Kommentar über fehlende Unterstürzung

„Kleine Strolche“: Kein Geld für die Zukunft?

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Ein Kommentar von Julia Kreykenbohm. Wenn man den bei Politikern und Unternehmern so beliebten Spruch „Kinder sind unsere Zukunft“ wörtlich nimmt, sieht’s für unsere Zukunft ziemlich düster aus. Kinder werden misshandelt, missbraucht, erleben Dinge, die sie nie vergessen werden. Und das oft von den Menschen, die sie lieben und schützen sollten: ihren Familien.

Werden diese Kinder aus ihrer Hölle befreit, ist die Odyssee meist noch nicht zu Ende – weil eine neue beginnt. Denn die Heime sind überfüllt. Stundenlang müssen die verstörten Kinder ausharren, bis man weiß, wohin mit ihnen. Kein Platz für die Zukunft. Noch schlimmer ist es über die Feiertage. Jugendamtsmitarbeiter wissen, dass es zu dieser Zeit in Familien öfter eskaliert und nehmen Kinder vorsorglich heraus – wenn sie einen Heim-Platz finden. Wenn nicht, muss das Kind bleiben, und man kann nur hoffen, dass nichts passiert. Traurig. 

Noch trauriger ist, dass sich offenbar nur wenige in der Verantwortung sehen, an dieser Situation etwas zu ändern. Landkreise und Städte können das Leid der Kleinen kaum verhindern – aber lindern. Sie wissen, dass Kindern aus ihrer Mitte, ihrer „Zukunft“, in den Einrichtungen Zuflucht gewährt wird. Aber das heißt für sie wohl nicht automatisch, dass sie dafür etwas geben müssen – selbst wenn sie darum gebeten werden. 

Klar, die Finanzlage dürfte bei vielen angespannt sein. Dennoch kann und will ich nicht glauben, dass keiner der vielen Politiker eine Lösung findet. Warum können Landkreise und Städte beispielsweise nicht einen Betrag bereitstellen, der regelmäßig an Einrichtungen geht, die ihre Kinder aufnehmen? Kein Geld für die Zukunft?

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