Neubau in Schwarme

Lebenshilfe Syke plant langfristig: Kita-Bau soll Flexibilität ermöglichen

Der Rohbau ist abgeschlossen, nun geht es an den Innenbereich: Sandra Sonnemann, stellvertretende Geschäftsführerin der Lebenshilfe Syke und Projektleiterin in Schwarme, freut sich auf den neuen Kindergarten.
+
Der Rohbau ist abgeschlossen, nun geht es an den Innenbereich: Sandra Sonnemann, stellvertretende Geschäftsführerin der Lebenshilfe Syke und Projektleiterin in Schwarme, freut sich auf den neuen Kindergarten.

Schwarme – Die Arbeiten in Schwarme schreiten voran. Dort verwirklicht die Lebenshilfe Syke ein 2,8-Millionen-Euro-Projekt. Die neue Kindertagesstätte soll im August eröffnen.

Laut ist es auf der Baustelle am Stürwiesenweg in Schwarme. Überall sind Lüftungsgeräte aufgestellt, die zwar einen Heidenlärm verursachen, aber mit deren Hilfe die Eröffnung des neuen Kindergartens der Lebenshilfe Syke ein Stückchen näher rückt. „Derzeit muss der Estrich trocknen, und dann kann schon bald die Heizungsanlage an den Start gehen“, verkündet Sandra Sonnemann, stellvertretende Lebenshilfe-Geschäftsführerin und Projektleiterin des Kitaneubaus, während eines Rundgangs über das Gelände.

Seit Baustart im April 2020 ist bereits Einiges passiert: Die Grundsteinlegung erfolgte im Juli, kurze Zeit später konnte im September auch schon Richtfest gefeiert werden. Jetzt sind die Rohbauarbeiten abgeschlossen, sodass gut zu erahnen ist, wie das Ganze bei der Eröffnung im August dieses Jahres einmal aussehen soll. Knapp 2,8 Millionen Euro kostet das Projekt, welches zunächst von der Lebenshilfe Syke getragen wird. „Sobald die Kita in den Betrieb geht, wird es jährlich eine Abrechnung des Trägers, welcher in diesem Fall die Lebenshilfe Syke ist, mit der Samtgemeinde Bruchhausen-Vilsen geben. Darüber werden Jahr für Jahr alle Kosten und Erträge der Kita abgerechnet. Dazu zählen auch die Baukosten“, erklärt Laura Lars, die bei der Lebenshilfe zuständig für die Öffentlichkeitsarbeit ist, das Zahlenwerk.

Von außen ist es zwar nicht sofort zu erkennen, doch Projektleiterin Sandra Sonnemann verrät, dass das rund 1 000 Quadratmeter große Gebäude in zwei Bereiche aufgeteilt ist: „Auf der rechten Seite befinden sich die Kita- und Krippengruppen und links finden die Verwaltung und die Küche ihren Platz.“ Angedacht sind zwei Kita- sowie zwei Krippengruppen. „Von denen ist jeweils eine eine sogenannte Integrativgruppe“, so Sandra Sonnemann. Normalerweise würden zwei Erzieherinnen 25 Kinder in einer Kitagruppe betreuen, durch die Integrativgruppe, in der bis zu vier Kids mit besonderem Förderbedarf betreut werden könnten, müsse aber sowohl die Gruppengröße verringert als auch das zuständige Personal aufgestockt werden.

Kindergarten der Lebenshilfe versorgt sich selbst: In eigener Küche soll täglich gekocht werden

„In einer der Kitagruppen werden sich daher voraussichtlich drei Erzieherinnen um 18 Kinder kümmern“, erläutert Sonnemann das Konzept. Ähnlich läuft es in der Krippengruppe. Dort ist vorerst jedoch nur eine Einzelintegration vorgesehen. „Jedes Kind ist bei uns willkommen, ob mit oder ohne Förderbedarf.“

Durch die benötigte Aufstockung des Personals sollen zukünftig rund 13 Mitarbeiter sowie zusätzliches Küchenpersonal am neuen Standort in Schwarme tätig werden. „Eine Leitung haben wir bereits gefunden. Nun sind wir dabei, das Team zusammenzustellen“, freut sich die Projektleiterin. Apropos Küche: Nicht jeder Kindergarten in der Samtgemeinde versorgt sich selbst, vielen wird das Mittagessen von externen Partner zugeliefert. Der Plan für die neue Lebenshilfe-Kita sieht jedoch anders aus. In einem großzügigen Küchenbereich, der an die Räume für die Verwaltung und das Personal angrenzt, soll vor Ort täglich für die Kinder gekocht werden.

