Lions-Club Grafschaft Hoya richtet Chorwettbewerb für Schulen aus

Nervosität, um die richtige Spannung zu haben

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Raphael Munk dirigiert den Chor des Gymnasiums Stolzenau.

Br.-Vilsen - Von Andree Wächter. In einigen Klassenräumen im Gymnasium Bruchhausen-Vilsen knisterte es vor Spannung. Doch statt auf Abi-Prüfungen stimmten sich fünf Chöre auf ihren Auftritt ein. Sie sangen um den Wanderpokal „Goldener Lion“ und 1500 Euro Siegprämie. Der Lions-Club Grafschaft Hoya hatte das Event zum zweiten Mal organisiert. Präsident Ulrich Semrau gratulierte am Ende dem Chor des Marion-Dönhoff-Gymnasiums Nienburg zum Sieg (ein ausführlicher Bericht folgt in einer unserer nächsten Ausgaben).

„Wir haben für jeden Chor einen Klassenraum mit E-Piano zum Einsingen hergerichtet“, sagte Klaus Rode vom Lions-Club bevor die Veranstaltung begann. Beim Schlendern über den Schulflur klangen mehrstimmige Lieder aus den Räumen. Trotz des bevorstehenden Wettstreites kam der Spaß nicht zu kurz. Zwischen dem Einsingen wurde viel gelacht. Je weiter der Uhrzeiger auf 14 Uhr vorrückte, desto nervöser wurden die Schüler vom Gymnasium Stolzenau. Sie durften in ihren grünen Hemden als erstes auf die Bühne – und das bei ihrer Premierenteilnahme. Alle anderen Chöre waren schon 2014 dabei. „Wir sind hier, um zu gewinnen“, sagen sie einstimmig mit einem Lächeln im Gesicht. „Etwas Nervosität ist gut, um die richtige Anspannung zu haben“, ergänzte Felina Hartmann. „Wir sind hier freundlich empfangen worden und es ist eine top Organisation“, lobte die Schülerin. Sie war eine der 17 Mitglieder des Jugendchors unter der Leitung von Raphael Munk. „Von einer Kollegin habe ich von dem Wettbewerb erfahren. Und die Schüler hatten Lust drauf, also haben wir uns beworben“, sagte der Lehrer. In seiner AG proben Schüler aus der siebten bis zur zwölften Klasse.

Erfahrungen hatte der Chor von Schulauftritten oder Veranstaltungen in Stolzenau. „Die Atmosphäre wird bestimmt besonders sein“, vermutete Felina Hartmann. Immerhin ist die Halle, die Bühne und mehrere hundert Personen an Zuhörern für die meisten Neuland. Für Felina war es auch spannend zu hören, wie die Mitstreiter sich auf der Bühne schlagen.

Einer dieser Mitstreiter war der Chor vom Gymnasium Syke. „Wir freuen uns schon auf den Auftritt vor großer Kulisse“, sagte Jutta Röscher. Die Chorleiterin wünschte sich von den Sängern, dass sie das abrufen, was geprobt worden war. „Es ist wichtig, auch mal über den Tellerrand hinaus zu schauen und zu sehen, was die anderen machen“, so Röscher. Der Wettbewerb „Sing mit!“ eignet sich dafür optimal, weil Chöre aus den Landkreisen Diepholz und Nienburg teilnahmen. „Der olympische Gedanke zählt“, meinte die Chorleiterin. Und weiter: „Es ist toll, dass die Lions einen solchen Anreiz zum intensiven Proben schaffen.“

Eine Sängerin war Inken Klein. Sie gehört dem Ensemble seit rund einem Jahr an. „Noch ist mein Puls normal, doch wir sind auch als letzte Gruppe dran“, sagte sie kurz vor 14 Uhr. Ohne große Erwartungen fieberte Inken ihrem ersten großen Auftritt entgegen: „Ich hoffe, dass alles klappt.“ Die Jury wollten sie mit vier Songs überzeugen. „Die Auswahl haben wir alle zusammen getroffen“, so die Schülerin. Das Lied „Whatever“ sangen sie in einem Arrangement von Kim Phuong Nhu Vu. Sie schrieb den Noel- Gallagher-Text um. „Dies war eine Facharbeit im Seminarfach Chor“, erklärte Inken. Hintergrund: Jetzt kann der Chor mehrstimmig den Klassiker interpretieren.

Unterstützt mit viel Applaus wurden die Sängern von den Besuchern. Den ganzen Nachmittag über verköstigte der Lions-Club sie mit Kaffee, Kuchen, Kaltgetränken und Snacks. Die Lionsmitglieder haben in die Organisation insgesamt weit über 300 Stunden investiert, so Klaus Rode. Er schätzt den Zeitaufwand alleine zum Herrichten der Halle auf sechs bis sieben Stunden. Schon nach dem Soundcheck waren sich die Organisatoren einig: Das wird ein spannender und ganz enger Wettstreit.

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