Kreisjugendfeuerwehr Nienburg tagt in Warpe / Minus von lediglich 17 Personen / Nun 33 Kinder-Teams

Zahl der Mitglieder trotzt dem Trend

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Der Bundestagsabgeordnete Maik Beermann aus Wendenborstel ließ es sich nicht nehmen, die Jugendfeuerwehren zu loben.

Nienburg/Warpe - Der demografische Wandel macht sich im Bereich der Kreisjugendfeuerwehr Nienburg bisher nur geringfügig bemerkbar. Zwar sei ein Minus von 17 Personen zu verzeichnen, dennoch sei es gelungen, dem allgemeinen Trend zu trotzen. Das berichtete Kreisjugendfeuerwehrwart Mario Hotze im Verlauf des Kreisjugendfeuerwehr-Tages am Sonnabend im Gasthaus Okelmann in Warpe.

Anhand einer von Pressesprecher Marc Henkel erarbeiteten Grafik sind die Gründe für den Ausstieg aus der Jugendfeuerwehr ersichtlich: Wohnortwechsel, Schul- oder Berufsausbildung, Eintritt in andere Vereine oder auch stärkere andere Interessen. Im Bereich der Kinderfeuerwehren, deren Zahl sich von 32 auf 33 erhöht habe, gebe es ein Minus von fünf Kindern, so Hotze.

Er, der am 1. November vergangenen Jahres mit Tristan Müller und Andreas Ohling die Führung der Kreisjugendfeuerwehr von Detlef Schiller, Enno Schomerus und Cord Meyer übernommen hatte und damit in Warpe seinen ersten Tätigkeitsbericht als „Chef“ ablegte, sprach denn auch von einem erhöhten Arbeitsaufwand für die Nachwuchsgewinnung. Diese Arbeit spiele sich zumeist am Schreibtisch ab und werde von außen nicht wahrgenommen. Hotze dankte insbesondere Sabine Rosenberger und Daniela Dreyer, „die immer ein offenes Ohr für unsere Anliegen haben und uns auf hervorragende Art und Weise unterstützen“. Ebenso dankte Hotze den Sponsorpartnern (Avacon und Sparkasse Nienburg) für „die hervorragende Unterstützung unserer Jugendarbeit“.

Stolz sein könne die Kreisjugendfeuerwehr weiterhin auf 53 Jugendfeuerwehren mit 313 weiblichen und 663 männlichen Mitgliedern sowie 33 Kinderfeuerwehren mit 245 weiblichen und 292 männlichen Mitgliedern. Insgesamt sind 1513 Kinder und Jugendliche in den Jugendabteilungen des Kreisfeuerwehrverbandes Nienburg tätig.

67 Kinder wurden aus den Kinderfeuerwehren in die Jugendfeuerwehren und 54 Jugendliche von der Jugendfeuerwehr in die Einsatzabteilungen der Ortsfeuerwehren übergeben. Und die Erwachsenen? Es arbeiten ehrenamtlich: 53 Jugendfeuerwehrwarte, zehn Stadt- und Gemeindejugendfeuerwehrwarte, elf Fachbereichsleiter und 33 Kinderfeuerwehrwarte. Hinzu kommen dann noch einmal 381 Betreuer.

Die Kinder- und Jugendfeuerwehrwarte, deren Stellvertreter sowie die Betreuer leisten laut Hotze in ihren Orten, Städten und Gemeinden eine hervorragende Jugendarbeit.

Der Jugendfeuerwehrwart listete dann noch den imposanten Stunden-Aufwand bei dieser Arbeit mit dem Feuerwehr-Nachwuchs auf: In den Kinder- und Jugendfeuerwehren 9757 Stunden feuerwehrtechnische Ausbildung, 9868 Stunden allgemeine Jugendarbeit, 904 Stunden Spiele und Gruppenarbeit, 768 Tage für Fahrten und Zeltlager. Für Vorbereitungen, Sitzungen und die eigene Fortbildung wurden noch einmal 18533 Stunden aufgebracht. Da mindestens zwei bis drei Betreuer bei den Diensten der Kinder und Jugendfeuerwehren anwesend sind, multiplizieren sich diese Zahlen mit dem Faktor 2,5. So komme die stolze Zahl von 108816 ehrenamtlich geleisteten Stunden zusammen. Bei einem Mindestlohn von 8,50 Euro entspräche das einer Summe von rund 925000 Euro. „Das verdient meine ganz besondere Hochachtung“, so Hotze.

Nachdem der Kreisjugendfeuerwehrwart auch die „Einsätze“ der Verantwortlichen dargelegt hatte, folgten weitere Dankesworte. Der Förderverein der Jugendfeuerwehren im Landkreis Nienburg, der Kreisfeuerwehrverband Nienburg, der Versorgungszug Wietzen, der ABC-Zug, die Technischen Einsatzleitung, das Personal der Feuerwehrtechnischen Zentrale (FTZ) und der Landkreis Nienburg, besonders der Fachbereich Ordnung und Verkehr und der Fachbereich Jugend sowie der Kreisjugendring erhielten den Beifall der Teilnehmer an dieser Versammlung.

Zu den Wahlen und Ehrungen:

Schriftwart: Frank Mahlmann; stellvertretende Kassenwartin: Astrid Ewert; Stabsstelle: Detlef Schiller; Fachbereichsleiter Lehrgangsarbeit: Detlef Schiller; 1. Fachbereichsleiterin Kinderfeuerwehr: Ilona Sieckmann; 2. Fachbereichsleiterin Kinderfeuerwehr: Sabrina Harms; Jugendmoderator: Stefan Block.

Ehrenurkunde der Kreisjugendfeuerwehr für besondere Verdienste: Tristan Müller, Bea Lustfeld, Raphael Buchholz, Detlef Schiller, Enno Schomerus, Thomas Zisting, Andreas Ohling, Cord Meyer, Yvonne Gorka.

Auszeichnung der Kreisjugendfeuerwehr für einhundertprozentige Dienstbeteiligung in den Jugendfeuerwehren: Tom Kollhorst (Holtorf), Jan-Christoph Barth, Hauke Koenig (beide Hilgermissen), Jonathan Lange (Eystrup).

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