Kreiszeitungsmitarbeiter Max Brinkmann spendet Blut – Ein Erfahrungsbericht

Der lange Weg zum kurzen Piks

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Andrea Binnewies vom DRK testet bei Max Brinkmann den Hämoglobin-Wert und führt ein kurzes Gespräch.

Uenzen - Von Max Brinkmann. Gleich spende ich das erste Mal in meinem Leben Blut. Trotzdem bin ich nahezu unaufgeregt. Gut so, denn als ich in Uenzen am Blutspendemobil des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) ankomme, heißt es für mich erst einmal warten. Vor mir sind noch einige andere Personen an der Reihe.

Endlich bin ich dran. Zwei ältere Frauen vom DRK nehmen meine Personalien auf. Kurz darauf habe ich einen Fragebogen und einen Stift in der Hand und muss ankreuzen: Wiegen Sie unter 50 Kilogramm? Nein. Hatten Sie schon einmal diese oder jene Krankheit? Nein. Haben Sie in den vergangenen acht Wochen Blut gespendet? Nein, das ist meine erste Spende! Der Bogen erstreckt sich von Krankheitsbildern bis hin zu Auslandsaufenthalten. Manchmal wundere ich mich darüber, wie die nachgefragten Aspekte mein Blut beeinflussen können. Naja, egal. Nachdem ich alle Fragen beantwortet habe, darf ich ins Blutspendemobil.

Dort stellt DRK-Mitarbeiterin Andrea Binnewies fest, dass die Frauen an der Anmeldung einen Fehler gemacht haben. Also läuft sie mit meinem Fragebogen zurück. Als sie nach etwa zehn Minuten wiederkommt, muss ich den Bogen noch einmal ausfüllen. Nachdem das geschafft ist, misst sie endlich Fieber und meinen Hämoglobin-Wert. Zum Glück ist alles okay, und ich darf weiter zum Arzt.

Er geht mit mir die Antworten auf dem Fragebogen durch, macht mich auf die Risiken einer Blutspende aufmerksam und hakt nach, ob ich genug getrunken beziehungsweise gegessen habe und ob ich mit den ganzen Infos im Kopf immer noch Blut spenden möchte. Ich will.

Dann geht es endlich los. Ich nehme auf einer der Liegen Platz, und eine DRK-Mitarbeiterin sucht an meinem linken Arm eine Vene. Den Stich hätte ich mir schlimmer vorgestellt. Danach verläuft die Spende ruhig und komplett schmerzfrei. Immer wieder fragen die freundlichen DRK-Mitarbeiter, ob es mir gut geht. Ich bejahe.

Irgendwann fühle ich im Körper ein Kribbeln und habe das Bedürfnis, mich zu strecken. Das geht aufgrund der Nadel in meinem Arm leider nicht. Mit meinem Handy mache ich immer wieder Fotos von mir, um zu überprüfen, ob ich blass aussehe. Noch habe ich Gesichtsfarbe. Und dann ist nach 15 Minuten auf einmal alles vorbei. Die Vorbereitung dauerte länger als die Spende. Ich bin überrascht, dass mir die Nadel so schnell wieder entfernt wird. Nachdem die DRK-Mitarbeiterin die Einstichstelle verarztet hat, bittet sie mich, noch liegen zu bleiben. Nach etwa zehn Minuten darf ich langsam aufstehen und zum Imbiss gehen.

Dort kann ich umsonst so viel essen und trinken, wie ich möchte. Das ist jetzt schon meine Lieblingsstation beim Blutspenden. Leider kann ich den Service nur kurz nutzen, da ich noch was vorhabe. Gut gestärkt und einen halben Liter Blut leichter mache ich mich schließlich auf den Weg.

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