Deutsche Irish-Folk-Band „Nua“ begeistert das Publikum in der Nolteschen Mühle in Süstedt

Lieder erzählen von Liebe, Tod und Seemännern

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Die Musiker der Band „Nua“ beherrschen ihre Instrumente in Perfektion. Bei ihrem Auftritt in Süstedt zeigten sie einen Ausschnitt ihres Repertoires. 

Süstedt - Schon vor sechs Jahren waren die Musiker Michaela Grüß und Tobias Kurig mit einer anderen Formation zu Gast in der Nolteschen Scheune in Süstedt. Als kleine Anekdote dazu erzählte Tobias Kurig dem Publikum nun, dass sie damals sowohl auf der Hinreise, als auch auf der Rückfahrt in eine Radarfalle geraten waren. Zusammen mit Steffen Gabriel und Julia Weber begeisterten sie am Freitagabend die Zuhörer in der vollbesetzten Nolteschen Scheune als deutsche Irish-Folk-Band „Nua“.

Über den Auftritt berichten die Veranstalter in einer Pressenotiz. Neben den typischen instrumental gespielten Sets von Jigs, Reels und Polkas hatte die Gruppe auch viele Lieder im Programm. Deren Inhalte handelten von Dreiecksgeschichten („P stands for Paddy“), gruseligen Begebenheiten aus dem Feenland („Who put the blood“), Seemännern („Sailor“) und dem Tod („The Earl of marches Daughter“).

Das Stück „Cedar“ sei eine Solidaritätserklärung an das unter dem Bürgerkrieg leidende libanesische Volk, erklärte Micheala Grüß dem Publikum zu dem Stück. Sie ist die Sängerin der Gruppe und spielt zudem in virtuoser Weise die irische Rahmentrommel Bodhrán.

Als zweite Sängerin war in Süstedt die Geigenspielerin Julia Weber zu hören. Sie vertrat hervorragend die Schottin Catriona Price, die an diesem Konzertabend verhindert war.

Mit der irischen Tin Whistle und der Flute, einer irischen Holzquerflöte, brachte Steffen Gabriel die Tunes der irischen Lieder zum Schweben. Tobias Kurig schließlich sorgte mit seinem druckvollen Spiel auf der Blarge – einer offen gestimmten Bouzouki – für die Begleitung der Band.

Der Song „Jamie“ ist eine Vertonung des Gedichts „Thou hast left me ever, Jamie“ des schottischen Dichters Robert Burns aus dem 18. Jahrhundert, auch ein Stück, das den Tod thematisiert. Trotz traurigen Hintergrunds löste es Begeisterungsstürme in der Mühle aus.

Das Publikum sorgte überhaupt mit lang anhaltendem Beifall dafür, dass die Band erst nach mehreren Zugaben die Bühne verlassen konnte. Tobias Kurig verriet beim Abgang, dass die vierköpfige Formation im Anschluss den Geburstag eines Bandmitglieds feiern wolle.

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