„Lili Marleen – Das Leben der Lale Andersen“: Sängerin Stefanie Golisch gastiert in Asendorf

Lieder aus der norddeutschen Seele

Stefanie Golisch

Asendorf - Mit dem Programm „Lili Marleen – Das Leben der Lale Andersen“ gastiert Stefanie Golisch am Donnerstag, 3. November, um 19 Uhr im Gasthaus Uhlhorn in Asendorf, Alte Heerstraße 23. Der Berliner Nico A. Stabel begleitet die Sängerin am Klavier. Der Asendorfer Heimatverein richtet den Abend aus.

„Vor der Kaserne, vor dem großen Tor ...“ – „Lili Marleen“ ist das wohl berühmteste Lied von Lale Andersen (1905-1972). Sie wird als „die Nordsee persönlich“ bezeichnet. „Das aufregende Leben und die weltbekannte Musik der Bremerhavenerin leben seit Mai 2012 in einem Programm der Bremer Mezzosopranistin Stefanie Golisch neu auf, authentisch dargeboten mit einer klassisch ausgebildeten Gesangsstimme“, teilt der Heimatverein mit. „Von niederdeutscher Folklore auf Plattdeutsch über Werke von Bertolt Brecht bis zu deutschen Schlagern bot Lale Andersen ein breites und abwechslungsreiches Repertoire, das von Stefanie Golisch und Regisseur Uwe Hoppe in ihrem Programm um authentische Biografien erweitert wurde.“

„Sonst völlig der Oper und dem klassischen Gesang verpflichtet, ist mir bei der Arbeit mit dem Thema ,Lale Andersen‘ klar geworden, dass es noch etwas anderes in meiner norddeutschen Seele gibt, das ich unbedingt wach halten möchte“, erklärt Stefanie Golisch. Sie hat die Lieder der Bremerhavenerin schon als kleines Mädchen, auf dem Schoß ihres Großvaters sitzend, gehört und mitgesungen und bezeichnet sie als „Teil unserer Kultur“. Ihrem Sohn sang Golisch „Dat du men Leevsten bist“ zur Beruhigung vor. Das Lied steht in Asendorf ebenso auf dem Plan wie „Blaue Nacht am Hafen“, „Wenn du heimkommst“ und „Das Friesenlied“. „All diese Lieder gehören zu uns und sollten wieder in das Bewusstsein der Menschen zurückgeholt werden“, meint Stefanie Golisch.

Im Mittelpunkt steht das Lied „Lili Marleen“, das Golischs Auffassung nach ein Zeichen dafür ist, dass Musik helfen kann, schwere Zeiten zu überstehen und zu ertragen. „Je öfter ich dieses Programm darbiete, umso klarer wird mir, dass dieser Abend auch ein Abend für den Frieden ist“, sagt die Sängerin. „Der inständige Wunsch, dass es keine Kriege mehr geben darf, spiegelt sich in meiner Interpretation vieler Lieder wider.“

Karten gibt es nur an der Abendkasse, sie kosten jeweils zwölf Euro.

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