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Aufatmen nach Corona-Pause: Auf dem Maimarkt steppt der Bär

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Von: Lisa Hustedt

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Hier steppt der Bär: Je weiter der Nachmittag voranschritt, desto mehr füllten sich die Straßen rund um das Maifest.
Hier steppt der Bär: Je weiter der Nachmittag voranschritt, desto mehr füllten sich die Straßen rund um das Maifest. © Oliver Siedenberg

Br.-Vilsen – Eins ist klar: Es war an der Zeit, dass der Maimarkt in Bruchhausen-Vilsen endlich wieder stattfindet. Darüber waren sich sowohl die Besucher, als auch die Aussteller gestern Nachmittag geschlossen einig. Mehr als 70 von ihnen präsentierten ihre Waren im Rahmen des Mini-Festivals, das beim Autohaus Witschke begann und sich über den Engelbergplatz bis hin zur Brautstraße erstreckte.

„So viele Anbieter hatten wir vorher noch nie, obwohl zwei leider kurzfristig absagen mussten. Und allesamt kommen sie aus der Region oder dem Umkreis“, betonte Marktmeisterin Ute Hühne stolz im Pressegespräch vor Ort.

Rundum zufrieden: Ute Hühne, Marktmeisterin.
Rundum zufrieden: Ute Hühne, Marktmeisterin. © Lisa Hustedt

Getoppt wurde dieser Rekord wohl nur durch die Anzahl der Gäste, die dem Maimarkt bei traumhaft sommerlichen Wetter einen Besuch abstatteten. Ob Partner, Familien, kleine Gruppen, Senioren, Kinder oder junge Erwachsene – allesamt kamen sie auf ihre Kosten bei guten Gesprächen und noch besserer Laune.

Je weiter der Nachmittag voranschritt, desto mehr füllten sich die Straßen. „Tatsächlich haben wir uns aufgrund dieses Andrangs sowie des guten Wetters dazu entschieden, die Straßensperre von 20 auf 21 Uhr auszuweiten, sodass die Aus- und Schausteller noch etwas länger stehen können“, verriet Hühne.

Das Gesangsquartett „Volcano“ aus Bremen sorgte für ordentlich Stimmung bei den Besuchern.
Das Gesangsquartett „Volcano“ aus Bremen sorgte für ordentlich Stimmung bei den Besuchern. © Lisa Hustedt

Aus der gesamten Region waren die Besucher angereist: Einige kamen aus Wildeshausen, andere aus Nienburg und Barnstorf oder sogar ganz aus Verden – kein Weg schien zu weit, um zum Maimarkt zu gelangen. So legte die Gandesbergerin Helga Becker ihre Strecke beispielsweise mit dem Fahrrad zurück. „Bei dem Wetter bot sich das einfach an“, erläuterte sie im Interview. Zusammen mit zwei Bekannten traf sie sich einerseits zum Stöbern, „und andererseits der Festivitäten wegen. Es ist das erste Mal, seit Ausbruch der Corona-Krise, dass wir bei so einem Event dabei sind“, schildert sie weiter.

Im Schatten mit einem kühlen Cocktail lässt es sich trotz strahlender Sonne sehr gut aushalten.
Im Schatten mit einem kühlen Cocktail lässt es sich trotz strahlender Sonne sehr gut aushalten. © Oliver Siedenberg

Zum ersten Mal beim Maimarkt dabei war gestern Bernard Cordes aus Thedinghausen. „Ein echt tolles Ambiente hier“, gibt er zu. Besonders begrüßt er es, dass es trotz der vielen Menschen nie irgendwo ungemütlich wird. „Alles verteilt sich gut und es kommt nicht zu Gedränge.“ Dem schließt sich auch Nala Harries aus Eystrup an. Sie ist mit ihrer Freundin hier, um sich auf der Hochzeitsmesse inspirieren zu lassen, die Dank leuchtend weißer Limousine wohl jedem ins Auge gefallen sein wird. „Das vielfältige Angebot ist mega und die Laune bei diesem Wetter natürlich auch“, strahlt sie.

Den Kindern gefiel das Spiel mit den Seifenblasen, die es vor „Voll umsorgt“ zu entdecken gab.
Den Kindern gefiel das Spiel mit den Seifenblasen, die es vor „Voll umsorgt“ zu entdecken gab. © Oliver Siedenberg

Als richtiger Hingucker erwies sich ebenfalls der Nienburger Oldtimerclub, der in der Brautstraße mit seinen Fahrzeugen Stellung bezog. Wer sich weniger für poliertes Metall interessiert, sondern vielmehr für alles, was mit Holz zu tun hat, kam bei Klaus Ritterhoff aus Bassum auf seine Kosten. „Der Verkauf läuft super“, schilderte eine Mitarbeiterin vor Ort und ergänzt, dass sie zum ersten Mal seit sieben Jahren wieder beim Maimarkt mit dabei ist. Gänzlich zum allerersten Mal führte es Susanne Helms mit ihrer Seifenmanufaktur aus Barrien nach Bruchhausen-Vilsen. „Wir haben quasi Jubiläum heute“, schmunzelt sie. Immer wieder sammeln sich kleine Menschentrauben um ihren grünen Wagen, der an sich schon ein totaler Hingucker ist und viele verschiedene handgemachte Seifen im Inneren verbirgt. „Die Leute sind alle so herzlich und gut gelaunt – ich kann mir auf denen Fall vorstellen wiederzukommen.“

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