„Uhlenspeeler“ zeigen am 7. März erstmals „Heinrich und dat Etablissement“

Wie auf den Leib geschneidert

Lachen am laufenden Band ist garantiert, wenn die „Uhlenspeeler“ die Komödie „Heinrich und dat Etablissement“ aufführen. Unser Bild zeigt die Akteure (von links): Werner Sudmeyer, Vanessa Lange, Maike Münch, Sigrid Gantke, Heinrich Meyer-Thomas, Wilfried Brückner, Marion Brückner, Änne Soller und Gunda Dohmeyer. Foto: Horst Friedrichs

Schwarme – Heinrich ist auf der Flucht, ausgebrochen aus seinem persönlichen Albtraum-Gefängnis. „Lebenslänglich Schwiegermutter“ lautete der Urteilsspruch, der ihn hinter die Gitter einer vorehelichen Hölle beförderte. Klärchen, seine langjährige, geliebte Verlobte, bemüht sich vergeblich, ihm das Leben unter der Knute ihrer gestrengen Mutter zu erleichtern. „Dat wör nich mehr to’n Uutholen“, gesteht er zwei hilfreichen Frauen, die sich aufs Zuhören verstehen. Unter anderem. Babsi und Uschi sind diese beiden Retterinnen in Heinrichs Not. Das Schild „Zimmer frei“ lockte ihn in ihr Haus.

Damit beginnt die plattdeutsche Komödie „Heinrich und dat Etablissement“ von Carl Slotboom. Es ist ein temporeiches Stück, gespickt mit heiteren Verwicklungen und überraschenden Wendungen. Schwarmes „Uhlenspeeler“ haben es mit Bedacht ausgewählt, und ein Besuch bei der Probenarbeit in Robberts Huus gibt zu erkennen, dass es den komödiantischen Qualitäten der Darsteller wie auf den Leib geschneidert wurde. Denn über Witz und Pointen des Bühnengeschehens müssen sie selbst immer noch lachen – und das, obwohl sie schon seit dem Herbst vergangenen Jahres üben und die Probentermine immer dichter aufeinanderfolgen, je näher der Zeitpunkt der Premiere rückt. Am Samstag, 7. März, um 20 Uhr steht diese in Robberts Huus auf dem Plan. Zum Auftakt der Schwarmer Theatersaison dieses Jahres wird, schon traditionell, „Knallkööm“ angeboten. Hinter der plattdeutschen Wortschöpfung verbirgt sich nichts anderes als Sekt.

Das Bühnenbild, ein plüschiger Empfangsraum mit weichen Polstermöbeln, roten Herzen und rotem Licht, macht auf den ersten Blick klar, in was für ein Etablissement Bauer Heinrich Engelmann (gespielt von Wilfried Brückner) auf der Suche nach einem Zufluchtsort da hineintappt. Nur Heinrich selbst erkennt das nicht, denn seine Auffassungsgabe ist nicht die schnellste. So gibt es für die Zuschauer jede Menge Momente „to’n Höögen“, während die beiden käuflichen Damen Uschi (Änne Soller) und Babsi (Sigrid Gantke) ihrem ahnungslosen Untermieter weismachen, sie seien Physiotherapeutinnen und das Etablissement ihre Praxis. Weil ihre wahren Geschäfte schlecht laufen, versuchen sie, ihre Einkommen mit der Vermietung von Zimmern aufzubessern. Das Schild „Zimmer zu vermieten“ bleibt weiter vor dem Haus stehen, da ausreichend Räumlichkeiten vorhanden sind. Und so kommt es, wie es kommen muss. Schwiegermutter Hoffmann (Gunda Dohmeyer) und ihre Tochter Klärchen (Vanessa Lange) tauchen ebenso im Etablissement auf, und es folgen turbulente Wirrungen, an denen die Kunden Walter (Werner Sudmeyer) und Manfred (Heinrich Meyer Thomas) nicht unbeteiligt sind. Wie der urkomische Tumult auf der Bühne weitergeht und endet, soll an dieser Stelle natürlich nicht verraten werden. Regisseurin ist Maike Münch, als Souffleuse wirkt Marion Brückner mit.

Vorstellungen:

Samstag, 7. März, 20 Uhr: Premiere mit Knallkööm

Sonntag, 8. März, 15 Uhr: mit Kaffee und Kuchen

Samstag, 14. März, 20 Uhr: nur Vorstellung

Sonntag, 15. März, 15 Uhr: mit Kaffee und Kuchen

Samstag, 21. März, 20 Uhr: nur Vorstellung

Tickets:

Karten für die insgesamt fünf Aufführungen der Komödie in Robberts Huus an der Hoyaer Straße 2 in Schwarme gibt es bei Wilfried Brückner unter Telefon 04258/1254. Die Eintrittspreise betragen samstags acht Euro und sonntags zwölf Euro.

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