kommt an dem Vormittag aus Schwarme. Der Plan ist, dass wir uns am Grenzstein treffen und dort in den Bus steigen“, sagte Bartling. Dort startet eine große Rundfahrt, vorbei am Gewerbegebiet, am alten Schafstall, an der Weinscheune und über die Bruchhauser Straße Richtung Martfeld. „Im Dorf führt der Weg dann über die Alte Bremer Straße zu ,Kööp In‘, zu Hallenbad und Schule, weiter Richtung Loge, zum Schützenhaus und danach nach Hustedt zum Dorfgemeinschaftshaus“, zählte Bartling auf. Dort ist eine zehnminütige Pause geplant, bevor es wieder in Richtung Martfeld geht, am Beckmann-Stadion vorbei, an den Biotopen im Heidmoor, dann ins neue Gewerbegebiet und ins Baugebiet „Alter Kamp“. An der Friedhofskapelle endet die Bustour. „Von dort geht es zu Fuß weiter zur Fehsenfeldschen Mühle, so können wir im Ortskern alles zeigen“, sagte Anja Hustedt.

Für die reine Busfahrt sind 40 Minuten vorgesehen, zusammen mit dem Aufenthalt in Hustedt und dem zehnminütigen Fußweg zur Mühle ist so schon eine Stunde verplant. „Uns bleiben dann noch 20 Minuten in der Mühle“, sagte Bartling. „Wir haben überlegt, ob man etwas auslassen kann, um Zeit zu sparen, aber uns ist nichts eingefallen.“ Schließlich will Martfeld seine besten Seiten zeigen.

Kindergartenkinder lassen Luftballons steigen

An den vielen Stationen, die die Kommission unterwegs sehen wird, wünscht sich die Arbeitsgruppe Aktivität. Am Kindergarten zum Beispiel könnten Luftballons in dem Moment hochsteigen, in dem die Kommission das Gelände erblickt. Per Handy sollen die Stationen den Startschuss für solche Aktionen erhalten. „Schön wäre auch, wenn die Feuerwehr ihre Fahrzeuge rausfahren könnte und ein paar Alterskameraden zu sehen wären“, sagte Bartling in Richtung Feuerwehr-Vertreter. „Das kriegen wir hin“, lautete die Antwort.

Überhaupt zeigen sich die Vereine sehr kooperativ. Auch der Bus der Gemeinschaft der Selbstständigen (GdS) soll zu sehen sein, außerdem am Hallenbad die Einstiegshilfe ins Wasser und am Schützenhaus einige Schützen.

Kopfzerbrechen bereitet der Arbeitsgruppe indes die Frage, wie man die Schule darstellen könnte. „Am 9. Juni sind die Schüler zu den Bundesjugendspielen auf dem Sportplatz, und zwar mit den Schwarmer Schülern zusammen“, sagte Bartling. Das könnte zwar toll das Miteinander zeigen, aber der Sportplatz liegt nicht auf der Route des Busses. Die Anwesenden diskutierten auf Vorschlag des ehemaligen Pastors Horst Wortmann über eine weitere Luftballon-Aktion, bevor Jürgen Lemke laut überlegte, einen Lauf der Schüler über die Straße vom Sportplatz am Feuerwehrhaus vorbei zu planen. Eine Idee, die aber aus organisatorischen und Sicherheitsgründen gleich wieder verworfen wurde. „Ich werde mal mit der Schule reden“, versprach Anton Bartling. Er bat auch um „reges Leben“ rund um die Marktstände vor „Kööp In“.

Informationen über Schautafeln

Nach Ankunft an der Mühle kann sich die Bewertungskommission an Schautafeln über das Leben in Martfeld informieren, dort wollen sich zusätzlich die Gemeinde und die Vereine noch einmal präsentieren. Zudem besteht die Möglichkeit für persönliche Gespräche und Nachfragen. „Wir haben ja drei Chöre in Martfeld. Es wäre schön, wenn auch einige Sänger etwas singen könnten“, ergänzte Bartling.

Die Kulturszene, für die Martfeld bekannt ist, soll ebenfalls nicht zu kurz kommen. „Ich stehe im Gespräch mit Erwing Rau von der ,Kastanie‘“, erklärte Bartling. Und Ulrike Brandstädter schlug spontan vor, die „Literaturtage“ mit einer kleinen Lesung zu repräsentieren. „Das könnte man auch gut im Dorfgemeinschaftshaus Hustedt machen“, sagte Jürgen Lemke.

An der Mühle soll es auch ein kleines Catering geben – mit regionalen Produkten, für die Martfeld ebenfalls bekannt ist. „Hof Holste, Masemann, Rennig Söffker, Wolters und unser Bierbrauer – die werden wir alle ansprechen“, sagte Anja Hustedt.

Zum Schluss der Bereisung soll es nach Aussage von Anton Bartling noch eine Überraschung für die Kommission geben. „Dazu müssen wir uns für eine Generalprobe mit allen Beteiligten am 2. Juni um 19 Uhr an der Mühle treffen.“ Mehr wollte er Montagabend noch nicht verraten.

Nach Abreise der Kommission ist eine kleine Feier geplant, die ebenfalls in der Mühle stattfinden wird. Bartling bat abschließend alle Vereinsvertreter, eine Aufforderung weiterzugeben: „An diesem Vormittag sollten sich möglichst viele Menschen draußen aufhalten.“

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema:

Islamistischer Terroranschlag in Barcelona mit vielen Toten

Islamistischer Terroranschlag in Barcelona mit vielen Toten

IGS Rotenburg ist Partnerschule des DFB

IGS Rotenburg ist Partnerschule des DFB

Bilder: Tote und viele Verletzte nach Terrorattacke in Barcelona

Bilder: Tote und viele Verletzte nach Terrorattacke in Barcelona

Übung des Ortsvereins Bassum und des Technischen Hilfswerks

Übung des Ortsvereins Bassum und des Technischen Hilfswerks

Meistgelesene Artikel

Aus der Disco direkt gegen eine Laterne und in eine Schlägerei

Aus der Disco direkt gegen eine Laterne und in eine Schlägerei

Doppeltes Grün an der Ampel? Autos kollidieren auf der B214

Doppeltes Grün an der Ampel? Autos kollidieren auf der B214

Syker Entenrennen endet mit denkbar knappem Zieleinlauf

Syker Entenrennen endet mit denkbar knappem Zieleinlauf

Technischer Defekt setzt Keller komplett unter Wasser

Technischer Defekt setzt Keller komplett unter Wasser

Kommentare