Aufregung hoch 160

Lokalkrimi „Der Schatz von Schwarme“ feiert am Sonntag Premiere

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Kameramann Ralf Schauwacker (links), Regisseurin Daniela Franzen, Hauptdarsteller Marcello Monaco (hinten, links) und Projektinitiator Hermann Schröder blicken auf ein arbeitsintensives Jahr zurück.

Schwarme - Von Vivian Krause. Nur drei Personen wissen, wie der Lokalkrimi „Monaco ermittelt – Der Schatz von Schwarme“ endet. Nur drei Personen haben den gesamten Film, der eine fiktive Geschichte erzählt und mit tatsächlichen historischen Ereignissen angereichert ist, bereits gesehen. Diese drei Personen sind Regisseurin Daniela Franzen, Hauptdarsteller Marcello Monaco und Kameramann Ralf Schauwacker. 

Sie berichteten jetzt in einem Pressegespräch über ihre Erfahrungen mit den 160 Laienschauspielern aus Schwarme und Umgebung, die an dem Projekt mitgewirkt haben und auf die Premiere hinfiebern. Dabei war auch Hermann Schröder, Initiator des Filmdrehs.

Durch das Projekt sind sich die Schwarmer näher gekommen, sind sich alle Vier einig. Auch die Darsteller Hannelore sowie Manfred Ballerstein und Liselotte Kunkel bestätigen das.

Zuvor sammelten Franzen, Monaco und Schauwacker schon 2014 beim Filmprojekt „Tod-Art: Gejagt“ in Groß Henstedt ihre Erfahrungen. Inspiriert wurden sie bei den Produktionen vom „Tatort“.

Die Schwarmer Geschichte rund um Kommissar Monaco (gespielt von Marcello Monaco) hat sich Daniela Franzen ausgedacht. Dabei hat sie wahre Begebenheiten der Gemeinde in eine fiktive Story eingeflochten.

„Das Engagement der Leute ist großartig“

Nachdem die Macher das Projekt im Herbst vergangenen Jahres in Schwarme vorgestellt hatten, meldeten sich immer mehr Einwohner aus der Gemeinde und den Orten umzu. Kontakt hielt die Regisseurin mit den insgesamt 160 Laienschauspielern via E-Mail. „Das Engagement der Leute ist großartig“, sagt Franzen. Besonders ist allen die Hilfe von Hannelore Dixon in Erinnerung geblieben. Sie behielt stets den Überblick. „Sie hat sogar Werbung an der Supermarktkasse gemacht“, sagt Hermann Schröder lächelnd über die Verkäuferin. Auch erinnerte sie die Einwohner an ihre Drehtage, fügt Daniela Franzen hinzu.

Der erste Drehtag war im April dieses Jahres. Es folgten 15 weitere. Das Besondere an dem Krimi: Es gab kein Drehbuch. Lediglich ein paar Regieanweisungen und die grobe Handlung gab Franzen den Schauspielern vor. „Ich bekam statt eines festen Textes nur Anweisungen wie ,entsetzt‘ oder ,aufgeregt‘“, sagt Hannelore Ballerstein. Ihr Mann Manfred, mit dem sie auch im Krimi verheiratet ist, spielt einen Elektriker. Durch Auswendiglernen stehen vor allem Laien oft unter zu großem Druck, erklärt Schauwacker. Stattdessen galt es, zu improvisieren. Das Ehepaar Ballerstein fasst die Erfahrung als „eine Gaudi“ zusammen.

Ein Jahr Arbeit steckt in dem Film

„Es gibt viele Naturtalente hier“, sagt der Italiener Marcello Monaco aus Bassum, der nicht nur als Schauspieler vor der Kamera, sondern auch auf der Theaterbühne schon viele Erfahrungen gesammelt hat. „Wir haben die Leute sehr gut kennengelernt, auch wenn sie uns nicht gut kennen“, sagt er lächelnd. Denn: Die Macher haben jede Szene bis zu 50 Mal auf dem Bildschirm gesehen. Für den Schnitt des Films oder die Abstimmung der Szenen auf die Musik. So hatten sie genug Zeit, jeden Gesichtszug der Schauspieler zu studieren.

Ein Jahr Arbeit steckt in dem Film. „Das Konzept können wir auch in anderen Gemeinden weiterführen“, sagt Schauwacker. Interessierte erreichen die Macher per E-Mail an mail@schauwacker.de sowie kontakt@danielamarcello.de.

Der Schwarmer Krimi handelt, wie der Titel verrät, von einem Schatz. Dieser „wandert durch die Geschichte“, sagen die Macher. Während der Story sind laut Franzen „unheimlich viele Drehorte“ zu sehen: von der Apotheke über die Grasrennbahn und die Hundeschule in Schwarme bis hin zum Erbhof in Thedinghausen. Und wie es sich für einen echten Krimi gehört, spielt auch ein Mordfall eine Rolle ... Wie er ausgeht, sehen Interessierte ab Sonntag, 10. Dezember, in mehreren Vorführungen.

Den Schwarmer Krimi gibt es zudem auf DVD zu kaufen – für zehn Euro im Filmhof Hoya sowie in Schwarme in Robberts Huus und beim Weihnachtsmarkt.

Spieltermine

So., 10.12.: Filmhof, Hoya 14.00 Uhr So., 10.12.: Filmhof, Hoya 16.30 Uhr Mi., 13.12.: Filmhof, Hoya 19.00 Uhr So., 17.12.: Robberts Huus, Schwarme (ausverkauft) 15.00 Uhr Di., 19.12.: Robberts Huus, Schwarme 19.00 Uhr Mi., 20.12.: Hansa Kino, Syke 19.00 Uhr Mi., 20.12.: Robberts Huus, Schwarme 19.00 Uhr Karten für die Vorstellungen in Robberts Huus gibt es bei der Kreissparkasse in Schwarme und unter Telefon 04258/284, jene für die Termine im Filmhof Hoya im Filmhof selbst und unter Telefon 04251/2336 sowie beim Hansa Kino Syke im Kino selbst und unter Telefon 04242/3477. 

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