Und nicht nur für die, sondern auch für die Jungen und Mädchen anderer Einrichtungen in Martfeld und Schwarme. Damit dieses Vorhaben auch umgesetzt werden kann, sind die Planungen für die Küche in vollen Gange.

„Der nächste Schritt ist nun, schnellstmöglich die nötigen Geräte zu bestellen, da wir dabei mit verlängerten Lieferzeiten rechnen“, sagt Sandra Sonnemann. Diesem Problem habe sich das Team bereits bei einigen Baumaterialien stellen müssen, wie beispielsweise bei den Innentüren. Coronabedingt sei es dabei nämlich schon zu Lieferschwierigkeiten gekommen, was dem Zeitplan einen kleinen Dämpfer verpasst habe.

Pläne für Kita-Neubau langfristig durchdacht: Lebenshilfe will auf Bedarfsänderungen reagieren können

Insgesamt geht es mit dem Neubau jedoch gut voran. Die vier Kita- und Krippenräume sowie die dazugehörigen Wasch- und Schlafräume sind bereits zu erkennen – allesamt lichtdurchflutet und mit vielen Türen zum Außenbereich versehen. „Die Räume sind baugleich angeordnet. Zudem haben wir alle so bauen lassen, dass sie flexibel nutzbar sind – also sowohl für Kita- als auch für Krippengruppen“, erklärt die Projektleiterin. Denn es sei möglich, dass es in den nächsten Jahren zu Bedarfsveränderungen kommen könne, worauf man reagieren wolle. „Das hängt stark vom Umfeld ab, daher mussten wir langfristig alles gut durchdenken.“ Falls es hart auf hart komme, gebe es sogar noch die Möglichkeit anzubauen, um noch eine weitere Gruppe anbieten zu können.

Highlight im neuen Kindergarten ist wohl einerseits die große Bewegungshalle, die zwischen Eingangs- und Außenbereich liegt. „Hier können die Kinder zukünftig klettern, toben, schaukeln und turnen“, meint Sandra Sonnemann. Andererseits soll der sogenannte Matschraum ein Erlebnis bieten. Dort könnten die Kids auch bei schlechtem Wetter mit Sand und Wasser spielen, was ihnen in einem geschützten Raum die Möglichkeit gebe, ihren eigenen Körper wahrnehmen zu lernen.

Obwohl auf dem Grundstück am Stürwiesenweg noch allerhand zu tun ist, seien bereits viele Plätze in den Gruppen vergeben. Der gestiegene Bedarf an Kita- und Krippenplätzen in den vergangenen Jahren sei im Allgemeinen der Hauptgrund für den Neubau gewesen, so Projektleiterin Sandra Sonnemann, die als stellvertretende Geschäftsführerin auch die anderen Lebenshilfe-Einrichtungen in Syke, Hoya und Twistringen mitzuverantworten hat. Dies könnte auf den vermehrten Zuzug junger Familien zurückzuführen sein, vermutet sie. Denn auch direkt neben der Baustelle werden aktuell neue Häuser hochgezogen. Dort befindet sich nämlich das Baugebiet „Lindemanns Kamp“.

Das könnte Sie auch interessieren

elona ist da. Ihre lokalen Nachrichten.

Mehr zum Thema:

Massive Raketenangriffe: Israel antwortet mit Luftschlag

Massive Raketenangriffe: Israel antwortet mit Luftschlag

Die beliebtesten Kuchenklassiker und Tortenträume

Die beliebtesten Kuchenklassiker und Tortenträume

Bayern feiern Titel mit Gala - Lewandowski-Tore 37, 38, 39

Bayern feiern Titel mit Gala - Lewandowski-Tore 37, 38, 39

Bill und Melinda Gates lassen sich scheiden

Bill und Melinda Gates lassen sich scheiden

Meistgelesene Artikel

Todesfall nach Corona-Impfung im Landkreis Diepholz – Zusammenhang unklar

Todesfall nach Corona-Impfung im Landkreis Diepholz – Zusammenhang unklar

Todesfall nach Corona-Impfung im Landkreis Diepholz – Zusammenhang unklar
Familienfehde in Diepholz eskaliert: Großer Polizeieinsatz

Familienfehde in Diepholz eskaliert: Großer Polizeieinsatz

Familienfehde in Diepholz eskaliert: Großer Polizeieinsatz
Unverhoffte Impf-Berechtigung: Was es mit Einladungen für junge Gesunde auf sich hat

Unverhoffte Impf-Berechtigung: Was es mit Einladungen für junge Gesunde auf sich hat

Unverhoffte Impf-Berechtigung: Was es mit Einladungen für junge Gesunde auf sich hat

Kommentare