Kirche diskutiert über Projekt

Räume für Flüchtlinge gewünscht

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Mediengruppe Kreiszeitung

Martfeld - Von Anne Schmidtke. „Die Idee war gut, doch die Umsetzung ist komplizierter als gedacht“, berichtet Martfelds Pastor Heinz-Dieter Freese. Er spricht von dem Projekt, in den ehemaligen Jugendräumen des Gemeindehauses eine Flüchtlingsfamilie unterzubringen. Dies gestalte sich schwieriger als erhofft – obwohl sich genug Personen dafür interessiert hätten.

Zwölf Frauen und Männer hätten sich ein paar Mal getroffen und dabei festgestellt, dass eine notdürftige Herrichtung der Räume im Dachgeschoss des Gemeindehauses nicht ausreichen würde, da dieses ungedämmt sei. „Es müssen also Isolationsarbeiten durchgeführt werden. Hinzu kommen umfangreiche Sanitär- und Elektroarbeiten. Das Projekt würde also sehr viel teurer als ursprünglich angenommen“, sagt Freese. Er war mal davon ausgegangen, mit 25000 Euro für die Sanierungsmaßnahmen hinzukommen, die er zum größten Teil durch Spenden aufbringen wollte.

Der Kirchenvorstand überdenkt diese Woche während einer Sitzung, ob er im Gemeindehaus eine Wohnung für eine Flüchtlingsfamilie einrichten will oder nicht. Wenn der Bedarf für Flüchtlinge abnimmt, könnte auch eine sozial schwache Familie aus Deutschland dort beherbergt werden.

Falls sich die Mitglieder des Kirchenvorstands dafür aussprechen sollten, im Dachgeschoss eine Wohnung einzurichten, müssen sie auch überlegen, wo sie die Christlichen Pfadfinder in Zukunft unterbringen. Deren Jugendräume befinden sich bisher im ersten Obergeschoss des Gemeindehauses, also dort, wo die Wohnung entstehen könnte. Ursprünglich war angedacht, die „Pfadis“ provisorisch im Erdgeschoss einzuquartieren, bis sie nach Abebben der Flüchtlingswelle wieder in ihre Räumlichkeiten ziehen können. Das wäre nach einem Umbau allerdings nicht mehr möglich, da dann dort dauerhaft Familien wohnen sollen.

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