Neues „Eule“-Programm 

Landleute lachen anders

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Stellen das neue Programm vor: die „Eule“-Mitglieder Hermann Schröder, Elke Brückner, Günter Bode, Liselotte Kunkel und Ulrich Knobloch (von links). 

Schwarme - Von Mareike Hahn. Wenn die Mutter mit dem Frontlader aus dem Matsch gezogen wird, ist das für Dorfbewohner lustig. „Für Städter nicht unbedingt. Wer kennt da schon einen Frontlader?“, fragt Hermann Schröder. Der Vorsitzende des Heimat-, Umwelt- und Kulturvereins „Eule“ ist sicher: „Die Leute auf dem Land haben einen anderen Humor.“ Weil er und seine Mitstreiter eben diese zum Lachen bringen wollen, haben sie Matthias Stührwoldt nach Schwarme eingeladen. Der Auftritt des Autors bildet den Auftakt des neuen „Eule“-Kulturprogramms.

Eine bunte Mischung erwartet die Gäste bei den bis Ende des Jahres geplanten Veranstaltungen, die in einem neuen Faltblatt vorgestellt werden. Dass Stührwoldts „Geschichten und Gedichte übers Landleben“ ein Highlight sein werden, steht für Schröder fest. Er hat den Biolandwirt aus einem Dorf in Mecklenburg-Vorpommern bereits live erlebt: „Matthias Stührwoldt ist sprachlich sehr gewandt, auf Hoch- und Plattdeutsch.“

Die Veranstaltung beginnt am Samstag, 2. September, um 19 Uhr in Robberts Huus, Hoyaer Straße 2. Und auch wenn sie den Witz hinter mancher Story vielleicht nicht ganz verstehen: Auch für Stadtmenschen lohnt es sich vorbeizukommen. „Wenn Stührwoldt anhand des Gewichts versucht zu errechnen, wie viele Tangas seiner Tochter in eine Waschmaschine passen, ist das für alle lustig“, sagt Schröder. Das Ergebnis weiß er übrigens nicht mehr genau. „Ich glaube 625.“

„Immer eine tolle Stimmung“

Weiter geht‘s am Sonntag, 24. September, um 16 Uhr mit einem Serenadenkonzert der Sinfonietta Aller-Weser in der Mensa-Halle im Schulzentrum Bruchhausen-Vilsen. Dort spielt das zehn Jahre alte, in Schwarme probende Orchester unter der Leitung von Karsten Dehning-Busse „Sechs lachische Tänze“ von Leos Janácek sowie „Die Mittagshexe“ und das „Cello-Konzert h-moll op.104“ von Antonín Dvorák. Als Solist ist Johannes Berger (Violoncello) dabei.

Bereits ab 15 Uhr gibt es eine Konzerteinführung mit Kaffee und Kuchen. „Dabei ist erfahrungsgemäß immer eine tolle Stimmung“, sagt Günter Bode. Er spielt in dem Ensemble Fagott und gehört außerdem zu den Organisatoren der „Eule“-Kulturveranstaltungen. In der Einführung erfahren die Gäste mehr zu dem böhmischen Programm. Die „Sechs lachischen Tänze“ sind laut Bode „sehr unterhaltsam“. Das „Cello-Konzert“ bezeichnet er als „opulentes, großes Werk mit sinfonischen Ausmaßen“. Angetan hat es Bode auch „Die Mittagshexe“: „Das ist ein gruseliges, bewegendes Märchen. Die Musik ist wahnsinnig gut, und man hört richtig, was passiert. Die Geschichte endet tragisch.“

„Von Norddeutschland nach Gambia“

Virtuose Balkan- und Klezmermusik erklingt am Samstag, 14. Oktober, um 19 Uhr in Schwarme. Dann kommt Karin Christoph in Robberts Huus. Die „Teufelsgeigerin“, wie Hermann Schröder sie nennt, bringt Reinhard Röhrs (Kontrabass) und Miroslav Grahovac (Akkordeon) mit. Zusammen sind die Drei „goraSon“.

„Von Norddeutschland nach Gambia“ ist ein Vortrag überschrieben, den die Ex-Schwarmerin Birgit Bartsch am Sonntag, 19. November, um 15 Uhr in Robberts Huus hält. Während sich die Zuhörer Kaffee und Kuchen schmecken lassen, erzählt sie von einer dreiwöchigen Rallye in Afrika, an der sie im Frühling teilgenommen hat.

Traditionell heißt es jedes Jahr „Plattdüütsch to‘n 1. Advent“. Am Sonntag, 3. Dezember, ab 15.30 Uhr gibt es in Robberts Huus Gedichte und Geschichten bei Kaffee und Kuchen. „Diesmal gestalten Mitglieder des Vereins den Nachmittag“, sagt Organisatorin Elke Brückner. Mehr möchte sie noch nicht verraten. Gegen Abend wird der große Christbaum vor Robberts Huus erleuchtet, und der Posaunenchor spielt Weihnachtslieder.

„Musikalische Revue mit vielen Gästen“

Der Schwarmer Krimi „Monaco ermittelt“, der zurzeit gedreht wird, ist an zwei Sonntagen für die Öffentlichkeit zu sehen: am 10. Dezember um 15 und 17 Uhr im Filmhof Hoya sowie am 17. Dezember um 15 Uhr in Robberts Huus.

Ein Doktoren-Trio lädt zum Jahreswechsel zu einer ungewöhnlichen „Sprechstunde“ ein: Dr. Melsheimer, Dr. Lohmeyer und Dr. Bode bitten Patienten aller Kassen zu einer „musikalischen Revue mit vielen Gästen“ – am Sonntag, 31. Dezember, um 18.30 Uhr und am Montag, 1. Januar, um 19 Uhr in Robberts Huus. Übrigens sind nicht alle Drei Ärzte, Melsheimer ist Physiker. „Seit Jahren musizieren meine Frau und ich Silvester zusammen mit Freunden in Robberts Huus, das ist schon eine Institution“, sagt Bode, Hausarzt im Ruhestand. In der „satirischen Sprechstunde“ gibt es keine Schweigepflicht. „Es muss aber niemand Angst haben, vorgeführt zu werden“, verspricht Bode und rät Interessierten, schnell Tickets zu kaufen. „Die Silvesterrevue ist meist schnell ausverkauft.“

Eintrittskarten für alle Veranstaltungen sind am „Eule“-Kulturtelefon, 04258/983574, erhältlich. Die Flyer mit dem neuen Programm liegen an verschiedenen Stellen aus.

Ferner gehören zwei in Robberts Huus tagende Arbeitskreise zum Verein. Die Gruppe „literatur in schwarme“ bespricht an jedem ersten Donnerstag im Monat um 20 Uhr zusammen mit Elke Brückner Bücher. Und der „Schwarme früher“-Kreis befasst sich aktuell mit dem Häuslingswesen, Treffen ist immer am letzten Mittwoch im Monat um 18.30 Uhr. Neulinge sind in beiden Runden willkommen.

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