Veranstaltungen bis Ende Mai abgesagt

Kulturpause bis Ende Pfingsten

Im Schaukasten war bereits ungewöhnlich viel Platz, jetzt fallen weitere Veranstaltungen aus. Foto: Schwarze
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Im Schaukasten war bereits ungewöhnlich viel Platz, jetzt fallen weitere Veranstaltungen aus.

Samtgemeinde - Von Anne-Katrin Schwarze. „Die Anzahl der Coronafälle in der Samtgemeinde Bruchhausen-Vilsen hat sich in den vergangenen Tagen auf acht erhöht“, teilt Samtgemeindebürgermeister Bernd Bormann mit und bezieht sich auf den Stand von gestern, 13 Uhr. Damit taucht die Kommune erstmals in der Übersicht auf, die gestern insgesamt 233 bestätigte Fälle im Landkreis aufzeigte. „Die weitere Entwicklung werden wir auf der Homepage www.bruchhausen-vilsen.de sowie und auf unserer Facebook-Seite darstellen“, kündigt er an.

Seit Beginn der Corona-Krise vor mehr als drei Wochen tagt der Krisenstab der Verwaltung täglich. Gestern befasste sich die Runde um Bernd Bormann wie angekündigt mit Terminen, die nach dem 18. April vorgesehen sind. „Aufgrund der momentanen Situation und der unsicheren Entwicklung haben wir uns dazu entschlossen, unsere Veranstaltungen im Mai abzusagen“, teilt er mit. Dazu zählen die Sonntagskonzerte am 3., 10., 17. und 24. Mai, das Konzert „Musik im Park“ am 13. Mai, das Pfingstsingen in der Bleiche am 31. Mai sowie die Veranstaltung „Kunst im Park“ am Pfingstwochenende.

Darüber hinaus ist auch das für den 7. Mai terminierte Wirtschaftsgespräch abgesagt worden.

Noch offen sei, ob das Wiehebad am 1. Mai öffnen werde. „Wir haben alle Vorbereitungen getroffen, sind in unserer Entscheidung aber davon abhängig, was das Land im Rahmen der Allgemeinverfügung bis dahin bestimmt“, sagt der Verwaltungs-Chef. Er sei jedoch skeptisch, ob die Saison am 1. Mai beginnen könne.

Fest stehe hingegen, dass das Rathaus und die übrigen Einrichtungen der Samtgemeinde bis auf Weiteres geschlossen blieben. Ein Besuch im Rathaus sei daher nur nach Anmeldung möglich.

In den vergangenen Wochen habe sich die Arbeit der Verwaltung „sehr verändert“. Zunächst habe das Team geholfen, viele allgemeine Fragen der Bürger zu klären. Jetzt seien zunehmend Existenzängste von Bürger- und Unternehmerschaft das Thema. „Wir mussten viele unangenehme Telefonate mit Unternehmen führen, die meistens die Schließung ihres Geschäftes zur Folge hatten“, berichtet Bormann aus dem Alltag. Die Verwaltung versuche in jedem Fall, für den Absatz der Waren Lösungen aufzuzeigen, die trotz der behördlichen Allgemeinverfügungen möglich seien.

„Daraus resultierte die Idee von Witschaftsförderin Seim-Schwartz und der Fördergemeinschaft, den ,virtuellen Marktplatz‘ einzurichten“, erklärt Bernd Bormann (wir berichteten). „Der ist ein voller Erfolg geworden“, heißt sein bisheriges Fazit.

Die Samtgemeinde habe alle wichtigen Informationen auf der Homepage und bei Facebook verlinkt, weist der Samtgemeindebürgermeister hin.

Mittlerweile setze nicht mehr nur Polizei aus Oldenburg die Anordnungen durch, die die Corona-Krise mit sich brachte, sondern auch die örtliche Polizeidienststelle, teilt er mit. „Negative Rückmeldungen von dort habe ich nicht erhalten.“

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