„Wesertaler Musikanten“ laden zu „Jubiläumsfest“ ein

Lasst uns alle fröhlich sein

„Lustig sein und Menschen unterhalten“: So lautet das Motto der „Wesertaler Musikanten“. - Archivfoto: Oliver Siedenberg

Scholen - Von Mareike Hahn. Hermann Heimbucher bezeichnet die Musik als „himmlische Seite des Lebens“. Der Scholer ist sicher: „Musik tröstet, sie ist fröhlich, gibt Mut und tut allen gut.“ Ganz besonders fröhlich soll es am Wochenende vom 12. bis zum 14. August in Heimbuchers Gasthaus Ehlers (Scholer Straße 20) zugehen. Dann nämlich laden die „Wesertaler Musikanten“ zu einem großen „Jubiläumsfest“ ein: Die Gruppe feiert ihren zehnten Geburtstag. Für Heimbucher gleich doppelt ein Höhepunkt im Veranstaltungskalender. Er freut sich nicht nur als Gastwirt auf das Wochenende, sondern auch als Leiter und Gründungsmitglied der „Wesertaler Musikanten“, die bis vor zwei Jahren den Namen „Plattwälder Musikanten“ trugen.

Schon immer hatte Heimbucher davon geträumt, einmal eine eigene Kapelle zu haben. Der Rhythmus liegt ihm in den Genen: Bereits sein Großvater und dessen Bruder, seine Mutter und deren Schwester machten Volksmusik. Als kleiner Junge spielte Hermann Heimbucher mit seinem Bruder Horst in verschiedenen Musikvereinen, und auch im Erwachsenenalter gab er seine Leidenschaft nie auf. So kam es, dass der Scholer nach und nach jene sechs Männer aus der Region kennenlernte, mit denen er heute die „Wesertaler Musikanten“ bildet.

Das Motto der Truppe, die bei Familienfeiern, Konzerten, Schützenfesten und Co. auftritt: „Spaß haben, lustig sein und Menschen unterhalten“. Das umfangreiche Repertoire umfasst Polkas, Märsche, Schlager und Oberkrainer Titel.

Apropos Oberkrainer Titel: Die „Wesertaler Musikanten“ stehen bei dem „Jubiläumsfest“ nicht als einzige auf der Bühne. Als Leckerbissen haben Heimbucher und seine Mitstreiter die „Oberkrainer aus Begunje“ eingeladen, eine „original Oberkrainer Kapelle“, wie der Scholer betont. Die Gastgruppe musizierte einst zusammen mit dem bekannten slowenischen Komponisten Slavko Avsenik (1929-2015), sie stammt aus dessen Geburtsort Begunje. Avsenik hat die Oberkrainer Musik erfunden und in den 1960ern bekannt gemacht; heute wird sie von zahlreichen Musikgruppen in seinem Heimatland, aber auch in Deutschland, Österreich und der Schweiz gespielt. Dass die „Oberkrainer aus Begunje“ nach Scholen kommen, ist für Hermann Heimbucher ein absolutes Highlight: „Man hört sofort, dass sie echte Oberkrainer sind und die Musik nicht nur nachmachen.“

Heimbucher sieht Parallelen zwischen seiner und der slowenischen Kapelle: „Wir stehen zur Volksmusik, zu unserer Heimat. Wir wollen den Menschen wieder ein Heimat-Gefühl näherbringen.“

Dass Volksmusik von manchen Leuten belächelt wird, kann Heimbucher nicht nachvollziehen. „Sie beschreibt natürliche Gefühle zwischen Menschen oder erzählt von Menschen, Liebe, Jagd, Naturverbundenheit und den Besonderheiten eines Orts“, sagt er. „In einer Zeit, wo sich vieles im schnellen Wandel befindet, ist die Sehnsucht nach solchen Gefühlen groß.“ Und zwar nicht nur bei Senioren: Auch viele Deutsche im jungen oder mittleren Alter beschreiben laut Heimbucher ein Gefühl der Heimatlosigkeit.

Im nächsten Jahr fahren die „Wesertaler Musikanten“ – der aktuelle Name soll ihre Heimatverbundenheit unterstreichen – nach Begunje, um dort zusammen mit den Oberkrainern aufzutreten. „Darauf freuen wir uns schon jetzt sehr“, sagt Heimbucher. Er wünscht sich regelmäßige gemeinsame Konzerte – und dass die Slowenen 2017 wieder in Scholen musizieren.

Eintrittskarten für das „Jubiläumsfest“ am zweiten August-Wochenende sind im Gasthaus Ehlers erhältlich, Telefon 04252/2272.

Das Programm

Los geht das Festwochenende am Freitag um 19 Uhr mit einem Sektempfang, eine halbe Stunde später können sich die Gäste an einem Schnitzel-Büfett bedienen. Ab 20 Uhr stehen dann die „Wesertaler Musikanten“ auf der Bühne. Am Samstag wird ein bayrisches Büfett angeboten, und zwar ab 18 Uhr. Ab 19 Uhr treten wieder die „Wesertaler Musikanten“ auf, ab 20 Uhr die slowenische Gruppe „Oberkrainer aus Begunje“. Der Sonntag beginnt um 11 Uhr mit einem weiteren Konzert der Slowenen. Um 12 Uhr steht ein bayrisches Mittagsbüfett bereit, bevor um 14.30 Uhr die „Wesertaler Musikanten“ noch einmal ihr Publikum mit zünftiger Musik begeistern wollen. Kaffee und Kuchen werden ab 15 Uhr gereicht.

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