Kleinenborsteler gründen Arbeitskreis/Verfahrensanordnung 2020 möglich

Flurbereinigung: Nächster Schritt getan

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Olaf Stührmann vom Amt für regionale Landesentwicklung (links), Samtgemeindebürgermeister Bernd Bormann (rechts) sowie Martfelds Bürgermeisterin Marlies Plate (Zweite von rechts) mit den Mitgliedern des Arbeitskreises zur Vorbereitung eines Flurbereinigungsverfahrens in Kleinenborstel. 

Kleinenborstel – Martfelds Bürgermeisterin Marlies Plate begrüßte am Dienstagabend im Gasthaus Dunekack in Kleinenborstel rund 100 Gäste sowie Samtgemeindebürgermeister Bernd Bormann und Olaf Stührmann vom Amt für regionale Landesentwicklung (ArL) in Sulingen. Bei der Zusammenkunft ging es um die geplante Flurbereinigung in der Gemarkung Kleinenborstel, die seit 2016 im Gespräch ist und der Jagdgenossenschaft Kleinenborstel von Olaf Stührmann bereits im Mai 2018 vorgestellt wurde.

Ziel der Flurbereinigung ist die Verbesserung der Lebens- und Arbeitsbedingungen, insbesondere der Landwirtschaft. Darüber hinaus geht es laut Stührmann ganz allgemein um die Infrastruktur sowie um den Gewässer- und Naturschutz. Im Mittelpunkt stehe dabei das inzwischen fast 60 Jahre alte Wegenetz in der Gemarkung, das sich in einem schlechten Zustand befinde und dem veränderten Verkehrsaufkommen nicht mehr gewachsen sei. Außerdem seien intakte Wege wichtig für die Naherholung. Eine Sanierung und eine Ausdünnung dieser Wirtschaftswege seien – auch ohne Flurbereinigung – unbedingt erforderlich.

Auch die Ackerflächen könnten im Rahmen der Flurbereinigung neu gestaltet werden, um die Bewirtschaftung zu optimieren. Keilförmig zulaufende Flächen könnten durch neue Grenzziehungen leichter bewirtschaftet werden, den Pferdehaltern würden ebenfalls bessere Bedingungen geschaffen werden. Außerdem sei wegen der leichten Böden ein optimaler Schutz gegen die Winderosion erforderlich. Gleichzeitig sollte auch das Gewässernetz angepasst werden. Es sei zu erwarten, dass die Landwirte nach den EU-Wasser-Rahmenrichtlinien zur Einhaltung von Gewässer-Randstreifen verpflichtet werden. Dort könnte auf freiwilliger Basis schon eine Vorsorge getroffen werden. „Was jetzt schon gemacht werden kann, sollten wir auch machen“, empfahl Stührmann.

Nach den Vorgesprächen habe die Landesregierung im November ihre Zustimmung zur Weiterentwicklung des Projekts erteilt. „Das Land ist bereit, dafür einen Millionenbetrag zur Verfügung zu stellen“, erklärte Stührmann. Dafür sei die Bildung eines Arbeitskreises erforderlich, der unter der Leitung des ArL zunächst eine Bestandsaufnahme vornimmt und dann einen konkreten Ziel- und Maßnahmenkatalog aufstellt.

„Es geht in diesem Arbeitskreis um gemeinsame Interessen, die konstruktiv, sachlich und objektiv diskutiert werden“, sagte Stührmann. Die Ergebnisse würden regelmäßig im Internet veröffentlicht. Der zeitliche Rahmen sieht etwa acht Arbeitskreis-Sitzungen vor, so dass eventuell schon im Januar 2020 der Aufnahmeantrag für das Verfahren an die Landesregierung gerichtet werden kann.

Arbeitskreis

Aus dem Kreis der Kleinenborsteler Grundbesitzer wurden während der Veranstaltung 14 Mitglieder für den Arbeitskreis

bestimmt, die in Kürze zusammen mit den Vertretern der Behörden und der Gemeinde zu ihrer ersten Sitzung zusammenkommen werden. Das sind: Karin Köster, Christina Stradtmann, Erika Becker, Herbert Jütjens, Frank Köster, Michael Lackmann, Marc Löhmann, Bernd Meyer, Gerd-Uwe Meyer, Hendrik Meyer, Johann Meyer, Jörn Stubbemann, Joachim Wicke und Heiner Köster.

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