Lisa Peitzmeier-Stoffregen zur stellvertretenden Gymnasialleiterin ernannt

Ein neues altes Amt

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Schulleiter Reinhard Heinrichs und Irene Kretschmer von der Landesschulbehörde (rechts) gratulieren Lisa Peitzmeier-Stoffregen zu ihrer Stelle.

Br.-Vilsen - Von Anne Schmidtke. Nun ist es offiziell: Lisa Peitzmeier-Stoffregen ist die neue stellvertretende Schulleiterin des Gymnasiums Bruchhausen-Vilsen. Aus den Händen von Irene Kretschmer, schulfachliche Dezernentin der Niedersächsischen Landesschulbehörde, bekam die Pädagogin die sogenannte Dienstpostenübergabe.

„Es ist schön, die Stelle jetzt endlich fest zu haben“, sagt Lisa Peitzmeier-Stoffregen. Nachdem der einstige stellvertretende Schulleiter 2011 aufgrund von Hinweisen auf ein intimes Verhältnis zu einer Schülerin suspendiert worden war, übernahm die Biologie- und Erdkundelehrerin den Posten bereits kommissarisch. „Die Landesschulbehörde hat damals toll reagiert und alles unkompliziert geregelt“, lobt Schulleiter Reinhard Heinrichs. Nachdem die Behörde Anfang dieses Jahres das Beamtenverhältnis mit dem Vorgänger von Lisa Peitzmeier-Stoffregen aufgelöst hatte, konnte die Stelle endlich offiziell ausgeschrieben werden.

Obwohl die 55-Jährige die einzige Bewerberin war, musste sie eine harte eintägige Prüfung über sich ergehen lassen. Die Beteiligten hätten während des Verfahrens versucht, den Alltag eines stellvertretenden Schulleiters so gut wie möglich abzubilden, berichtet Kretschmer. So musste Peitzmeier-Stoffregen aufmerksam den Deutschunterricht einer Kollegin verfolgen und anschließend evaluieren. „Ich habe mit ihr über den Ablauf gesprochen und darüber, ob sie ihre zuvor selbst gesteckten Ziele erreicht hat“, berichtet Peitzmeier-Stoffregen. Einige Änderungsvorschläge habe es auch gegeben.

Ihre Fähigkeiten als Lehrerin standen ebenfalls auf dem Prüfstand. Reinhard Heinrichs und Irene Kretschmer beobachteten und bewerteten eine Biologiestunde. „Im Grunde kann man immer etwas besser machen“, bilanziert Peitzmeier-Stoffregen. Anschließend stand ein Gespräch auf dem Programm, in dem geprüft wurde, ob sie über ihre neuen Aufgaben gut Bescheid weiß. Des Weiteren musste die Bewerberin unter anderem eine Gesamtkonferenz leiten.

„Das war eine richtige Belastungsprobe. Gleich am Abend nach der Prüfung habe ich Bescheid bekommen, dass ich bestanden habe. Das fühlte sich gut an“, berichtet Lisa Peitzmeier-Stoffregen.

Nach ihrem Studium und ihrem Referendariat arbeitete sie in einer Personaltrainingsfirma, die sie schließlich jahrelang leitete. „Damals gab es für meine Fächerkombination einfach keine offenen Stellen“, erinnert sich die 55-Jährige. Bevor sie vor zehn Jahren an das Gymnasium Bruchhausen-Vilsen wechselte, unterrichtete sie ein Jahr lang in Georgsmarienhütte. Die Delmenhorsterin ist verheiratet und hat zwei Kinder. In ihrer Freizeit kümmert sie sich um ihren großen Garten, liest viele Bücher und trifft sich gerne mit Freunden.

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