Lange Straße voll gesperrt

Komplett-Sanierung der Landesstraße 202 in Bruchhausen-Vilsen wird Monate dauern

Ampelkreuzung
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Zwischen Ampel und Kreisverkehr sowie zwischen Kreisel und Bruchhöfener Straße wird die Landesstraße in diesem Jahr komplett saniert. Baubeginn ist am 18. März im Abschnitt zwischen „Am Scheunenacker“ und Rathaus.

Am Donnerstag beginnen die Sanierungsmaßnahmen an der Ortsdurchfahrt in Bruchhausen-Vilsen. Los geht es mit einer Vollsperrung. Die Baustelle im Zuge der Landesstraße 202 wird die Lange Straße und die Bassumer Straße in den nächsten Monaten unpassierbar machen.

Update vom 15. März: Br.-Vilsen – „Ab dem 18. März werden die Arbeiten an der Fahrbahn und an den Nebenanlagen aufgenommen. Hierzu wird die Vollsperrung der Landesstraße erfolgen“, kündigt Uwe Schmidt von der Niedersächsische Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr in Nienburg an.

Der erste Bauabschnitt erstreckt sich vom Kreuzungsbereich „Lange Straße“ / „Am Scheunenacker“ / „Zu den Weiden“, also von der Ampelkreuzung am Rathaus, bis zur Polizeistation, Lange Straße 3. Die Ampelkreuzung bleibe während der ersten Bauphase befahrbar, wird während der Osterferien jedoch vorübergehend voll gesperrt“, sieht der Ablaufplan vor.

Vollsperrung

„In diesem Abschnitt werden zunächst die vorhandenen Schmutz- und Regenwasserkanäle erneuert“, beschreibt Uwe Schmidt. Auftraggeber dafür ist die Gemeinde. Alle anstehenden Arbeiten an der gemeinsamen Baustelle seien auf einander abgestimmt, sagt Gemeindedirektor Bernd Bormann.

Auch die Trinkwasserleitung wird in diesem Abschnitt erneuert. Anschließend werden die Nebenanlagen hergestellt, auch das eine Maßnahme der Kommune. Dann erst kommen die Straßenbauer und asphaltieren die Fahrbahn.

Parallel zu diesem ersten Abschnitt in Höhe Rathaus, sollen am Montag, 22. März, auch die Arbeiten an der „Bassumer Straße“ beginnen. Dafür wird diese zwischen Kreisverkehr und „Bruchhöfener Straße“ halbseitig gesperrt. „Dieser Abschnitt wird erst nach Ostern ebenfalls voll gesperrt“, gibt Uwe Schmidt Einblick in die Planung. Der Kreisverkehr und der Kreuzungsbereich „Bassumer Straße“ / „Bruchhöfener Straße“ an der Bedarfsampel „bleiben dabei weitestgehend befahrbar“, heißt es aus Nienburg.

Landesstraße gesperrt

Zunächst werden in diesem Abschnitt die vorhandenen Nebenanlagen erneuert. Parallel dazu werde der vorhandene Regenwasserkanal auf einer Strecke von etwa 250 Metern instandgesetzt. Abschließend werde auch dort die Fahrbahn asphaltiert.

„Die gesamten Bauarbeiten werden voraussichtlich bis Ende des Jahres andauern“, sagt Uwe Schmidt und bleibt damit bei einer früheren Einschätzung. Wie bei allen Straßenbauprojekten gelte aber auch für diese Maßnahme: „Witterungsbedingte Verzögerungen sind möglich. Mit Behinderungen ist zu rechnen.“ Daher bitte die Landesbehörde Verkehrsteilnehmer wie Anwohner „um Verständnis und erhöhte Aufmerksamkeit“. Zu guter Letzt auch ein Wort zu den Baukosten: Sie belaufen sich nach Angaben der Behörde auf rund 2,6 Millionen Euro.

Weitere Information soll es in der Internetpräsenz der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr sowie der Samtgemeinde Bruchhausen-Vilsen geben. Bis gestern Abend war dort zum Thema noch nichts zu finden. www.strassenbau.niedersachsen.de, www.bruchhausen-vilsen.de.

