Literaturtage vom 6. bis 9. November / Von Paul Maar bis zu Erzählungen op Platt

Martfeld lässt lesen

Die Beteiligten freuen sich auf viele Gäste bei den Literaturtagen.
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Die Beteiligten freuen sich auf viele Gäste bei den Literaturtagen.

Martfeld - „Lesen ist ein großes Wunder“, sagte einst die österreichische Erzählerin Marie Freifrau von Ebner-Eschenbach (1830-1916). Eine wundervolle Zeit erwartet alle, die ihr Recht geben: Vom 6. bis zum 9. November stehen die fünften Martfelder Literaturtage auf dem Plan.

Mehrere „Lesebegeisterte und Literaturliebhaber“ aus Martfeld und umzu organisieren die Lesungen mit Tee und Wein, die in öffentlichen und privaten Räumen stattfinden. Mit Ausnahme des plattdeutschen Nachmittags am 9. November ist der Besuch kostenfrei. Das Programm ist vielfältig:

Donnerstag, 6. November:

Unter dem Titel „Whistle Stop Cafe Alabama“ lesen Ulrike Brandstädter und Heike Bomers-Wältring aus dem Buch „Grüne Tomaten“ von US-Autorin Fannie Flagg. Start ist um 19 Uhr in Martfeld, Göselake 5. In dem Roman aus dem Jahr 1987 geht es um Evelyn, eine Frau zu Beginn der Wechseljahre, mit wenig Selbstbewusstsein und einer unglücklichen Ehe. Sie lernt in einem Altersheim die fröhliche Seniorin Ninny Threadgoode kennen. „Der spezielle Südstaatenhumor gibt der Geschichte die besondere Würze“, steht in einer Pressemitteilung.

Freitag, 7. November:

„Leo Mark Horovitz und Regina Suchetzky lesen Nasrudin und andere Weisheitsgeschichten“ heißt der erste Programmpunkt am Freitag. Zeit und Ort: ab 17 Uhr in der Steinmetzwerkstatt Robert Söffker, Kleinenborstel 53. Im Fokus des Abends steht Mullah Nasrudin, ein berühmter, weiser und schelmischer Narr des Orients.

Beim „Literatursofa bei Irina Hilbig“ ab 20 Uhr in der ehemaligen katholischen Kirche in Martfeld (In der Heide 7) sind verschiedene Vorleser dabei: Wer Lust hat, bringt ein Buch mit und trägt daraus vor. Für die musikalische Begleitung sorgen Brigitte und Birger.

Das Thema „Künstlerleben zwischen Verzweiflung und Größenwahn“ hat sich Dieter Begemann ausgesucht. Ab 20 Uhr stellt der Bildhauer und Kunstwissenschaftler in Martfeld (Schulstraße 16) in einer munteren Collage Texte einer großen Bandbreite vor: Junge Maler und alternde Tenöre kommen zu Wort, Schauplätze sind Romsheim (eine fiktive deutsche Kleinstadt) und Rom.

Sonnabend, 8. November:

Zu einer Matinee lädt Algeth Weerts ein. Ab 11 Uhr erwartet die Gäste „Mehr von José Saramago mit kleinen portugiesischen Spezialitäten (Süßes und Pikantes)“ in der Steinmetzwerkstatt Robert Söffker, Kleinenborstel 53.

„Jürnjakob Swehn der Amerikafahrer“ steht ab 18.30 Uhr im Dorfgemeinschaftshaus in Hustedt im Mittelpunkt. Heinrich Gräpel und Wilfried Nordbruch lesen aus dem Buch von Johannes Gillhoff, in dem ein Auswanderer in Briefen an seinen alten Lehrer in Mecklenburg über sein Schicksal erzählt.

„Wer hat Angst vor Virginia Woolf“ lautet der Titel einer szenischen Lesung mit Barbara Hache und Axel Hillmann. Los geht‘s um 20 Uhr im Alten Pfarrhaus (Kirchstraße 15) in Martfeld. „Edward Albees Stück ist ein Beziehungsdrama mit einem wahren Feuerwerk an scharfen Dialogen und abgründigen Beziehungsspielen, ja Beziehungskämpfen“, heißt es in der Pressemeldung. Hache und Hillmann lesen den ersten Akt „Gesellschaftsspiele“ mit verteilten Rollen.

Sonntag, 9. November:

Die Veranstaltung „Hermann Meyer-Toms liest Geschichten von Paul Maar für Menschen von 9 bis 99“ beginnt um 15 Uhr auf dem Biohof an der Kiebitzheide 6 in Schwarme-Spraken.

„Plattdeutsches bei Kaffee und Butterkuchen für einen Beitrag von fünf Euro“ gibt es ab 15 Uhr im Schützenhaus Loge. Anmeldungen sind erforderlich unter Telefon 04255/404 oder 04255/204. Richard Klausen liest selbst verfasste Geschichten. Er ist Bäcker und jahrzehntelang mit seinem Verkaufswagen von Hof zu Hof über die Dörfer gefahren. Algeth Weerts trägt eine Geschichte oder ein Gedicht aus ihrer ostfriesischen Heimat in dem dort gebräuchlichen Platt vor. Wilfried Nordbruch bringt den Gästen Geschichten aus dem Büchlein „Annertied, Belewnisse und Vertellers“ näher, das seine Nachbarin Magdalene Weber geb. Köster in seiner Kinder- und Jugendzeit geschrieben hat. Es geht um Begebenheiten aus Normannshausen.

mah

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