Mareike Hinrichsen-Mohr freut sich auf ihre erste Pastorenstelle

Das neue Gesicht der Kirche sieht fröhlich aus

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Mareike Hinrichsen-Mohr möchte Vilsen erst mal kennenlernen, statt gleich einen „Rucksack voller Ideen“ zu öffnen.

Br.-Vilsen - Von Mareike Hahn. Noch vor ein paar Monaten kannte Mareike Hinrichsen-Mohr Bruchhausen-Vilsen nur von einem Straßenschild. Wenn sie während ihres Vikariats in Kirchtimke (Samtgemeinde Tarmstedt) zum Predigerseminar in Loccum fuhr, kam sie immer durch Martfeld und las den Ortsnamen an einer Abzweigung. Dann erfuhr die 31-Jährige, dass der Luftkurort ihr neues Zuhause werden würde –und machte sich neugierig auf den Weg dorthin. Der erste Eindruck war positiv. Zum Glück: Denn in den nächsten drei Jahren absolviert die frisch gebackene Pastorin ihren Probedienst im verbundenen Pfarramt Bruchhausen-Vilsen.

Hinrichsen-Mohr hat ihre neue Stelle in dieser Woche angetreten, ordiniert und offiziell in ihr Amt als Pastorin eingeführt wird sie am Sonntag, 14. Februar, von Landessuperintendentin Dr. Birgit Klostermeier. Der öffentliche Festgottesdienst beginnt um 15 Uhr in der Vilser St.-Cyriakus-Kirche.

Auf ihre erste Stelle ist Hinrichsen-Mohr sehr gespannt. Ob sie länger als bis 2019 in Bruchhausen-Vilsen bleiben wird, kann sie jetzt noch nicht einschätzen. „Zum Probedienst wird man geschickt“, erklärt Hinrichsen-Mohr. „Danach kann man sich dann auf die eigene Stelle oder eine andere bewerben.“

Noch wohnt die Theologin allein in einer Wohnung an der Brautstraße, im März kommt ihr Mann ebenfalls nach Vilsen. Er promoviert zurzeit als Physiker an der Universität in Bremen. Das Paar kennt sich seit der Schulzeit in Neuenwalde (Kreis Cuxhaven). „Ich war schon immer in der Kirche aktiv, er nicht so sehr. Dafür bin ich naturwissenschaftlich überhaupt nicht begabt“, sagt die quirlige Theologin mit den auffallend roten Haaren und lacht. Das tut sie oft.

Die Nachfolgerin des im Oktober verabschiedeten Pastors Cornelius Grohs wird sicher frischen Wind nach Vilsen bringen. Einen „Rucksack voller Ideen“ hat sie aber nicht dabei. „Ich gucke mir erst mal die Gemeinde an. Ich möchte zunächst die Menschen kennenlernen und mich einarbeiten“, sagt sie. „Ich habe Ideen, aber nichts, was ich auf jeden Fall umsetzen muss. Ich bin da offen.“ Die Jugend- und Kinderarbeit lag ihr bisher sehr am Herzen. „Aber ich mag vieles. Ich freue mich schon zu sehen, wie die ,Kreuz und quer‘-Gottesdienste laufen. Ich feiere total gerne Gottesdienste.“ Sie lacht. „Das ist gut für meinen Beruf.“

Dass der einmal Pastorin lauten würde, hätte sie früher nicht gedacht. Hinrichsen-Mohr hatte zwar als Tochter eines Pastors schon früh eine Verbindung zur Kirche, aber nach dem Abitur begann sie zunächst, Englisch und Theologie auf Lehramt zu studieren. „Ich habe dann aber gemerkt, dass mich Theologie fachlich mehr interessiert“, sagt die in Ostfriesland geborene 31-Jährige und spricht von einem Prozess: „Mir wurde immer klarer, dass es mich dahin zieht, Pastorin zu werden.“ 2007 entschied sie schließlich, auf dieses Gefühl zu hören und teilte es ihrer Familie und ihren Freunden mit. „Da war keiner unfassbar überrascht“, erinnert sich Hinrichsen-Mohr.

In ihrer Freizeit geht sie gerne spazieren. Die „bergige Gegend“ rund um Bruchhausen-Vilsen will sie sich denn auch vor allem zu Fuß erschließen: „Ich bin unheimlich gerne draußen.“ Außerdem bezeichnet die Theologin „Musik, auch selber machen“ als großes Hobby. Sie singt, spielt Blockflöte und ein bisschen Gitarre. Rock und Pop gefallen ihr, aber auch „alles, was mir so über den Weg läuft. Das kann auch mal Country sein oder was altes Plattdeutsches.“

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