Artikel vom 22. Januar: Br.-Vilsen – Für das frühe Frühjahr 2021 hatte die Straßenbaubehörde im Juni die Sanierung der Langen Straße angekündigt. Und bleibt bei diesem Fahrplan. Ende Februar/Anfang März beginnt die komplette Erneuerung des Straßenoberbaus. „Bis zum Jahresende soll die Maßnahme abgeschlossen sein“, kündigt Uwe Schmidt von der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr in Nienburg auf Anfrage der Kreiszeitung an.

Mit monatelangen Sperrungen der Landesstraße 202 hat Bruchhausen-Vilsen leidliche Erfahrungen. Der dritte Bauabschnitt an der Kanalstraße hatte sich zuletzt mächtig in die Länge gezogen. Mit dem jetzt bevorstehenden vierten Abschnitt ist die Ortsdurchfahrt zwischen der Straße Am Scheunenacker (Ampelkreuzung) bis Kreisel sowie Bassumer Straße vom Kreisel bis etwa zur Einmündung der Bruchhöfener Straße (Bedarfsampel) dran. „Dafür muss die Straße in Abschnitte voll gesperrt werden“, heißt es aus Nienburg. Baubeginn wird vor dem Rathaus sein.

„Mit unserem Programm verbessern wir gezielt die Straßeninfrastruktur in den Kommunen“, wirbt Niedersachsens Verkehrsminister Bernd Althusmann für weitere Baumaßnahmen an den Landesstraßen. Dass Bruchhausen-Vilsen auf der Liste der Orte steht, deren Durchfahrtsstraße saniert wird, freut die Kommune. Sie klinkt sich in die Baumaßnahme ein und lässt den Regen- und Schmutzwasserkanal nach 50, wenn nicht gar 60 Jahren erneuern.

„Das Land hat diese Arbeiten für uns mit ausgeschrieben, derzeit läuft das Vergabeverfahren“, sagt Samtgemeindebürgermeister Bernd Bormann. Der eigentlichen Baumaßnahme und ihrer Finanzierung stehe die Corona-Krise bisher nicht im Wege, führt Uwe Schmidt aus. Planung und Vergabe liegen im Zeitplan. Einzige Unbekannte sei absehbar nur das Wetter. „Sollte es zu einer langen Frostperiode kommen, können wir nicht anfangen“, erklärt Schmidt. Hinweise darauf sehe er jedoch momentan nicht.

Konkreter als bisher wird er mit der Dauer der Baumaßnahme. „Wir wollen zum Jahresende fertig sein“, heiße die Marschrichtung. Im vergangenen Jahr hatte er die für Bruchhausen-Vilsen relevante fünfte Jahreszeit in Aussicht gestellt, den Brokser Markt.

Normalerweise würde sich jetzt schon alle Welt den Kopf zerbrechen, wie eine Straßensperrung rund um den Kreisel und der Verkehr zum Brokser Markt miteinander vereinbar sein können. „Das werden wir sehen“, sagt Bernd Bormann.

Mitten im zweiten und verlängerten Lockdown brennen andere Fragen: Die politische Beratung über den Haushalt 2021 muss wegen der Corona-Auflagen erneut verschoben werden, immer neue Verordnungen zu Notbetreuung oder Impfbenachrichtigungen wollen zügig umgesetzt sein. Bevor sich die Frage stellt, wie der Verkehr zum Brokser Markt umgeleitet werden wird, muss zunächst die Frage geklärt werden, ob er dieses Jahr überhaupt in der bekannten Form stattfinden kann. Eine Frage, zu der Rat und Verwaltung sicherlich eine Meinung haben, die aber im Zweifelsfall von Hannover oder sogar Berlin aus zu beantworten ist.

Ob Heiratsmarkt oder nicht, der Verkehr muss über Monate umgeleitet werden. Da es sich um eine Landesstraße handelt, ist die Straßenbaubehörde auch für die Umleitungsstrecke zuständig. „Es gibt zahlreiche innerörtliche Umleitungsmöglichkeiten“, macht Uwe Schmidt allen Mut, die sich noch gut an die Unwägbarkeiten der Sanierung der Kanalstraße erinnern. Wer Richtung Martfeld fahren wollte, musste der kilometerlangen offiziellen Ausweichstrecke über Hoya folgen. Das solle innerorts komfortabler gelöst werden, ist aus Nienburg zu hören.

Alle Anlieger würden rechtzeitig über die Einschränkungen informiert, sagt Uwe Schmidt zu. Eine Anliegerversammlung ist vor dem Baustart wegen der Schutzmaßnahmen aber nicht möglich, steht bereits fest.

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