Kirchenmusiker Dietrich Wimmer erhält viel Applaus für sein Spiel

Konzertreihe „Orgelschätze“ hat eine Fangemeinde

Zahlreiche Besucher kamen am Sonntagabend in die Martfelder Kirche, um dem Orgelspiel von Kirchenmusiker Dietrich Wimmer zu lauschen. - Foto: Dieter Niederheide

Martfeld - Von Dieter Niederheide. Ein musikalisches Erlebnis der besonderen Art war am Sonntag die Suite, die der freiberufliche Kirchenmusiker Dietrich Wimmer über die Stimmen der Orgel der Martfelder Kirche St. Catharinen verfasst hatte.

Beim Spiel seiner fast „über Nacht“ komponierten Improvisation über die Stimmen Prinzipale, Flöten, Trompete und Tutti erlebten die Konzertbesucher den krönenden Abschluss des Konzerts im Rahmen der „Orgelschätze“.

Die Veranstaltung war äußerst gut besucht. Schließlich hat die Reihe „Orgelschätze“ längst eine Fangemeinde.

Dietrich Wimmer hob die Feinheiten und die Klangstärken der 1998 nach einem Schwelbrand neu aufgebauten Orgel eindrucksvoll hervor. Am Ende des Konzerts nahm Dietrich Wimmer für sein anspruchsvolles Orgelspiel lang anhaltenden, verdienten Beifall entgegen.

Mit dem Präludium und der Fuge G-Dur von Felix Mendelssohn (1809-1847) und Léon Boëllmanns (1862-1897) „Marche Religieuse“ trug Wimmer zwei Werke vor, die ihn bei der Konzertreihe begleiten.

Seine Beiträge waren auch diesmal abgestimmt auf die Orgel, die für ihn, so sagte er, eine gewisse Leichtigkeit hat, und deren Töne fröhlich, fast unbeschwert anmuteten.

Die Leichtigkeit verstand der Kirchenmusiker den Konzertbesuchern nahezubringen. Neben den Improvisationen (Choralkonzert oder eine Orgelsonate im Stil der Klassik) wurde es besonders spannend und musikalisch fröhlich in der Kirche, als Dietrich Wimmer Wolfgang Amadeus Plagiavsky Mozart hören ließ. Dahinter soll sich Peter Planyavsky (1947) verbergen, der als Organist des Wiener Stephan-Doms Mozarts vier Stücke für Trompetenuhr (Andante ma non troppo, Annoncel ma non poco, Largo ma non largo und Rondo alla Turkey) mit Wiener Schmäh versetzt haben soll.

Eine heitere Orgelmusik, eine nicht schlechte Persiflage auf den großen Meister. Mit dem Präludium und der Fuge e-Moll von Nikolaus Bruhns (1665-1697) kam dann wieder ein echter Komponist der norddeutschen Orgelschule zu Gehör.

Da in Verbindung mit der Konzertreihe „Orgelschätze“ auch Leib und Seele stehen, sorgten Kirchenvorstandsvorsitzende Ingrid Wigger und Küsterin Bärbel Schlumbaum für Essen und Getränke nach den musikalischen Schätzen aus der Orgel.

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