Lampenfieber im Bläserensemble am Gymnasium: Fünftklässler haben morgen ihren ersten Auftritt

Der etwas andere Musikunterricht

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Das Bläserensemble der fünften Klassen probt seit Wochen für den ersten Auftritt. Morgen spielen die Schüler Weihnachtslieder.

Br.-Vilsen - Von Max Brinkmann. Im Bläserensemble der fünften Klassen des Gymnasiums Bruchhausen-Vilsen macht sich Lampenfieber breit. Der Grund: Morgen spielt die Gruppe beim Weihnachtsbasar der Schule. Einige der Schüler werden dann zum ersten Mal in ihrem Leben auf der Bühne stehen. Seit Wochen bereiten sie sich auf den Auftritt vor.

Blasmusik hat am Gymnasium bereits Tradition. Ab 2006 gab es in jedem neuen fünften Jahrgang eine Bläserklasse. Vor ein paar Jahren wurde das Konzept geändert: Heute bilden 28 Fünftklässler aus verschiedenen Klassen ein Bläserensemble, ein zweites besteht aus Sechstklässlern. „So können Freunde, von denen nur einer ins Bläserensemble möchte, trotzdem in die selbe Klasse gehen“, erklärt Lehrerin Susanne Michalek. Michalek betreut die Gruppe des fünften Jahrgangs zusammen mit ihrer Kollegin Nicola Stange.

Die Mitglieder des Ensembles üben, während ihre Mitschüler den regulären Musikunterricht haben sowie in einer zusätzlichen Stunde pro Woche.

Die neuen Fünftklässler des Gymnasiums dürfen selbst entscheiden, ob sie das Angebot nutzen möchten. Tun sie das, müssen ihre Eltern 30 Euro im Monat zahlen. Die Instrumente werden ihnen zur Verfügung gestellt, Vorkenntnisse sind nicht nötig.

„Das Ensemble erfreut sich großer Beliebtheit“, sagt Susanne Michalek. Wenn bei den Schülern der Wunsch besteht, auch nach der sechsten Klasse zusammen zu musizieren, könnte sie sich vorstellen, die zwischenzeitlich aufgelöste Big Band wieder ins Leben zu rufen.

Die Idee für den etwas anderen Musikunterricht entstand in Zusammenarbeit mit der Kreismusikschule Diepholz. Die Fünftklässler haben pro Woche zwei Stunden regulären Unterricht bei Susanne Michalek und Nicola Stange, dazu kommt eine Stunde Instrumentenunterricht bei einem Lehrer der Kreismusikschule, die dafür pro Kind 20 Euro des monatlichen Elternbeitrags erhält. „Zumindest am Anfang sollten sie auch zu Hause jeden Tag üben“, sagt Susanne Michalek.

Die Kinder haben die Möglichkeit, Holz- und Blechblasinstrumente wie Klarinette, Saxofon, Posaune, Trompete, Tuba, Horn oder Querflöte zu erlernen. In den ersten Stunden dürfen die Kinder jedes Instrument ausprobieren und schließlich drei Wünsche abgeben. Danach wird entschieden, wer welches Instrument spielt.

Damit die Kinder mit Freude bei der Sache sind, achten die Lehrerinnen darauf, dass sich schnell erste Erfolge einstellen. Zunächst stehen einfache Übungen auf dem Programm, erst mit der Zeit steigert sich die Schwierigkeit. „Es macht viel Spaß“, sagt eine Schülerin.

Von wegen nur verstaubtes Rumtata: Die Stücke, die das Bläserensemble spielt, sind ganz unterschiedlich. Beim Weihnachtsbasar, der morgen um 15 Uhr eröffnet wird, erklingen ein paar Weihnachtslieder. „Wenn die Schüler geübter sind, spielen sie auch moderne Stücke, zum Beispiel Rockmusik oder bekannte Filmmusik“, sagt Michalek.

Die beiden Lehrkräfte machen einmal im Jahr Werbung in den Grundschulen der Samtgemeinde, um möglichst viele Viertklässler, die im kommenden Schuljahr das Gymnasium besuchen werden, für das Bläserensemble anzuwerben. „Ich wollte ein neues Instrument lernen“, erklärt eine Schülerin ihre Motivation.

Neben ihrer morgigen Darbietung freuen sich die Musiker schon jetzt auf ein weiteres Highlight: Anfang Februar nehmen sie an der Musikfreizeit des Gymnasiums teil. Dabei werden sie sich auf einen weiteren Auftritt vorbereiten: Auf dem großen Schulkonzert im Februar wollen sie zeigen, welche Fortschritte sie gemacht haben.

www.gymnasium-bruvi.de

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